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Strategien

Studie

Dynamischer IT-Einsatz fördert Geschäftsentwicklung

Je höher der Stellenwert der IT und je größer die Bereitschaft zur Einführung neuer Technologien, desto stärker steigt der Umsatz - ergab eine Studie des Marktforschungsinstitutes TNS.

Der Einsatz von Informationstechnologien in Unternehmen steht in unmittelbarem Zusammenhang mit deren Finanzstärke. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die TNS im Auftrag von Juniper Networks durchgeführt hat. Demnach sind die Firmen mit der erfolgreichsten Geschäftsentwicklung auch jene, die der IT die größte Bedeutung zuweisen und mit der höchsten Wahrscheinlichkeit bereit sind, neue Technologien zu übernehmen. Dies gilt für Unternehmen aller Größenordnungen.

Zudem lassen sich solche "dynamischen Vorreiter" auch über alle untersuchten Märkte und Branchen hinweg eindeutig identifizieren. Die Studie beruht auf einer Befragung von 560 Firmen in Nordamerika, Europa und Asien mit einem Jahresumsatz von mindestens 100 Millionen US-Dollar.

Rund 25 Prozent der Unternehmen, die sich an der Untersuchung beteiligt haben, entfallen in die Kategorie der dynamischen Vorreiter. Die Angaben dieser Unternehmen folgen jeweils einem sehr einheitlichen Muster: In diesen Firmen gilt die IT als strategisch bedeutsames Instrument und Anlagevermögen, das dazu dient, die Geschäftstätigkeit weiter zu entwickeln und Wettbewerbsvorteile zu aktivieren. Gleichzeitig können die dynamischen Vorreiter auf ein Umsatzwachstum verweisen, das durchschnittlich 30 Prozent über dem der anderen Studienteilnehmer liegt.

Die Strukturmerkmale dieser Klasse von Unternehmen im Überblick:

  • Informationstechnologien sind zentral in den jeweiligen Geschäftsmodellen verankert: Dynamische Vorreiter erkennen, dass ihr Erfolg in hohem Maße von Echtzeittransaktionen und automatisierten Prozessen abhängt. Deshalb stellen sie auch extreme Anforderungen an die Performance ihrer IT. Die Toleranz gegenüber Systemausfällen, die länger als 30 Minuten dauern, ist bei ihnen um 30 Prozent geringer.
  • Der Fokus der dynamischen Vorreiter liegt auf der Steigerung der Produktivität und Prozesseffizienz. Informationstechnologien setzen sie als strategische Instrumente ein, um diese Ziele zu erreichen. So ist beispielsweise die Wahrscheinlichkeit, dass dynamische Vorreiter mobile Arbeitsplätze eingerichtet haben, um 30 Prozent höher. Bei der Auswahl von IT-Lösungen sind ihnen Produktivitätsgewinne wichtiger als Kosteneinsparungen.
  • Dynamische Vorreiter verfügen über mehr laufende IT-Projekte als die anderen befragten Unternehmen und nehmen auch neue Technologien schneller an. Das belegt insbesondere auch der Einsatz moderner Netzwerk-Lösungen. So verfügen dynamische Vorreiter mit 40 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit bereits über ein drahtloses LAN (Local Area Network). Der Anteil von Firmen mit IP-basierenden VPNs (Virtual Private Networks) für die standortübergreifende Kommunikation ist unter ihnen sogar anderthalb Mal so groß. Darüber hinaus setzen sie im Zentrum ihrer Netzwerke 40 Prozent häufiger schon auf MPLS-Technologien und ein entsprechendes Traffic-Management nach QoS-Prinzipien (Quality of Service). Das legt den Schluss nahe, dass dynamische Vorreiter die Strategie verfolgen, ihre Sprach- und Datenkommunikation über ein durchgängiges IP-Netz abzuwickeln.
  • Die Vorreiter verfolgen einen gleichermaßen strategischen wie dynamischen Ansatz für die Planung ihrer IT-Investitionen und die Auswahl der geeigneten Technologien. Beispielsweise ist unter ihnen die Wahrscheinlichkeit um 30 Prozent höher, dass sie bereits eine ganzheitliche Sicherheitsstrategie implementiert haben, anstatt entsprechende Lösungen nur nach und nach zu kombinieren. Da sich ihre Geschäftstätigkeit gleichzeitig jedoch anderthalb Mal so oft im Zuge von Expansionen, Fusionen und Akquisitionen verändert, sind sie auch in höherem Maße darauf angewiesen, dass ihre Sicherheitskonzepte die erforderliche Flexibilität bieten.
  • Auch beim Einsatz von Informationstechnologien als Mittel zur Einhaltung neuer Gesetzesregularien sind dynamische Vorreiter ihren Wettbewerbern voraus: Unter ihnen investieren 35 Prozent mehr Unternehmen in Dokumenten-Management-Systeme und 36 Prozent mehr Firmen in Glasfaser-SANs(Storage Area Networks).

www.tns-global-com
www.juniper.net

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MONITOR-Autoren
Dunja Koelwel

Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. ..mehr..

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