Dominik Troger
Magirus zählt mit über 500 Mitarbeitern in Europa und im Mittleren Osten bei rund 580 Mio. Euro Jahresumsatz zu den führenden, europäischen Value Add Distributoren im Bereich IT-Infrastruktur. Im Mittelpunkt stehen hochwertige Server-und Storagesysteme sowie Netzwerkprodukte.
Bereits in der Vergangenheit hat das Unternehmen "Mehrwert" groß geschrieben. Neben dem klassischen Distributionsgeschäft hatte man immer ein Auge auf den Bereich Service & Dienstleistungen. Neu ist die Entwicklung eines dritten Standbeins, das, so Christoph Kranzler, Know-how, Consulting und Projektmanagement bereitstellt.
"Viele Systemhäuser, die im SMB-Markt agieren, suchen Partner, die neben der Produktlogistik auch Dienstleistungen aus einer Hand anbieten können", erläutert Christoph Kranzler. "Hier kann es sich um Schulungsangebote handeln, um Implementierungsleistungen vor Ort oder komplette Projektabwicklungen." Das Angebot von Magirus ist ergänzend zu den Leistungen der Vertriebspartner zu verstehen und soll jedem Partner die Möglichkeit geben, seinem Kunden ein komplettes Angebot von Hardware, Software und Dienstleistungen zu unterbreiten.
Magirus Austria ist damit in der Lage, gemeinsam mit den Business Partnern als Generalunternehmer komplexe Projekte in Themenbereichen wie Infrastruktur und Storage abzuwickeln. Das professionelle Dienstleistungsportfolio soll den Vertriebspartnern helfen, gegenüber den Endkunden als gesamtverantwortlicher Partner aufzutreten und sich als kompetenter Gesamt-Lösungsanbieter zu positionieren.
Dadurch erfolgt eine klare Abgrenzung zu großvolumigen Distributoren, mit denen man nicht in Mitbewerb treten möchten. "Wir haben damit ein komplementäres Angebot für unsere Partner", so Kranzler, "denen wir mit Know-how zur Seite stehen und auch die Abwicklung von komplexen Projekten ermöglichen. Außerdem gibt es Bedarf von Seiten der Kunden, denn die wünschen sich einen Ansprechpartner und die bestmögliche Lösung ihrer Probleme."
Themenführerschaft
Diese Strategie eröffnet zugleich die Chance, in bestimmten Segmenten Themenführerschaft zu erlangen. Kranzler nennt hier vor allem Storage und ILM (Information Lifecycle Management) sowie Server-Virtualisierung.
"VMware ist derzeit der große Renner", freut sich Kranzler und weist zugleich auf das spezielle Schulungsangebot von Magirus hin. Man ist seit über einem Jahr VMware Authorized Consultant Partner und führt in Sachen VMware auch Endkundentrainings durch. In Sachen Storage sieht Kranzler das Virtualisierungsthema erst im Kommen, "aber hier haben wir mit den Produkten von DataCore auch ein heißes Eisen im Feuer."
Im Bereich ILM hat Magirus den Vorteil, sowohl Storage-Produkte von EMC als auch Legato Softwarelösungen zu vertreiben. Durch die Übernahme des skandinavischen Value Add Distributors Exello, einem großen Legato Dienstleister, hat sich das Unternehmen in diesem Bereich weiter verstärkt.
"Unser Ziel ist es, immer wieder neue, interessante Produkte auf dem europäischen Markt verfügbar zu machen, die unser Angebotsspektrum sinnvoll ergänzen. Dazu werden dann entsprechende Dienstleistungen, Services und Know-how angeboten", erläutert Kranzler. Jüngstes Beispiel ist ein strategisches europaweit geltendes Abkommen zum Vertrieb der Disaster-Recovery Lösung Cristie Bare Machine Recovery (CBMR). CBMR ist eine sehr flexible, weitestgehend hardware-unabhängige Lösung. Selbst eine Wiederherstellung auf einen virtuellen Server (VMware) ist möglich.





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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 