Andreas Roesler-Schmidt
Asus' MyPal A636 vereint einen Pocket PC mit WLAN und GPS-Empfänger. Auf die Standard-Pocket PC Features gehe ich nicht näher ein, die sind im Rahmen des üblichen. Nur soviel: Das Gehäuse des Asus hält sich in akzeptablen Dimensionen und ist - seinem eindeutigen Hauptzweck Navigation entsprechend - recht clever gestaltet. Ein großer Lautsprecher soll den Navigationsanweisungen auch im lauteren Auto Gehör verschaffen. Wer allerdings regelmäßig sowohl mobile als auch Festeinbau-Navigationssyteme testet, weiß: das bleibt in der Realität ein frommer Wunsch. Was nicht mit dem Radio verbunden ist, wird auch nicht gut zu hören sein. Aber die generelle Sinnfrage mobiler Navigationslösungen steht ja jetzt nicht zur Debatte. Jedenfalls ist auch die Tastenbelegung des Asus weniger auf den PDA-Einsatz als auf die Navigation im Querformat ausgelegt.
Anders als bei anderen GPS-Pocket PCs lässt sich die GPS-Antenne ausklappen. Man mag das für überholt halten, doch der Erfolg gibt Asus Recht: Der GPS-Empfang ist äußerst gut, das Gerät findet nicht nur schnell die Satelliten (und damit die eigene Position) sondern auch unter schwierigen Bedingungen. Fast bekommt man das Gefühl, der Asus biegt die Sichtverbindung zu den Satelliten um die Ecke - wenn man sogar in einem geschlossenen Raum durchs Fenster ausreichend Satelliten empfängt, um die Position zu bestimmen (kein anderes Gerät hat das im selben Raum je geschafft).
Doch was hilft es zu wissen, wo man ist, wenn man nicht vernünftig zum Ziel kommt. Das mitgelieferte Destinator PN versagt völlig und schlägt an ungeeigneter Routenführung (selbst bei simplen Aufgaben) alles was ich im letzten Jahrzehnt gesehen habe. Geignet ist es nur dann, wenn der Weg das Ziel ist und man Stunden seines Lebens verschenken will. Wem der Asus gefällt (die GPS-Hardware ist ja auch exzellent), der sollte sich einfach gleich eine bessere Navigationssoftware dazu gönnen.




1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 