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Editorial

Editorial September 2005

Mobile Vernetzungen

Moderne Unternehmen setzen auf Breitband und immer höhere Mobilität ihrer Mitarbeiter. Kein Wunder, dass der Telekommunikations-Markt weiter in heftiger Bewegung ist und Kunden sich ihre Wunschlösung aus einem breiten Angebot aussuchen können.

Rüdiger Maier

In unserem "Thema" haben wir uns für Sie genau angesehen, was sich im Bereich Telekom und Internet derzeit tut. MONITOR-Autorin Christine Wahlmüller vertiefte sich in den bewegten Mobilfunkmarkt und startet ihren Text ab S. 25 gleich mit DER Meldung des Sommers, der Übernahme von telering durch T-Mobile. Damit dürfte klar sein, dass zwei Großanbieter, mobilkom und T-Mobile, den Markt bestimmen werden. Während sich daraus ja auch ein Preisanstieg ableiten ließe, ist der allerdings am Markt für Klein- und Mittelbetriebe (KMU) nicht zu spüren. Hier kämpfen alle Anbieter um Kunden. Mobilität und mobile Datenübertragung sind dabei das Maß der Dinge.

Die Angebotspalette ist mittlerweile so groß und die Bedürfnisse der Unternehmen sind so unterschiedlich, dass man gut beraten ist, sich ein individuelles Angebot legen zu lassen. Als absolut empfehlenswert und kostensparend sieht unsere Autorin eine Voice VPN-Lösung mit adäquater Funktionalität. Stark nachgefragt werden im Moment laut Auskunft der Betreiber auch mobile Lösungen wie Datenkarten oder BlackBerrys, kombiniert mit maßgeschneiderten Spezialprodukten.

Höhere Bandbreiten wurden billiger

Heuer sind ADSL und Breitband-Internet gefragt wie nie zuvor. Von den 84 Prozent aller österreichischen Unternehmen, die Internet nutzen, haben mehr als die Hälfte Breitband-Internet in irgendeiner Form (Standleitung, ADSL, Kabel). Die Anbieter reagieren auf den immer mehr gesättigten Markt mit einer Vielzahl komplexer "Bündelprodukte".

Das hat natürlich zwei Seiten, findet Christine Wahlmüller in ihrem zweiten Text zum "Internetmarkt" ab S. 18. Negativ sind die schwer durchschaubaren Angebote, positiv die fallenden Preise. Den stärksten Zuwachs seit dem Vorjahr kann ADSL mit plus 9 Prozent auf 35 Prozent verzeichnen. Die Nutzung von Kabelmodem beziehungsweise TV-Kabel ist hingegen gleich geblieben. Zuwächse sind auch bei den sogenannten sekundären, aufbauenden Internetservices wie Website und E-Commerce zu verzeichnen. Fast jedes zweite Unternehmen - genau sind es 135.000 - hat bereits eine eigene Webpräsenz. Allerdings aktualisiert nur mehr jedes dritte Unternehmen den Internetauftritt monatlich, vor einem Jahr waren es immerhin noch fast 45 Prozent.

Gepresste E-Mails

Eine immer mehr genutzte Verbindung von Internet und Mobiltechnologie sind die sogenannten "Push"-E-Mail: Damit kommen Mails in Echtzeit auf Smartphones. MONITOR-Autor Andreas Roesler-Schmidt testet laufend Geräte für seine MONITOR-Tech Watch-Kolumne (siehe S. 74) und hat dabei entdeckt, dass es neben dem "Erfinder" BlackBerry eine Reihe von zum Teil leistungsfähigeren Alternativen für sofortige Mails gibt.

"BlackBerry" ist jedenfalls zum Lieblingswort der Mobilfunkprovider geworden, verspricht es doch Pauschal-Verträge in großen Stückzahlen. Inzwischen haben eine ganze Reihe von Handy-Herstellern diese Software lizenziert, so dass die Funktion auch in anderen Geräten verfügbar ist - zur Freude der Anwender, die nun andere Aufgaben mit diesen Geräten viel besser erledigen können. Die meisten Handys sind nämlich besser zum Telefonieren geeignet, die Kalender-Funktion kann sich mit richtigen PDAs nicht messen. Lesen Sie den ganzen Text unseres Test-Experten ab S. 32.

Web Services

Das MONITOR-Autoren-Ehepaar Ilse und Rudolf Wolf haben für unsere "Strategien" die neuesten Entwicklung bei Web Services unter die Lupe genommen. Web Services und XML bieten die Möglichkeit zur Entwicklung einer service-orientierten Architektur (SOA), die heute in aller Munde ist. Das grundlegend Neue liegt hier darin, dass ein Web Service von einem anderen Web Service aufgerufen werden und dessen Funktionen nutzen kann, als wäre es ein systeminternes Modul. Mit Web Services ist daher eine Integration unterschiedlichster Applikationen möglich. Die möglichen Funktionen oder Anwendungen, die mit Web Services erzeugt werden können, sind praktisch grenzenlos. Jede Funktion, die in einer portablen Applikation definiert werden kann, von einfachen Anfragen und Berechnungen bis hin zu komplexen Geschäftsprozessen, kann auch ein Web Service sein.

Voraussetzung für den Einsatz von Web Services ist eine SOA. Denn nur eine Architektur, die nicht länger Daten, sondern Dienste in den Mittelpunkt stellt, kann Anwendungen in Komponenten und damit in Dienste auflösen. Diese lassen sich dann über das Netzwerk bereitstellen. Jedoch nicht alle Anwendungen im Unternehmen eignen sich gleichermaßen für Web Services. Bringen Sie sich auf den letzten Stand bei Web Services ab S. 43.

Anforderungs-Management

Nachdem sich in den letzten Jahren Anforderungsmanagement zunehmend zu einer wichtigen Disziplin im Software-Engineering etablieren konnte, ist kürzlich eine deutschsprachige Studie erschienen, die die derzeit aktuellen Werkzeuge miteinander vergleicht. MONITOR-Autor Gerhard Versteegen ist Mitverfasser dieser Studie, die auf praktischen Erfahrungen und einem umfangreichen Evaluierungsbogen beruht. Den Schwerpunkt der Studie bildet die Darstellung der einzelnen Werkzeuge sowie der anhand von Funktionalitäten vorgenommene Toolvergleich. Holen Sie sich Tipps für die Anschaffung des richtigen Anforderungs-Management-Werzeugs ab S. 48.

Nach einer hoffentlich auch für Sie erholsamen Sommerpause wünscht Ihnen das MONITOR-Team eine interessante Lektüre und hofft, dass Sie auf 80 Seiten wieder wichtige Anregungen und Hilfestellungen für die Optimierung Ihrer IT-Landschaft erhalten. Einem erfolgreichen Start in den Herbst sollte damit nichts im Wege stehen, meint Ihr

Rüdiger Maier

 

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Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

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