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Strategien

Firmen-Porträt

Solutions Factory punktet mit integrierten Branchenlösungen

Die österreichische Solutions Factory hat sich als MBS Axapta-Partner unter anderem auf Branchenlösungen für Verpackungshersteller und Anlagenbauer spezialisiert. Mit einem umfassenden Beratungs- und Lösungsportfolio konnte das junge Unternehmen sogar SAP-Vorzeigekunden wie Mondi Packaging und die Haas-Gruppe von Axapta überzeugen.

Alexander Hackl

Wenn Manuel Möser über die Vorzüge von Axapta spricht, dann würde er das landläufig gängigste Argument am liebsten aussparen - die Gesamtkosten. Denn dass man günstiger ist als der Mitbewerb, ist für den Geschäftsführer der Solutions Factory (SF) zwar kein unwichtiger Punkt, aber längst nicht mehr der entscheidende. "Bis jetzt war der Axapta-Markt sehr kostenorientiert. Doch wir sollten endlich wegkommen von der Preisdiskussion. Die SF punktet bei den Kunden vor allem mit Qualität und Branchenkompetenz", weiß Möser.

Der heute 34-jährige Jungunternehmer war als SAP/R3 Berater sowie als IT- und Prozessberater bei Cap Gemini Ernst & Young tätig, bevor er 2001 mit 3 Kollegen die "Management Factory" als zunächst herstellerunabhängiges Consulting-Unternehmen gründete. Es bestand aber von Anfang an eine Entwicklungspartnerschaft mit Microsoft. "Schließlich haben wir uns auf Axapta spezialisiert und 2003 die Solutions Factory gegründet", erzählt Möser. Als zertifizierter MBS-Partner beschäftigt das Unternehmen mittlerweile 15 Prozessberater und Entwickler. "Bis Jahresende wollen wir auf 18 Leute ausbauen und unser Umsatzwachstum von jährlich 50 Prozent zumindest beibehalten", umreißt Möser die kurzfristigen Ziele. Die Erfolgsstory der SF wurde heuer auch beim Constantinus-Award für Beratungs- und IT-Leistungen gewürdigt. Im Bereich Jungunternehmen belegte man Platz 3.

Hauptkonkurrent SAP

Axapta - technologisches Flaggschiff der Microsoft Business Solutions (MBS) - ist das zentrale Produkt im Lösungsportfolio der SF. Die durchgängig objektorientierte und auf Layertechnologie basierende ERP-Software ist als Lösung für mittelständische Industrieunternehmen konzipiert, setzt sich aber auch zunehmend bei großen Konzernen als Second-Tier-Lösung für kleine und mittlere Werke durch. Hauptkonkurrent in diesem Segment ist SAP. "Die wollen von oben nach unten, Axapta von unten nach oben", beschreibt Möser die Marktsituation. Weltweit gibt es rund 6000 Axapta-Kunden, in Österreich sind es 180.

Axapta 3.0 hat alle klassischen ERP-Funktionalitäten bei voller MS Office Integration. Darüber hinaus bietet die Software Webintegration über das Axapta Enterprise Portal und ein XML-basiertes Commerce Gateway. Einen entscheidenden Vorteil sieht Möser in der einfachen Bedienbarkeit der Software und der daraus resultierenden kurzen Einführungsphase: "Der Schulungsaufwand ist gering, die User-Akzeptanz hoch. In der Regel ist Axapta schon nach wenigen Monaten produktiv."

Branchenkompetenz und Internationalität

Kernkompetenz der SF ist die Abbildung von komplexen logistischen Abläufen sowie von Anforderungen der Produktionsplanung und -Steuerung (PPS) in die ERP-Lösung Axapta. Mit flexiblen Branchenprogrammen ist es sogar gelungen, in bisherige SAP-Domänen vorzustoßen. Ein großer Wurf gelang der SF bei Mondi Packaging. Nach einem erfolgreichen Rollout in einem ungarischen Werk der Industriesäcke-Division, änderte der weltweite Marktführer seine ERP-Strategie. "SAP für die großen Werke, Axapta für die kleineren und die neuen", lautet nun die Devise. Dieses Jahr folgten Rollouts im Oman und den USA. Den Bereich ‚Flexible Verpackungen' wird die Mondi-Gruppe komplett auf Axapta umstellen. "Die SF ist zwar noch nicht so bekannt, aber wir punkten mit unseren Referenzen", freut sich Möser. So konnte mit der Teich-Gruppe ein weiterer international tätiger Kunde in der Verpackungsbranche gewonnen werden.

Ein anderes Kompetenzfeld hat sich die Solutions Factory mit der von Microsoft zertifizierten Branchenlösung "Projektmanagement für Anlagenbauer" erschlossen. Ein Branchenmodul des deutschen Partners Account GmbH ermöglicht dabei einen flexiblen Übergang von der Planung zur Projektdurchführung. Dazu Möser: "Zwischen Angebots- und Projektstruktur gibt es oft eine große Kluft. Die große Schwäche von SAP-Lösungen ist, dass sich diese unterschiedlichen Strukturen nicht flexibel trennen lassen." Kunden wie IWKA Regler und Kompensatoren hat die Lösung der Solutions Factory überzeugt.

Seit kurzem ist die Solutions Factory auch Teil der AxPact World Alliance. Der weltweite Zusammenschluss der besten Axapta-Partner hat das Ziel, internationale Projekte zu realisieren und eine flächendeckende regionale Betreuung zu gewährleisten. Die SF macht schon jetzt mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes im Ausland.

www.sf.ag

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