Offenbar kommt im Consumer-Umfeld der Fotodruck in Mode. Den Anwendern genügt nicht mehr der inflationäre Klick auf den Auslöser der Digitalkamera: die "besten" Fotos möchte man wieder in der Hand halten können, herschenken und ins Album kleben. Marktforscher IDC erwartet deshalb einen weiteren, schnellen Anstieg des privaten Fotodruckaufkommens und geht von weltweit bis zu 69 Milliarden gedruckten Digitalfotos bis zum Jahr 2008 aus (geschätztes Volumen 2005: etwa 37 Milliarden). Damit ist Home-Printing der Bereich mit den größten Wachstumsraten im Druckermarkt. Dieser Trend hat einen nachhaltigen Einfluss auf die Art und Weise, wie Tintenstrahldrucker heutzutage eingesetzt werden und macht sich in Form neuer, aktueller Fotodruckfunktionen bemerkbar.
Fotoprints in Fotolaborqualität erfordern sowohl eine größere Zahl als auch eine geringere Größe der Tintentröpfchen im Vergleich zum Druck einfacher Textvorlagen. Eine präzisere Anordnung der Tröpfchen ist ebenfalls notwendig. Während Druckgeschwindigkeiten von 20 bis 30 Seiten pro Minute für Schwarzweiß-Textdokumente normal sind, haben DIN A4 Fotoprints in Laborqualität erst vor kurzem die Leistungsgrenze von 1 Seite pro Minute unterschritten. Canon hat sich deshalb einen neuen flachen "FINE"-Druckkopf einfallen lassen, der schneller druckt, und ein neues Tintensystem. Mit "ChromaLife100" möchte der Imaging-Spezialist Langzeitrekorde im Bereich Farbechtheit aufstellen. Das Bild im Fotoalbum soll nach 100 Jahren genauso frisch aussehen wie am ersten Tag.
Einstiegsmodelle Pixma iP1600 und iP2200
Mit den Modellen Pixma iP1600 und Pixma iP2200 präsentiert Canon zwei kompakte und preisgünstige Tintenstrahldrucker, die die Modelle iP1500 und iP2000 ablösen werden. Bis zu zwei Picoliter winzig sind die Tintentröpfchen, die mit bis zu 4.800 x 1.200 dpi zu Papier gebracht werden können. Die neuen Druckköpfe machen diese Modelle nicht nur kompakter, sondern auch noch flotter: In rund 70 Sekunden liegt beim iP1600 eine Postkarte in Fotoqualität auf den Tisch. Für verbesserte Farbstabilität der Ausdrucke sorgt das neue Canon System ChromaLife100. Die Drucker kosten 59,- beziehungsweise 79,- Euro.
Anspruchsvoller Fotodruck
Die Modelle Pixma iP4200, iP5200 und iP5200R drucken mit bis zu 9.600 x 2.400 dpi Auflösung und bis zu einem Picoliter feinen Tintentröpfchen. Der Pixma iP4200 druckt eine 10 mal 15 Zentimeter große Postkarte im Standardmodus für Fotoqualität in rund 51 Sekunden. Die flotteren "Brüder" iP5200 und iP5200R - letzterer mit WiFi-Zertifizierung für die kabellose Integration im Netzwerk - schaffen das in rund 36 Sekunden. Der Preis für den iP4200 liegt bei 129,- Euro, der Pixma iP5200 ist ab Oktober 2005 zum Preis von 179,- , die WiFi-Version iP5200R für 229,- Euro zu haben.
Display für Fotodirektdruck
Pixma iP6210D und Pixma iP6220D sind zwei neue Tintenstrahldrucker, die über LCD-Display für schnellen und komfortablen Fotodirektdruck ohne PC verfügen. Alle beide besitzen einen Speicherkartenslot und eine PictBridge-Schnittstelle, an der sich optional auch ein Bluetooth-Adapter anschließen lässt.
Das 6-Tintensystem sorgt für Druckqualität; die Geschwindigkeit für den Druck eines 10 x 15 cm Fotos im Standardmodus liegt bei rund 60 Sekunden. Für die Modelle wird ein Preis von 99,- beziehungsweise 149,- Euro angegeben. (Alle Preise unverbindliche Preisempfehlung inkl.MwSt.)




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Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 