Newsfeed abonnieren
Netz & Telekom

Kommentar von Conrad Gruber

REBOOT 7-2005

Der Wonnemonat Mai begann heuer für Computerbenützer mit einer bösen Überraschung: Der Sober-Virus war wieder unterwegs.

Ehrlich gesagt sollte es nicht passieren, dass man auf E-Mails mit dem Betreff "FwD: Glueckwunsch: Ihr WM-Ticket" oder "FwD: Ich bin's, was zum lachen" hereinfällt, die mit einer mysteriösen ZIP-Datei garniert sind. Offenbar wog doch bei einigen Unglücklichen die Neugier mehr als die eigentlich selbstverständliche Vorsicht vor solchen Zusendungen: DENN SIE ENTHALTEN MIT AN SICHERHEIT GRENZENDER WAHRSCHEINLICHKEIT COMPUTERVIREN!

Aus dem ZIP befreit, schraubt sich Sober.P in die Windows-Registry und entfaltet seine SMTP-Engine, was nichts anderes bedeutet, als dass er selbsttätig E-Mails aus dem Adressverzeichnis des befallenen Computers zu versenden beginnt. Erreicht dies eine bestimmte kritische Größe, können ganze Netzwerke lahm gelegt werden. Im konkreten Fall wurde das deutsche Organisationskomitee für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 durch Hunderttausende verseuchte E-Mails gleich über mehrere Tage handlungsunfähig gemacht.

Einer Tageszeitung war kürzlich zu entnehmen, dass nur jeder dritte (!) PC-Benutzer einen Virenschutz installiert hat. Wie unverantwortlich dies ist, braucht an dieser Stelle ja wohl nicht erwähnt werden, zumal es leistungsstarke Antivirusprogramme wie AntiVir oder McAfee Virusscan gratis zum Downloaden gibt. Die meisten Programme bieten auch eine automatische Aktualisierung der Virus-Datenbanken an, jenes vom russischen Security-Spezialisten Kaspersky Labs sogar stündlich.

Solange es Spaßvögel im Internet gibt, die mit ihrer Zeit offenbar nichts besseres anzufangen wissen, als heimtückische Virusprogramme zu entwerfen, gilt weiterhin allerhöchste Vorsicht. Gerade bei Unternehmen, die sich bisher nicht sehr viel um Security gekümmert haben: Versuchen Sie sich gerade in einem Produktionsbetrieb oder einer anderen zeitkritischen Herstellungs- oder Dienstleistungskette vorzustellen, was ein Netzwerkstillstand bedeuten würde. Da ist die eine oder andere Investition für Sicherheitssoftware wohl gut angelegt, oder etwa nicht?

 

weitersagen: drucken
REBOOT - Kommentar von Conrad Gruber

Kommentar von Conrad Gruber - Die Monatsrückschau auf den österreichischen IT-Markt.

maximize
Print-Archiv
Folgen Sie uns
Termine

14. Februar

AIRO Tower, 1010 Wien

Vmware KMU-Roadshow 2012

16. Februar

All seasons Hotel, 4020 Linz

Vmware KMU-Roadshow 2012

21. Februar

Hotel Salzburg West, 5073 Salzburg-Wals

Vmware KMU-Roadshow 2012

22. Februar

Hotel Grauer Bär, 6020 Innsbruck

Vmware KMU-Roadshow 2012

28. Februar

Hotel Mercure Graz Messe, 8010 Graz

Vmware KMU-Roadshow 2012

1. März

Wirtschaftskammer Österreich

E-Day 2012

6. März - 10. März

Hannover

CeBIT 2012

Leser empfehlen
MONITOR-Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

E-Mail:
Die von Ihnen angegebene E-Mail Adresse wird von MONITOR Online weder an Dritte weitergegeben noch zu anderen Zwecken verwendet.
MONITOR-Autoren
Dunja Koelwel

Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. ..mehr..

Die neuesten Artikel:

© Copyright 1983-2012 by MONITOR / Bohmann Druck und Verlag Gesellschaft m.b.H. & Co. KG (www.bohmann.at)

Add to Google  | Abo | Themenvorschau | Mediadaten | Inserate buchen | Kontakt | Impressum