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Strategien

Serie Frauen in der IT

Erfolgreiches Frauen-Duo mit Charme und Kompetenz

Sie sind beide seit vielen Jahren bei HP und haben eines gemeinsam: Beide Frauen haben quasi von "unten" die Karriereleiter erklommen. Die eine startete 1975 als Buchhalterin, die andere 1985 als Assistentin. Heute leitet erstere, Christine Donner, einen der drei Hauptgeschäftsbereiche von HP Österreich, Imaging und Printing, während die andere, Madeleine Wicha, in diesem Bereich für das Marketing verantwortlich zeichnet.

Sie sind beide langjährige HP-Mitarbeiterinnen, wie sehen Sie persönlich Ihren Werdegang bzw. Ihre Entwicklung bis heute?

Donner: Ich habe gleich nach der HAK Matura bei HP als Buchhalterin begonnen und dann im Lauf der Zeit alle oder sehr viele Sparten durchlaufen: Einkauf, Telefonverkauf, Order Processing oder auch Partnerbetreuung. Ganz frauentypisch habe ich zwei Kinder bekommen und - damals eher unüblich - weiter in der Firma, aber eben nur halbtags, gearbeitet. Außerdem hatte ich einfach Glück, der "positive Zufall" hat mich sozusagen getroffen, so wurde ich schließlich gefragt, ob ich nicht die Consumer-Verantwortung für Österreich übernehmen wolle. 2002 im Zuge der Fusion mit Compaq und der Neustrukturierung bekam ich dann sehr kurzfristig das Angebot, den Geschäftsbereich Imaging und Printing zu übernehmen. Da konnte ich nicht nein sagen...

Wicha: Bei mir war es eigentlich ganz anders, ich war nach einer AHS-Matura zunächst einige Jahre im Marcom/Sales in der Kosmetik-Branche in Deutschland tätig, Anfang der achtziger Jahre ging ich dann noch für eineinhalb Jahre nach Paris, bevor ich eher zufällig nach Wien zurückkehrte. Nach einem Jahr bei der Firma Datapoint, die es heute nicht mehr gibt, wechselte ich dann eher zufällig als Assistentin der Verkaufsleitung zu HP. Später war ich dann auch im Controlling oder Einkauf tätig. Meine heutige Position als Marketingmanagerin habe ich seit 2002.

Trotz langjähriger Mitarbeit - haben Sie sich jemals überlegt in eine andere Branche zu gehen oder Job zu wechseln?

Donner: Eigentlich nie. Aber mein Traum ist es, irgendwann einmal mit einer Gärtnerei zu kooperieren und mit Blumen und Pflanzen zu arbeiten.

Wicha: Ich komme ja aus der Kosmetik-Branche, das kann ich mir heute gar nicht mehr vorstellen. Ich sehe in der IT-Branche viel mehr Substanz bei den Produkten, da bietet das Marketing viele Möglichkeiten. Jobwechsel? - Nein, höchstens irgendwann ein radikaler Bruch, dann würde ich aber etwas total anderes machen, irgendetwas im Sozialbereich.

Hatten Sie jemals das Gefühl, als Frau in der IT-Branche nicht akzeptiert zu werden?

Donner: Nein, man muss sich nur als Frau mehr beweisen. Und es gibt eben wenige Frauen insgesamt, das sehe ich aber nicht negativ, ganz im Gegenteil, ich habe dadurch sicher eine Menge gelernt z.B. bei gewissen Dingen klar und präzise auf den Punkt zu kommen. Aber ich muss schon gestehen: Die Startzeit war hart.

Wicha: Ich persönlich habe nie Akzeptanzprobleme gehabt. Vielleicht ist es auch so: Je älter man wird, desto einfacher wird es. Man bekommt einen unheimlichen Überblick und hat es als erfahrene Frau im Job leichter.

Was würden Sie heute jungen Frauen empfehlen, die vor der Berufsentscheidung stehen?

Donner: Ich kann nur den Rat geben, jede sollte auf ihre Neigungen hören und vertrauen. Heute gibt es ja so viele Möglichkeiten und Angebote. Meine Eltern hatten z.B. einen Weinbaubetrieb, und mein Vater erwartete eigentlich, dass ich da einsteigen würde. Ich war aber von HP begeistert und wollte das unbedingt machen. Anfangs war er zwar böse, aber schließlich hat er akzeptiert, und ich durfte das machen, was ich wollte.

