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Wirtschaft

Kommentar von Conrad Gruber

REBOOT 2-2006

In der IT-Wirtschaft geht alles immer schneller: Unternehmen werden eiligst aufgekauft und konsolidiert, die Preisspirale dreht sich nach unten, dass einem schwindlig wird, nur eines passiert quälend langsam: Die Umsetzung des IKT-Masterplanes.

Den ersten leisen, aber immerhin öffentlichen Ruf nach einem ordentlichen Masterplan für die Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche ließ Hewlett Packard Österreich-Chef Wolfgang Gruber im Hochsommer 2004 beim traditionellen HP-Presseheurigen erschallen: Technologische Innovationen werden, so Gruber damals, in Österreich durch die Regierung schleppend umgesetzt, die Investitionen stocken auf Grund wenig reizvoller Rahmenbedingungen. Daher brauche es "infrastrukturpolitische Konzepte, die die Umfeldsituation verbessern", etwa mehr Förderungen oder Steueranreize.

Wohl wahr. Der Ruf verhallte vorerst aber relativ ungehört im Dickicht der ministeriellen Zuständigkeiten. Im Dezember 2004, wieder auf den Plan angesprochen, meinte Gruber, es sei halt bis jetzt noch nicht viel passiert, aber "Sensibilität" gebe es für dieses Thema regierungsseits hie und da doch.

Nun, ein Jahr später dann, Ende 2005, veröffentlichte die Regulatorbehörde RTR gemeinsam mit dem Infrastrukturministerium immerhin erste Details einer "Analyse zum IT-Wirtschaftsstandort Österreich", die eine "Grundlage für die Erarbeitung eines IKT-Masterplan" darstellen soll.

Die IT-Firmen und Breitbandanbieter freuten sich, dass endlich etwas vorlag, stellten aber zu Jahresbeginn 2006 frech die Forderung: Es brauche nicht nur einen Masterplan, sondern auch eine zentrale Stelle, eine Task Force, einen Ansprechpartner, einen Koordinator, einen Umsetzer auf Regierungsebene.

Dort gibt es immerhin den Infrastruktur- und Forschungs-Staatssekretär Eduard Mainoni, der dafür zuständig ist. Mainoni ist für das Problem ebenfalls "sensibilisiert", hört man aus seinen Kreisen. Im März 2006 wird er an einer IKT-Konferenz in Wien teilnehmen, die Österreich im Rahmen der EU-Präsidentschaft ausrichtet. Vielleicht gibt es dort ein paar Grundsatzfeststellungen zum benötigten IKT-Masterplan.

Wir werden die Entwicklung auf dieser Endlos-Zeitleiste weiter verfolgen...

 

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REBOOT - Kommentar von Conrad Gruber

Kommentar von Conrad Gruber - Die Monatsrückschau auf den österreichischen IT-Markt.

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MONITOR-Autoren
Mag. Christoph Weiss

Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) ..mehr..

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