BARC-Analyst und MONITOR-Autor Patrick Keller gibt in seinem Beitrag ab S. 16 einen profunden Überblick über die Anforderungen auf dem Weg zur richtigen Software-Auswahl für eine passende BI/CRM-Lösung. Er unterscheidet dabei ganz grundsätzlich zwischen "Best of breed"-Produkten (Bestes Produkt für einen bestimmten Anwendungsfall) und sogenannten "Produktsuiten", die eher als End-to-End-Lösungen eingesetzt werden und häufig in einzelnen Anforderungsklassen eingeschränkte Funktionen und Leistungsspektren bereitstellen. Jedes größere Software-Auswahlprojekt bewegt sich ja in einem Spannungsfeld zwischen strategischer Ausrichtung auf ausgewählte Lieferanten, Projektkosten und Produktfunktionen beziehungsweise Projektanforderungen an die zu wählende Lösung. Für eine sinnvolle Positionierung der Anbieter empfiehlt Keller eine Trennung in Lieferanten von Infrastrukturlösungen (Backend, Datenmanagement) und Frontend-zentrierte Anbieter. Dies auch vor dem Hintergrund, dass bislang nur sehr wenige BI-Hersteller ein wirklich vollständiges Portfolio anbieten können.
Grundlagen und Vorausblick
Wer sich tiefer in den Aufbau und die grundlegenden technischen Anforderungen einer BI-Lösung vertiefen will, der sei auf den Text unseres Autoren-Ehepaares Ilse und Rudolf Wolf verwiesen. Der Begriff BI ist nämlich eine begriffliche Klammer für ein breites Spektrum von Anwendungen und Technologien zur entscheidungsorientierten Sammlung, Aufbereitung und Darstellung geschäftsrelevanter Informationen. Es bezeichnet den analytischen Prozess, der Unternehmens- und Wettbewerbsdaten in handlungsgerichtetes Wissen transformiert. Daher besteht die klassische BI-Plattform auch in der Regel aus mehreren integrierten Komponenten vom Data Warehouse bis zum BI-Frontend. Lesen Sie den gesamten Grundlagen-Text ab S. 20.
Exklusiv bietet MONITOR ab S. 32 einen Vorausblick auf Microsoft CRM 3.0. Die neue Version soll schon im 1. Quartal 2006 in Deutsch verfügbar sein. Die CRM-Suite wurde umfassend überarbeitet und für neue Anwendungsbereiche fit gemacht. So stehen nun weitreichende Werkzeuge für Marketing, Vertrieb und Service unter einer einheitlichen Benutzeroberfläche zur Verfügung. Das Unternehmen holte sich Input von Marketingmanagern, Vertriebs- und Servicespezialisten, um die Software möglichst praxisnah und anwenderfreundlich auszugestalten.
Serie NetWeaver
Um den vielen Diskussionen und Vermutungen rund um SAPs NetWeaver auf den Grund zu gehen, starten wir in dieser Ausgabe eine Serie zum Thema. MONITOR-Autor Andreas Roesler-Schmidt - seit Jahren mit SAP gut vertraut - hat dazu viele Gespräche geführt und Studien durchleuchtet.
Dabei kam es ihm manchmal so vor, als gäbe es zwei ERP-Welten: Die Marketing-Welt von SAP und die ihrer Kunden. Für den ersten Teil der Serie führte unser Autor unter anderem ein mehrstündiges Gespräch mit Peter Färbinger, dem Gründer und Herausgeber des unabhängigen ERP-Fachmagazins E-3, das sich an die deutschsprachige SAP-Szene richtet. Und dabei wurde deutlich, dass ein Blick in die Vergangenheit wichtig ist: "Die strategische Zielrichtung von SAP war bereits damals die Integration. Sie wollten ein integriertes System liefern, das ohne Schnittstellen-Problematik rund läuft und in dem die Daten konsolidiert sind", erzählt Färbinger aus den Anfangstagen. Begeben Sie sich mit MONITOR ab S. 49 auf die Suche nach der Geschichte und den Hintergründen des NetWeaver.
E-Schrott und Datenspeicherung
Neue EU-Richtlinien bewegen regelmäßig die Gemüter: Diesmal sowohl zur Entsorgung von Elektronik-Altlasten wie zur Datenspeicherung. Die Umweltlasten durch den zunehmenden Elektro- und Elektronikschrott sind ein Sorgenkind. Gesetzliche Vorgaben auf EU-Ebene erfordern länderübergreifende Strategien, jedoch gestaltet sich die Umsetzung auch in Österreich als schwierig. MONITOR-Autor Lothar Lochmaier hat ab S. 62 recherchiert, was sich zum Thema hierzulande so alles tut. Die Zielmarke liegt jedenfalls hoch: Jährlich rund 33.000 Tonnen Altgeräte vom Rasierer bis zur Waschmaschine sollen wiederverwertet werden. Allerdings macht sich auf breiter Front bereits eine Welle der Ernüchterung breit. Massiven Protest gegen den EU-Vorschlag der Datenspeicherung ortet MONITOR-Autorin Christine Wahlmüller in ihrem Beitrag ab S. 56. Sowohl die ISPA (Verband der Internet Service Provider) als auch die Vertretungen in der Wirtschaftskammer und die betroffenen Unternehmen protestieren und lehnen den Entwurf ab. Weder die technischen Umsetzung noch die wirtschaftliche Zumutbarkeit sei dabei berücksichtig worden, so die Hauptkritikpunkte.
Eine interessante und anregende Lektüre in diesem an Themen reichen Herbst wünscht Ihnen Ihr
Rüdiger Maier




7/2011
6/2011
5/2011


Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 