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Thema: Internet für KMU

Interview mit Edmund Haberbusch, Telekom Austria

Fix und mobil

Telekom Austria sieht bei Unternehmen keinen Trend zur reinen WLAN-Ausstattung, meist werden Hybrid-Lösungen bevorzugt. Aber auch an Angeboten für WIMAX wird bereits gearbeitet, erzählt im MONITOR-Gespräch Edmund Haberbusch, Leiter Produktmanagement für Klein- und Mittelbetriebe.

Rüdiger Maier

"Wir unterscheiden bei unseren Business-Angeboten grundsätzlich nicht zwischen Groß- und Kleinunternehmen", so Haberbusch einleitend. Das Votum für hybride Ansätze ergibt sich aus der einfachen Tatsache, dass bereits vorhandene Kabelnetze natürlich weiter genutzt werden.

So hat sich etwa das Elektrohandelsunternehmen Cosmos kürzlich für eine hybride, flexible "IP Voice Services"-Lösung des Anbieters entschieden. "Unsere Filial- und Abteilungsleiter sollen zum Beispiel über schnurlose Telefone überall im Haus erreichbar sein", erklärt Günther Bamberzky, IT-Leiter von Cosmos. "Wir wollen sie nicht jedes Mal über Lautsprecher ausrufen lassen." Da Cosmos bereits über das Hochleistungsnetzwerk LAN Interconnect Plus (LIC Plus) des Anbieters verfügte, war die bevorzugte Behandlung zeitkritischer Datenpakete (etwa durch Multiprotocol Label Switching (MPLS) bei der Sprachübertragung) möglich. "Durch die zentrale Administrierbarkeit werden die Filialen entlastet und langfristig ist es günstiger, firmenintern über Datenleitungen zu telefonieren", weiß Bamberzky.

Kabellos zu PC und Telefon

"Im Zuge der wachsenden Mobilität lassen sich über WLAN sowohl PCs und Laptops wie auch Telefone anbinden", erläutert Haberbusch. Die WLAN-Lösung bietet unzählige Möglichkeiten, mobile Geräte und Standgeräte "kabellos" in das Firmen-LAN einzubinden oder ein neues Firmennetzwerk über Funk aufzubauen. Neue Büroräume können damit ohne Kabelverlegung in das Netz integriert werden. Ebenso einfach greifen Außendienstmitarbeiter ohne Kabelverbindung auf das Firmennetzwerk zu. Die Anbindung erfolgt über eine Base Station oder einen Access Point (AP). Die mobilen Geräte benötigen eine WLAN-Funkkarte, Standgeräte eine USB-Schnittstelle. Ein dabei viel diskutierter Punkt ist die Sicherheit im WLAN. "Oft wird die Sicherheit vernachlässigt oder nicht laufend am letzten Stand gehalten", weiß Haberbusch aus Erfahrung. Aber nur die ständige Anpassung der Standards an neue Sicherheitslücken gibt die Gewähr für ungestörte Arbeit im WLAN. "Die Verantwortlichen in den Unternehmen sind aufgerufen, diesem Aspekt regelmäßige Aufmerksamkeit zu schenken!" Der Anfälligkeit für Störungen - etwa durch Frequenzüberlappungen im eng verbauten Gebiet - soll durch verstärkte Frequenzkoordination begegnet werden. "Oft ist es gar nicht leicht, einen Störer zu finden", weiß der Telekom-Experte.

WIMAX bietet neue Möglichkeiten

Einen Schritt in ganz neue Märkte wird die WIMAX-Technologie erlauben, die kabellose Übertragungen theoretisch bis zu 50 km möglich macht. "Diese Technologie ist nicht kostenlos, aber billiger als UMTS/GPRS", lässt sich Haberbusch in die Karten schauen. Derzeit evaluiere man die Lieferanten für den Aufbau eines WIMAX-Netzes. "Wir wollen keine zu großen Zellen bauen, um so hohe Übertragungsraten von 30-50 Mbit möglich zu machen." Bei WIMAX wird den Kunden der Dienst garantiert, da die Frequenzbänder ersteigert wurden und genau geordnet sind. "Wir haben in allen urbanen Gebieten, außer in Vorarlberg, WIMAX-Frequenzen, für die wir genaue "Service Level Agreements" garantieren können", ist Haberbusch stolz.

Auch der Online-Breitband-Zugang mittel ADSL wird von den KMUs zunehmend akzeptiert. "Früher war ADSL für KMUs oft zu teuer und zu aufwändig, das wandelt sich aber nun rasant", so der Experte. Mit "Business Access XDSL" bietet das Unternehmen an, die genau passende Zugangsgeschwindigkeit zu wählen. Mit diesen Breitbandlösungen können KMUs dem Wunsch nach höherer Produktivität durch schnellere Datenverbindungen gerecht werden. In Kombination mit einem eigenen Online-Shop bieten sich darüber hinaus neue Geschäftsmöglichkeiten. "Gekoppelt mit IP-Telefonie ermöglicht so ein Shop, neue Zielgruppen anzusprechen", weiß Haberbusch. Nicht zuletzt wurde kürzlich auch die erste Micropayment-Lösung durch das Unternehmen realisiert. "Damit schließen wir für die Unternehmen den Kreis vom Online-Angebot bis hin zur Online-Bezahlung."

www.telekom.at

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Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

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