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Strategien

MicroStrategy

Verdoppelung als Ziel

Laut IDC ist MicroStrategy das weltweit am schnellsten wachsende Unternehmen unter den Top 10 Business Intelligence (BI) Anbietern. Auf der bereits zweiten Anwenderkonferenz EuroWorld präsentierte das Unternehmen kürzlich seine Pläne.

Rüdiger Maier

"Wir bieten unseren Kunden die beste Technologie am Markt und wollen so auch entsprechend wachsen", gibt sich Gründer und CEO Michael Saylor wieder einmal siegessicher. Der aufgrund seiner Technologie immer wieder gelobte BI-Anbieter war aufgrund zu ehrgeiziger Pläne vor einigen Jahren in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, arbeitet jetzt aber emsig an seinem Comeback. In Europa seien die Markterfolge je nach Ländern sehr unterschiedlich, führt René J.J. Jepma, Vice President EMEA, aus. "Den Umstieg auf die neue Version 8 haben bereits über die Hälfte unserer Kunden realisiert", ist Jepma stolz. Sehr gut verankert sei man in Ländern wie Deutschland, England oder Frankreich, besonders im Telekommunikations- und Finanzbereich.

Auch in Osteuropa - etwa Polen, Türkei oder Litauen - konnte man große Installationen gewinnen: "Bisher gibt es in diesen Ländern sehr wenig BI-Projekte und wir können daher mit unserer neuen Technologie punkten", weiß Jepma. In einer türkischen Bank ist es beispielsweise nach Installation der Lösung nun möglich, gute Kunden nach Benutzung ihrer Karte im Bankgebäude bei Dienstleistungen vorzuziehen.

Mitarbeiterzahl verdoppeln

"Wir planen eine Verdoppelung unserer Mitarbeiter in den nächsten ein bis zwei Jahren und wollen natürlich entsprechend unsere Umsätze und Gewinne steigern", so Saylor. Nach der sehr aufwändigen Entwicklung der neuen Lösung müsse man sich jetzt intensiv um die Verbreitung und Ausrollung kümmern. Die Vor-Finanzierung sei in den letzten zehn Jahren erfolgt, nun wolle man die Früchte ernten. Dafür braucht es natürlich die richtigen und ausreichende Mitarbeiter: "Es ist oft sehr schwierig, geeignete Mitarbeiter zu finden, die auch Kundenwünsche erkennen und realisieren können", so der CEO. Durch den nun möglichen einfachen Zugang zu BI-Ergebnissen über das Internet werde sich BI sehr schnell verbreiten.

"Wir müssen im nächsten Technologiesprung daran arbeiten, Daten aus möglichst allen Quellen übernehmen und bearbeiten zu können", analysiert Saylor. Als nächsten Schritt will man 2006 zunächst die Mehrsprachen-Fähigkeit des Systems realisieren, die vor allem in Europa verlangt wird. "Wir sehen hier eine große Aufmerksamkeit unserer europäischen Kunden!" Gleichzeitig profitiere BI jedoch von den durch Gesetze und Vorschriften immer besser abgelegten Daten: "BI-Lösungen hängen in ihrem Erfolg maßgeblich von der Datenqualität ab", so Saylor. Auch wolle man die Bereinigung am BI-Anbietermarkt durch ständige Übernehmen für den eigenen Erfolg nutzen. "Diese Bereinigung wird sicher die nächsten 10 Jahre noch anhalten und wir können uns daher immer mehr auf die inhaltliche Beratung konzentrieren, da nur mehr wenige Anbieter überbleiben werden", ist der CEO optimistisch, der weiterhin über die Hälfte der Anteile des Unternehmens selbst hält.

www.microstrategy.at


Anwender: Mondial Assistance Group

Die Mondial Assistance Group ist in Österreich mit zwei Gesellschaften, der ELVIA Reiseversicherung (seit 1986) und der ELVIA Assistance GmbH (seit 1997), vertreten.

Projektleiterin Veronika Stocker: " Die internationale Fusion brachte uns zwei unterschiedliche, ziemlich starre IT-Landschaften. Es war keine einheitliche Datenbasis verfügbar, die für die Vertriebs- und Unternehmenssteuerung schnell und zuverlässig die notwendigen Informationen lieferte. Die MicroStrategy Plattform erfüllte sowohl die Anforderungen von Geschäftsführung als auch IT und Vertrieb." Entscheidungskriterien waren unter anderem eine hohe Performance selbst bei Ad-hoc-Analysen. Zudem sollte die Lösung benutzerfreundlich sein und es den Mitarbeitern ermöglichen, von jedem beliebigen Ort via Web tagesaktuelle Informationen abfragen zu können.

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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