Wicha: Ich finde außerdem sehr wichtig, dass man viele Dinge einfach einmal kennen lernt. Auch ins Ausland zu gehen, ist eine gute, wichtige Erfahrung. Vielleicht auch ein Handwerk erlernen, das ist heute eigentlich eine echte Marktlücke: Gute Handwerker sind rar.

Zurück zu Ihrer persönlichen Situation. Wie kommen Sie mit der Herausforderung Familie und Job zurecht?

Donner: Wie gesagt, ich habe zwei Söhne, zur Zeit 24 und 21 Jahre alt. Anfangs habe ich halbtags gearbeitet, die Kinder waren viel bei den Großeltern und der Leihoma am Land. Und ich habe gelernt, sehr gut organisiert zu sein. Aber es ist schon so. Man bekommt auch oft ein schlechtes Gewissen (eingeredet): Deswegen habe ich meine Buben selbst gefragt, ob sie sich rückblickend vernachlässigt gefühlt haben. Die eher erstaunte Antwort war: Nein, Du warst doch immer für uns da, wenn wir Dich gebraucht haben. Mir war wichtig, dass beide eine gute Ausbildung haben, die sie sich selbst aussuchen können: Beide haben eine HTL besucht, beide studieren jetzt. Fazit rückblickend: Kinder und Job unter einen Hut zu bekommen ist nicht einfach. Heute ist es mit den vielen Arbeitzeitmodellen und auch der Akzeptanz zumindest um einiges einfacher geworden.

Wicha: Ich habe keine Kinder, wollte aber auch nie welche. Trotzdem bin ich ein absoluter Familienmensch, lebe in einer langjährigen Partnerschaft und habe viele Nichten und Neffen, da fungiere ich wohl als nette Erbtante.

Wie sehen Ihre Ziele für die nächsten zwei bis drei Jahre aus?

Donner: Ich möchte mit dem österreichischen Team Schritt für Schritt in die richtige Richtung gehen und natürlich den Businessplan und die angepeilten Umsätze erfüllen.

Wicha: Schwerpunkte sind bei den Produkten Fotodrucker sowie die HP Digitalkameras.

Letzte Frage, Sie haben beide sehr verantwortungsvolle, zeitintensive Jobs, wie sieht es da mit Hobbys und Freizeit aus?

Donner: Ich übe mich im sportlichen Ausgleich und habe erst kürzlich wieder angefangen, laufen zu gehen. Das ist ein herrliches Gefühl, wenn man eine Stunde laufen war. Der Rest der Freizeit ist für Familie und Kinder reserviert.

Wicha: Mir ist auch Sport wichtig, früher war ich viel reiten und bergsteigen, heute bevorzuge ich Walken oder Rad fahren. Außerdem verbringe ich sehr viel Zeit in unserem großen Garten. Einen großen Stellenwert hat für mich die Familie.


HP Österreich ist frauenfreundlich

HP Österreich ist für Vertrieb, Support und Marketing der HP-Produkte und Dienstleistungen sowie in einigen Bereichen auch für das Management in Ost-, Zentral- und Süd-Europa, den Nahen Osten, Zentralasien sowie Afrika verantwortlich. In den Jahren 1995 und 1997 wurde HP Österreich zum "frauenfreundlichsten Betrieb Wiens" gekürt und mit dem "Gläsernen Schuh" bedacht. Der Frauenanteil liegt bei rund 30 Prozent von insgesamt 808 Mitarbeitern. 60 Frauen haben einen tatsächlich "technischen" Job. Rund 30 verschiedene Arbeitszeitmodelle sowie Teleworking stehen für alle Mitarbeiter zur Auswahl. Hoch geschätzt wird auch das "Family Service" d.h. Angebote zur Kinderbetreuung und Altenpflege, Ehe-, Rechts- Sozial-, sowie Erziehungsberatung oder Mediation. Das HP-Frauennetzwerk "Womennetwork@hp" dient zum Erfahrungsaustausch und zur aktiven Frauenförderung im Unternehmen. Ziel ist es, die Anzahl weiblicher Managerinnen und Expertinnen im Unternehmen langfristig weiter zu erhöhen.

 

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Frauen in der IT

Frauen in der Wirtschaft sind heute selbstverständlich. Aber Frauen in der IT-Branche? Hier herrscht zum Teil immer noch gähnende Leere. Obwohl viele Bestrebungen dahin laufen, mehr Mädchen und junge Frauen für diesen Bereich zu faszinieren. Dabei haben Frauen gerade in dieser Branche vielversprechende Chancen. Die neue Monitor-Serie zeigt, was Frauen in der IT leisten (könnten).

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MONITOR-Autoren
Mag. Christoph Weiss

Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) ..mehr..

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