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Thema

Software-Management

Effizienzsteigerung durch automatisiertes Software-Management

Marktdruck und Konsolidierungen zwingen Unternehmen auch weiterhin zum Sparen. Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Kostensenkung sind weiterhin die Herren der IT-Strategie.

Peter Brabec

Ausgefallene Systeme oder fehlerhafte Updates belasten nicht nur das ohnehin schon knappe IT-Budget, sondern haben neben dem Verlust der Reputation auch häufig beträchtliche Umsatzeinbußen zur Folge. Wie lässt sich Produktivität optimieren, Ressourcen schonen und trotzdem die Servicequalität steigern? Eine Antwort ist das automatisierte Software-Management.

Das sichere und schnelle Aufspielen von Anwendungen und Daten auf die Systeme senkt nicht nur die Kosten, sondern garantiert auch einen effizienten Betrieb. Die Schwierigkeit dabei: Windows, Linux und Unix in allen Ausprägungen arbeiten zunehmend in einer sehr heterogenen und komplexen Landschaft Hand in Hand. Die Anforderungen an die Softwareverteilung bei den einzelnen Betriebssystemen sind zwar grundsätzlich ähnlich, aber in der Umsetzung doch sehr unterschiedlich. Das erfordert den Einsatz einer plattformunabhängigen System-Management-Lösung, die das gesamte Netzwerk einheitlich und interoperabel administriert.

Um die hohe Verfügbarkeit der Anlage zu gewährleisten, ist es notwendig, den gesamten Lebenszyklus - von der Erstinstallation der Betriebsplattform und der Programme, über die Inbetriebnahme und Änderungen der Hard- und Software-Konfigurationen bis hin zur Deinstallation der Anwendungen sowie die vollständige Entsorgung der Komponenten - voll im Griff zu haben.

Ende der Turnschuhadministration

Die Stärke eines multiplattformfähigen Tools zeigt sich vor allem dann, wenn eine Software gleichzeitig an eine sehr große Anzahl von Rechnern in heterogenen IT-Umgebungen verteilt werden soll. Die Lösung wählt selbständig, die jeweils für das Zielgerät passende Version der zu implementierenden Software aus. Dazu muss lediglich definiert werden, für welche Betriebsplattform sie geeignet ist.

Um den Aufwand bei einem Release-Wechsel gering zu halten, erfolgt der Rollout durch das Zuweisen von Softwareprofilen zu individuell oder - in Abhängigkeit von Systemzuständen - dynamisch definierten Systemgruppen. Über einen Soll/Ist Abgleich werden automatisch alle notwendigen Aktionen ermittelt, um die Zielsysteme in ihre modellierte Soll-Konfiguration zu überführen.

Zur Revisionssicherheit werden alle Konfigurationsänderungen an Soft- und Hardware in der Configuration Management Database (CMDB) hinterlegt. Vor dem Ausführen eines neuen Jobs prüft das Tool, ob die Aktion überhaupt möglich, beziehungsweise zulässig ist. Das verhindert die mehrfache Installation ein- und derselben Anwendung sowie deren Aufspielen, ohne dass dafür die erforderlichen Voraussetzungen gegeben sind oder erfüllt werden können. Ist ein Profil für einen Arbeitsplatz einmal erstellt, steht es ohne weitere Änderungen für alle gleichartigen Arbeitsstationen zur Verfügung. Simulationsläufe vor der eigentlichen Distribution tragen dazu bei, das Risiko eines Installationsfehlers bei flächendeckenden Updates signifikant zu minimieren. Eine bewährte Strategie ist das Prinzip "1, 5, alle" - das heißt, zuerst wird z.B. eine Filiale mit der neuen Version versorgt, dann mehrere und schließlich das ganze Unternehmen. Das garantiert einen sicheren Rollout.

Schnelle Verfügbarkeit nach Systemabsturz

Nach einem Ausfall muss die IT-Anlage schnell wieder einsatzbereit sein. Hersteller wie die ASDIS Software AG (www.asdis.de) bieten mit dem Produktkonzept einer kaskadierbaren Serverstruktur wesentliche Vorteile: Die Ebenen unterhalb der Zentrale enthalten Zwischendepots in Form von dynamischen Caches, zum Beispiel für Länder, Regionen, Städte und Niederlassungen. Hier werden die zu installierenden Programmpakete dauerhaft gespeichert - zumindest bis zum nächsten Update. Nach einem Systemabsturz am Endgerät muss die Software nicht erneut den gesamten Weg zur Zentrale zurücklegen.

Das reduziert die Netzbelastung auf ein Minimum. Für Organisationen, die Niederlassungen im Ausland unterhalten, ist eine Distribution zur jeweiligen lokalen Zeit unerlässlich. Dazu sind Installationsfenster mit einer hohen zeitlichen Flexibilität sowie die Unterstützung von Netzen mit geringer Bandbreitensteuerung erforderlich.

Um einen Missbrauch der Systeme auszuschließen und damit die Sicherheit der sensiblen Unternehmensdaten zu gewährleisten, werden die Software-Pakete bei der Erstellung und Inventarisierung mit OpenSSL kryptographisch verschlüsselt. Die Zugriffsberechtigungen auf die einzelnen Komponenten werden in Benutzerprofilen individuell festgelegt und zentral verwaltet.

Zusammenfassung

Das automatisierte Software-Management sichert auch in heterogenen Netzwerken die hohe Verfügbarkeit der Systeme. Lösungen, die eine umfangreiche Kontrolle des kompletten IT-Lifecycles beinhalten und standardisierte Prozesse wie ITIL (IT Infrastructure Library) unterstützen, gewährleisten hohe Servicequalität, Wirtschaftlichkeit in der Instandhaltung und Kontinuität des Betriebes.

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Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

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