"In fast allen Unternehmen finden wir die gleiche Situation. Im Lauf der Zeit werden für verschiedene operative Einsatzbereiche spezifische EDV-Systeme zugekauft oder entwickelt. Diese Systeme stehen nebeneinander, ihre Daten sind nur bedingt vernetzt", erklärt Confirm-Geschäftsführer Norbert Kainc.
Die einzelnen Insellösungen sind dabei hochkomplexe Systeme, die sich aber immer nur auf einen bestimmten operativen Sektor des Tagesgeschäfts - beispielsweise Kassa, Bestellwesen oder Lager - konzentrieren. "Die mangelnde Konsolidierbarkeit dieser Daten kostet die Unternehmen unglaublich viel Geld. Mit einer unternehmensspezifischen Analyseplattform holen sie sich dieses Geld wieder zurück", so Kainc.
Für die Unternehmenssteuerung benötigt das Management analysierbare Informationen, die aus unterschiedlichen Teilsegmenten dieser Insellösungen zusammengeführt werden müssen. Eine Möglichkeit, diese Analysedaten zu erfassen, wäre, alle Einzellösungen miteinander zu verknüpfen und so die Informationen zu generieren. "Ein solches Vorgehen ist schon bei kleineren Unternehmen problematisch und mit großem Zeitaufwand verbunden", so Kainc. "In großen, komplexen Systemlandschaften mit mehreren Quellsystemen, die Millionen Daten binnen Minuten verarbeiten, wäre eine solche Abfrage aus Performance- und Komplexitätsgründen so gut wie unmöglich."
Deshalb geht Confirm einen ganz anderen Weg, den der Analyse-Plattform: Zunächst werden die Steuerkreise im Unternehmen untersucht. Welche Kennzahlen werden schon bisher für Entscheidungen herangezogen? Welche betriebswirtschaftlichen Analysedaten werden darüber hinaus benötigt, um das Unternehmen optimal steuern zu können? Auf Grundlage dieser Bedarfserhebung wird ein System entwickelt, das die steuerungsrelevanten Unternehmensdaten aus den verschiedenen Insellösungen extrahiert und in eine übergeordnete Analyseplattform einfließen lässt. (Diese Plattform wird völlig herstellerunabhängig konzipiert und so weit wie möglich mit Software realisiert, die im Unternehmen bereits vorhanden ist.)
Startet das Management nun eine Analyse, wird nur noch auf diese Plattform zugegriffen. Die darunter liegenden Inselsysteme bleiben unangetastet. Damit gelingt eine Entkoppelung der operativen IT-Systeme des Tagesgeschäfts von der analytischen Plattform zur Unternehmenssteuerung. "Die Analyseplattform selbst wird laufend mit den relevanten Daten aus dem operativen Tagesgeschäft gespeist", erklärt Kainc. "Das kann in Echtzeit erfolgen oder zu einem bestimmten Zeitpunkt während der Nacht - je nach Branche und Aktualitätsbedarf."
Dem Management stehen damit alle für die Entscheidungsfindung wichtigen Daten zur Verfügung - genau in der Form, wie sie unternehmensspezifisch auch gebraucht werden. "Und das rechnet sich", betont Arno Fortmann, zweiter Geschäftsführer von Confirm: "Wenn ich die Investitionen in eine Analyseplattform den damit erzielten Einsparungen gegenüberstelle, lässt sich der Mehrwert für das Unternehmen in Zahlen klar darstellen. Bei Unternehmen ab 100 Beschäftigten sind die Systemlandschaften bereits so komplex, dass Analyseplattformen, wie wir sie anbieten, wirtschaftlich Nutzen bringen."



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8/2011
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Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 