Andreas Roesler-Schmidt
Wie man Ideen in Geld verwandelt, ist wohl etwas, was jeder gerne wüsste. CSC meint, es zu wissen und lud zum Innovation Event "How to turn ideas into Money". "Das Umfeld ist die Globalisierung, Wissen ist global verfügbar", erläutert CSC Austria Vorstandsvorsitzender Manfred Prinz den Hintergrund der Überlegungen. "Die Frage lautet, wie wollen wir in Zukunft wirtschaften. Wir müssen weg von Commodity-Produkten. Was man in Westeuropa noch machen kann ist geprägt von Innovation und Neuheiten."
Während in den letzten Jahren jeder stolz war, in der IT Kosten sparen zu können ist IT nunmehr omnipräsent. "Es gibt keine Geschäftsprozesse, ohne dass IT fundamental beteiligt ist." Die Frage, wie man als Unternehmen Innovation schafft, schließt die Frage, wie IT dabei helfen kann, ein. "Das bringt CSC ins Spiel", meint Prinz.
CSC Innovationsexperte Howard Smith kritisiert, wie Innovation in den meisten Firmen passiert: "Es ist ein Zyklus, alle 8 Jahre hat man eine Idee. Danach geht es nur mehr darum Produkte billiger zu machen. Das funktioniert auf Dauer nicht." Die CSC-Definition von Innovation unterscheidet sich: "Es geht nicht um Ideen, Kreativität und Einfälle. Man kann Innovation zielstrebig verfolgen." Das Ziel ist es, Business Value aus den Ideen zu schaffen. "Das ist harte Arbeit und ein ständig weiterlaufender Prozess, dessen Erfolg gemessen werden muss."
Die Wissenschaft um Kreativität sei im Vergleich zu Six Sigma noch weitgehend unbekannt. Dabei ist inzwischen schon einigermaßen erforscht, wie Kreativität entsteht. CSC hat sich dabei den Methoden DFSS (Design for Six Sigma) und dem russischen TRIZ verschrieben, einer Methode zum systematischen Lösen von Innovationsproblemen.
Einige Unternehmen setzen TRIZ bereits erfolgreich ein. So hat Samsung mit der systematischen Erfindungsmethode erhebliche Fortschritte bei der Entwicklung neu aufrollbarer Displays erzielt und Ford seine Herstellungsprozesse verbessert. TRIZ basiert darauf, nützliche und negative Aspekte zu analysieren und gezielt die negativen Aspekte zu umgehen. Software, beispielsweise von Ideation, kann dabei unterstützen. "Die Software kann aber noch nicht alles, was die Methodologie kann", schränkt Smith ein. "Die Methodologie ist einfach noch voraus."



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Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 