Der Performance Management-Markt boomt. Laut IDC-Studie beherrschen HP, BMC, IBM und Mercury fast 50 Prozent des weltweiten Performance-Management-Marktes. Der weltweite Markt für Performance und Availability-Management-Software im Jahr 2004 wurde von IDC in einer Studie vom Juli 2005 mit 2,29 Milliarden Dollar beziffert. Für den Detail-Bereich Performance Management Software hat IDC etwa die Hälfte, rund 1,64 Milliarden Dollar weltweit an Umsatz, erhoben. Der Markt wächst jedenfalls rasant, urteilen die IDC-Analysten. So war von 2003 auf 2004 ein Plus von 9,9 % am PM-Markt zu verzeichnen. Unangefochten an der Spitze des Marktes steht HP mit einem Marktanteil von 20 %, besagt die IDC-Studie. Auf den Rängen folgen BMC (11,6 %), IBM (9,9%) sowie Mercury (6,7 %). Dahinter werden NetIQ, Computer Associates, Quest Software und Microsoft gereiht (alle etwas mehr als 5%). Von der IDC-Studie nicht berücksichtigt sind die IT-Dienstleister, die erst Performance Management-Projekte in den Unternehmen ermöglichen bzw. realisieren, wie etwa die Kapsch-Unternehmensgruppe, die in Österreich und Osteuropa agiert.
Was bedeutet nun eigentlich Performance Management? "Prinzipiell gibt es zwei Arten von Performance Management, das PM von Applikationen im Entwicklungsumfeld und das PM von IT-Infrastrukturen", betont Thomas Blaschka, Product Management-Leiter für Data, Security & Management Systems bei Kapsch BusinessCom, wo man sich dem zweitgenannten Bereich widmet. "Einer der wichtigsten Punkte ist, zu wissen, wie der Status der IT-Ressourcen im Zusammenhang mit den Geschäftsprozessen ist", gibt Blaschka Einblick in die PM-Praxis. Es gelte aufzuzeigen, wo es Engpässe gibt, welche Trends gerade aktuell sind bzw. auch zu erfahren, wo noch genügend Ressourcen vorhanden sind, die eventuell auch anderweitig einsetzbar sind, gibt Blaschka Einblick in Details.
Aller Anfang ist schwer...
"An erster Stelle sollte eine klare Zieldefinition stehen", pocht Jürgen Weiß, Leiter des Bereichs Software beim Marktleader HP, auf eine strategische, gut geplante Vorgangsweise. Aus dreierlei Gründen: Erstens: proaktiv, um Trends zu erkennen, bevor sie zum Problem werden. Zweitens: Als Basis der Kapazitätsplanung sowie drittens als wichtigen Bestandteil eines Service Level Managements (SLM). "SLM ist ein klarer Trend, nicht nur für Großkunden, sondern auch für den Mittelstand", berichtet Weiß. Hauptkriterien für SLM sind Performance und Verfügbarkeit, ein entsprechendes Reporting ist ein Grundbaustein für jede SLM-Lösung. Als weiteren wichtigen Trend nennt Jürgen Weiß Business Service Management, wobei es hier um das Messen von Performance auf Geschäftsprozess-Ebene geht. So wurde z.B. bei Swisscom Mobile der SIM-Aktivierungsprozess damit überwacht und erkannt, dass weit mehr manuelle Aktivierungen anfallen als ursprünglich angenommen. Allgemein hat HP bereits zahlreiche Performance Management-Lösungen unterschiedlichster Art sowohl bei Unternehmen als auch bei Service Providern realisiert. Zu den weltweiten HP-Kunden in diesem Bereich zählen z.B. IT Pressedata (D), der britische Service Provider NTL, Siemens Business Services, Microsoft oder Logical CSI (New Zealand).




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Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. 