Gerd Holl
Entscheidende Vorteile sind die damit ermöglichte besonders kompakte Baugröße und ein niedrigeres Betriebsgeräusch. Ein weiterer konzeptioneller Vorteil: Durch ihre geringe Hitzeentwicklung haben Leuchtdioden eine im Vergleich zu klassischen Projektorlampen extrem lange Lebensdauer. Beim LED-Projektor entfällt der Lampenwechsel, der bei Geräten mit konventioneller Lichttechnik nach zwei bis drei Tausend Betriebsstunden ansteht. Die Kosten für eine konventionelle Ersatzlampe, die je nach Gerät bei 200 bis 400 Euro liegen, werden eingespart.
Die LED-Technik macht aber auch den Einsatz eines surrenden Farbrades überflüssig: Ein mit verschiedenfarbigen Leuchtdioden bestücktes Panel dient nicht nur als Lichtquelle, sondern sorgt auch für die Farbgebung. Der LED-Projektor mischt sämtliche Farbtöne und Nuancen aus den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau, kann jedoch einen wesentlich größeren Farbraum darstellen als herkömmliche Projektoren. Darüber hinaus ist der LED-Projektor dank energiesparender Arbeitsweise und leistungsstarkem Akku überall und jederzeit einsatzbereit - unabhängig vom Stromnetz. Im mobilen Einsatz ist der von Toshiba vorgestellte LED-Projektor ist kompakter als konventionelle Projektoren und so leicht, dass er sich problemlos transportieren lässt. Die kompakte Baugröße ist möglich, da unter anderem Bauteile und Platzbedarf für die Kühlung sowie die Lampe entfallen.
Geeignet ist der LED-Projektor gleichermaßen für den Business-Einsatz als auch für Multimedia-Entertainment. Urlaubsfotos, Filme oder Multimedia-Inhalte lassen sich per Video-Schnittstelle (RCA) einlesen und in Qualität an die Wand projizieren. In Kombination mit einem tragbaren DVD-Player steht ein mobiles Heimkino bereit. Als Datenquelle kann auch ein USB-Speicherstick eingesetzt werden, von dem der Projektor Bild- und Videodaten einliest.
Mit dem ständig expandierenden Markt der mobilen Unterhaltungselektronik und den neuen technischen Möglichkeiten wachsen auch die Einsatzmöglichkeiten mobiler digitaler Projektion. Der Einzug des LED-Konzepts in die Projektorentechnik ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Mobilität und Benutzerfreundlichkeit.




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Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 