Austria Card hat sich auf Entwicklung und Herstellung von hochsicheren Chipkarten spezialisiert. Das High-Tech-Unternehmen, eine Tochter der österreichischen Nationalbank, ist auf dem österreichischen und EU-weiten Markt aktiv. Für die Mitarbeiter ist es deshalb unerlässlich, auch mobil jederzeit auf die aktuellsten Daten zugreifen zu können.
"Wir hatten zwar eine Lösung im Einsatz, aber eine Synchronisation war leider nur innerhalb des Unternehmens möglich. Weiters gab es immer wieder Anwendungsfehler und die User waren höchst unzufrieden", beschreibt DI Mario Ebner, EDV Leiter der Austria Card, die Ausgangssituation. Deshalb sollte in einem Projekt evaluiert werden, wie die unterschiedlichsten PDAs der mehr als 30 Benutzer am besten mit GroupWise 6.5 synchronisiert werden können. Austria Design wandte sich mit ihrem Anliegen an die Consultants von ITdesign, die aufgrund zahlreicher Vorprojekte mit dem kompletten Umfeld und den Anforderungen der Austria Card vertraut waren.
Ausgefeilten Testumgebung
Im ersten Schritt wurde ein Anforderungskatalog erstellt und eine userbezogene Testumgebung konzipiert. "Bei solchen Projekten ist es sehr wichtig, die Keyuser einzubeziehen", erläutert Michael Botek, Prokurist und Operations Manager bei IT Design, diese Vorgangsweise. "Der PDA oder das Smartphone sind sehr persönliche Werkzeuge, die sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Außerdem sind in einem Unternehmen meistens unterschiedliche Modelle mit unterschiedlichen Betriebssystemen im Einsatz. Der Sicherheitsaspekt spielt ebenfalls eine große Rolle."
Bei der Austria Card kamen fünf GroupWise Synchronisations-Produkte in die engere Auswahl, die über einen definierten Zeitraum von den betroffenen Usern getestet wurden. Die Verbindung dabei war cradle- beziehungsweise serverbasierend. Die Synchronisation der PDA-Geräte erfolgte über die Kommunikations-Station mit dem Client. Die Synchronisations-Software kommunizierte über Hostsync beziehungsweise Palmdesk direkt mit dem GroupWise Client auf dem jeweiligen PC. Bei der Server Based Lösung erfolgte die Verbindung einerseits über Host IP Sharing und andererseits über eine externe IP Verbindung (zum Beispiel GPRS). Aufgrund der Sicherheitsbestimmungen der Austria Card kam eine interne WirelessIP Verbindung nicht in Frage.
Bewertung nach Schulnotensystem
Zur Sicherstellung einer gleichwertigen Testumgebung für alle Produkte wurde eine einheitliche Vorgangsweise eingehalten. Der NetWare Server mit der GroupWise Installation konnte für alle Produkte verwendet werden. Pro Produkt wurden zwei Mailboxen angelegt. Beim Windows Client und Synchronisations-Server wurde nach den komplett durchgeführten Tests ein Image erstellt und eine Neuinstallation durchgeführt. Gegenübergestellt wurde dabei der komplette Funktionsumfang wie Termine, Alarme, Adressen, Notizen, E-Mails, Aufgaben/Jobs und Administration. Auch die persönlichen Eindrücke der User wurden in die Bewertung nach Schulnotensystem einbezogen.
"Nach Abschluss der Tests haben wir uns für zwei Produkte entschieden. Novell PDA Connect für die cradlebasierenden Arbeiten und Toffa Syncwise 2005 für die Synchronisation über dafür ausgewählte und selbst getestete Mobiltelefone", erläutert Walter Divoky, Projektleiter von Austria Card. "Es ist uns nun möglich, weltweit und rund um die Uhr über eine verschlüsselte Verbindung die aktuellsten Daten abzurufen."




1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 