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Hard & Software

Andreas` Tech Watch

Überraschend dezent - und gut.

Das Walkman-Handy strahlt trotz knalliger Farbe dezente Eleganz aus und ist nicht nur für Musik-Freaks interessant.

Andreas Roesler-Schmidt

Sony Ericssons W800 soll ja als erstes Ericsson Handy ein richtiges Musikhandy sein und greift dafür auf eine der wichtigsten Marken im Sony Konzern zurück: "Walkman". Eigentlich ein riskanter Schritt, denn ist das Handy schlecht, kratzt es auch am Walkman-Image (und das ist dank Apples iPod ohnehin schon mehr als ramponiert).

Ich muss gestehen, dieses Handy hat mich überrascht. Ich hätte nicht vermutet einem - auf jugendliche Zielgruppe zugeschnittenen - Musikhandy etwas abgewinnen zu können, noch dazu wenn es in der Modefarbe Orange kommt.

Doch die Kombination aus orange-metallic und weiß lässt Sony Ericssons W800, wenn man es dann in Händen hält, erstaunlich wenig knallig erscheinen. Es ist durchaus elegant und passt - wie mir Modeversiertere erklärt haben - auch gut zu aktueller Kleidung.

Das W800 liegt jedenfalls perfekt in der Hand und verzichtet auf unnötige Gehäuse-Spielereien. Einzig die Menüs sind animiert - anders als auf anderen Sony Ericsson Modellen, die an dieser Stelle getestet wurden, laufen die Animationen aber flüssig ab und bremsen den User nicht mehr aus. Damit erhält selbst jemand, der die Musikfunktion nicht benötigt, ein sehr brauchbares Handy.

Für ein "Walkman"-Handy ist der mitgelieferte 512 MB MemoryStick sehr mager. Wer wirklich unterwegs Musik hört, wird noch einen größeren MemoryStick dazurechnen müssen. Die Ohrstöpsel passen hingegen zum hochwertigen Eindruck des Handys. Die Steuerung der Musikwiedergabe ist dank eigener Tasten für Play/Pause und Lautstärke recht bedienungsfreundlich - für einen Musikplayer im Handy, reine MP3-Player sind natürlich immer noch einfacher. Die Klangqualität kann durchaus mit gehobenen MP3-Playern mithalten - HiFi bietet ja ohnehin kein tragbarer Player.

An der weißen Rückseite befindet sich die obligatorische, wenngleich unnütze Kameralinse. Die Zweimegapixel-Fotos taugen bei viel Licht zumindest als bildliche Gedächtnisstütze. Bei Dunkelheit bemühen sich zwei starke LEDs als Blitzersatz - allerdings vergeblich. Fotos einer Party taugen zum Quiz: Die Personen werden unkenntlich gemacht. Dass man die LEDs auch als brauchbare Taschenlampe einsetzen kann, hat da im Alltag schon höheren Praxiswert.

Das Projekt Walkman ins Handy zu integrieren, ist insgesamt gelungen, nur am Speicher wurde wieder mal gespart. Das größte Lob aber fürs W800: Selbst wenn man nie damit Musikhören will, ist es eine sehr interessante Wahl. Man erhält ein hochwertiges, elegantes und gut in der Hand liegendes Handy. Und eines in Modefarbe noch dazu - sagte man mir jedenfalls.

www.sonyericsson.com

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