Roland Kempf
ILM ist ein Konzept aus Technologien und Prozessen, mit dem Unternehmensinformationen über den gesamten Lebenszyklus hinweg gemäß ihrem Wert verwaltet werden - zu möglichst geringen Kosten. Der Erfolg eines ILM-Konzepts steht und fällt mit einer effizienten und automatisierten Verwaltung des Datenlebens von der ersten Speicherung, über Datensicherung inklusive Recovery, Replikation, Hierarchisches Storage Management (HSM), Archivierung und Storage Resource Management bis zum Löschen des Datensatzes. Dabei hat sich gezeigt, dass hierarchische Speicherstrategien das notwendige Kosten/Nutzen-Verhältnis der zu sichernden Daten garantieren. Das undifferenzierte Wegspeichern auf ein einziges Speichersystem würde der unterschiedlichen Wertigkeit von Daten nicht gerecht und wäre gerade in datenintensiven Branchen mit immensen Kosten verbunden und daher wirtschaftlich nicht tragbar.
Datenverwaltung im Sinne einer ILM-Strategie bedeutet daher, dass alle Daten nach vereinbarten Richtlinien zu bestimmten Zeitpunkten an einem mehr oder weniger kostspieligen Ort online oder offline zur Verfügung stehen. Dadurch teilt sich die Speicherinfrastruktur in verschiedene Ebenen: Heute gibt es mindestens drei Hierarchien, den Primär- bzw. teuren Onlinespeicher, den kostengünstigeren Sekundär- oder Nearlinespeicher und den Tertiärspeicher für die Langzeitarchivierung. Generell gilt: Je automatisierter die Datenbewegung zwischen den Speicherebenen in heterogenen Umgebungen erfolgt, desto wirksamer greift ILM.
Wichtige ILM- Komponenten
Zentrale Datenmanagement-Komponenten für ein ILM sind Backup und Disaster Recovery, Replikation, Hierarchisches Storage Management, Archivierung und Storage Resource Management. All diese Funktionen spielen eine besondere Rolle bei der Verwaltung eines Datenlebens. Damit Unternehmen ILM-Vorteile voll ausschöpfen können, verbindet die ideale Lösung diese unterschiedlichen Komponenten zu einem einheitlichen Konzept. Durch die Integration von Datenbewegungstools (Backup und Restore, Archivierung etc.) mit Management-Funktionen wie beispielsweise SRM- und SAN-Management lassen sich unterschiedliche Speichertechnologien, Software- und Hardwarelösungen als geschlossene Einheit verwalten. Datenzugriff und -verfügbarkeit können so richtlinienbasiert automatisiert werden. Diese durchgängige automatische Verwaltung und Überwachung der Dateninfrastruktur bildet die Plattform für die praktische Umsetzung der ILM-Strategie.
CommVaults ILM-Ansatz basiert
auf der Strategie des "Unified Data Management", die unterschiedliche Datenmanagementfunktionen
in eine Gesamtlösung integriert. Alle für ein ILM relevanten Aufgaben wie Backup
und Recovery, Archivierung, Replikation, HSM, SRM und Service Level Management
bauen auf einer gemeinsamen, automatisierten Technologie-Plattform auf und werden
von dieser aus gesteuert. Die integrierte Verwaltung der verschiedenen Datenmanagementfunktionen
vereinfacht die Bestimmung von unternehmensweiten Richtlinien, um Daten anhand
von bestimmten Klassifizierungen zu speichern. Die Datenverschiebung (Backup,
Archivierung, HSM etc.) zwischen den Stufen kann so automatisiert erfolgen.
Indem die Speichermedien einheitlich dargestellt werden und alle Funktionen
über eine Plattform unter Verwendung einer gemeinsamen Metadaten-Datenbank übergreifend
arbeiten, lässt sich die Speicherinfrastruktur überwachen und es können Kosten
gesenkt werden - ganz im Sinne eines effizienten ILM.
www.commvault.com





1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. 