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Netz & Telekom

Allied Telesyn

Neue Netzwerkösungen integrieren DSL und Ethernet

Allied Telesyn, Anbieter von End-to-End-Netzwerklösungen, präsentierte in Wien neue Lösungsstrategien und Produkte.

Adolf Hochhaltinger

Zu diesem Anlass hatte man Journalisten aus 17 Ländern Europas nach Wien geladen und präsentierte ihnen unter dem Motto "Use our solutions and make money!" (etwa: "Setze unsere Lösungen ein und mach damit Geld!") neue Ideen und neue Technik.

Damit will es das 1987 gegründete Unternehmen erreichen, neben seinem Hauptmarkt Japan in Hinkunft auch in Europa einen größeren Marktanteil zu erwirtschaften; werden doch bisher 61 % des gesamten Umsatzes noch immer in Japan realisiert, aber nur ca. 20 % in Europa. Als wichtige Zutat zu dieser Entwicklung nannte Executive Vice President Philip Yin "...eine andere Perspektive als andere Firmen".

TCP/IP und Gigabit-Ethernet

Dafür steht vor allem eine Vision im Mittelpunkt: Die Idee des Zusammenwachsens der verschiedenen Informationssysteme - Voice, Date und Video - zu einem einzelnen Datenstrom. Dann nach Ansicht von Rami Houbby, Business Development Director von Allied Telesyn wird es in Zukunft kaum mehr getrennte Anbieter von Kabel-TV, Sprachtelefonie oder Internet geben. Anstatt nur einen dieser Teilbereiche anzubieten, wird der wirtschaftlich denkende Provider der Zukunft seinen Kunden alle drei Bereiche anbieten.

Auch die Informationen für alle drei Bereiche werden in Zukunft auf identische Art und Weise transportiert werden: in digitaler Form via TPC/IP-Protokoll bzw. Gigabit-Ethernet über Glasfaser. Dem entsprechend hat man bei Allied Telesyn schon vor Jahren begonnen, die technische Ausrüstung für diese Anforderungen zu entwickeln und verfügt heute über ein ausgereiftes Produktportfolio.

Hoch performante Switches

Technische Basis für diese Zukunftslösungen ist die neue AT 9900-Familie von Multilayer Gigabit Ethernet Switches für IPv4 und IPv6. Sie sind speziell für die Übertragung von Multimedia-Applikationen (Sprache, Daten, Video) geeignet und bringen hohe Performance an das Netzwerk-Edge. Diese Switches ermöglichen im Core ein breites Layer 3 IPv4-Routing, QoS-Funktionalitäten, sowie platzsparendes Hardwaredesign inklusive dualer, interner Hot-Swap-Stromversorgung.

So ist beispielsweise der AT-9924T/4SP einer von wenigen Switches auf dem Markt, die schon heute hochperformantes Multicast-Routing unter IPv6 bieten - somit "ideal für Service Provider, die eine maximale Verfügbarkeit von Sprach-,Video-, und Daten- Diensten bei bester Qualität sicherstellen und zugleich die Service Level Agreements der Kunden verwalten wollen," meint dazu Helmut Kopf, Sales Director für Deutschland und die Schweiz.

"Triple Play"

Bei Allied Telesyn hat man auch schon eine markante Bezeichnung für diese Entwicklung gefunden: diese neue Technologie zur Zusammenfassung der drei Informationsströme wird von Allied Telesyn unter dem Oberbegriff "Triple Play" vermarktet.

Insbesondere für den "Operator", den Betreiber eines derartigen Versorgungsnetzwerkes, werden durch diese Netzwerktechnologie - anders als beim derzeit vielfach betriebenen "reinen" Kabel-TV - zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten verfügbar, mit denen der Operator seinen Kunden eine Reihe zusätzlicher Nutzanwendungen eröffnen kann.

Pionierleistung

Eine praktische Umsetzung dieser technischen Möglichkeiten, die die Geräte von Allied Telesyn bieten, hat übrigens das österreichische Unternehmen Infotech (www.infotech.at) entwickelt.

So ist beispielsweise der namhafte Anbieter "liwest" (www.liwest.at) bereits Nutzer der von Infotech entwickelten Lösungen. Und auch bei Infotech selbst nutzt man diese Lösungen dazu, die eigenen Kunden mit den vielfältigen technischen Möglichkeiten zu versorgen, die nur diese Lösung bietet. So hat hier jeder Kunde seinen eigene Ethernet-Anschluss via Glasfaser und erhält (via Unicast) genau jene Sendungen, die er bestellt hat.

Der praktische Nutzen

Diese zusätzlichen Möglichkeiten, die sich durch den "Back-Channel" für die Kunden ergeben, sind vielfältig; der Kunde kann zum Beispiel auf diesem Weg jederzeit seinem Provider mitteilen, was er will, er kann auf diesem Weg die verschiedensten Leistungen bestellen beziehungsweise abrufen.

So steht beispielsweise beim Provider als kostenloses Service für alle Kunden ein digitaler Videorecorder zur Verfügung, auf dem die letzten 24 Stunden Programm eines jeden TV-Senders gespeichert sind. Jeder Kunde kann sich jede beliebige Sendung auch zeitverzögert ansehen, um eine beliebige Zeit verzögert, bis zu 24 Stunden.

Darüber hinaus kann der Kunde beliebige Sendungen auch digital aufnehmen und beliebig lang aufheben; das belegt allerdings zusätzlichen Speicherplatz beim Provider und kostet deshalb eine Kleinigkeit.

Auch für den Konsumenten ergeben sich dadurch einige Vorteile. So gibt es für ihn dann nun mehr einen einzigen Ansprechpartner, eine einzige Hotline - und nur mehr eine einzige Rechnung.

Fazit

Gerade die Möglichkeit, den gesamten Informationsverkehr - Voice, Daten und TV/Video - mit hoher QoS auf gemeinsamer Basis via TPC/IP-Protokoll und Gigabit-Ethernet über Glasfaser zu transportieren, bietet für die Provider zukunftsträchtige Möglichkeiten, die auch wesentliche wirtschaftliche Vorteile beinhalten, verschiebt sich doch in den nächsten Jahren sowohl das Datenaufkommen als auch die Nachfrage (und damit auch die Umsätze in diesen Geschäftsbereichen) von den drei einzelnen Bereichen Sprachtelefonie, Video und Datenverkehr immer mehr hin zu den integrierten DSL/Ethernet-Diensten.

www.alliedtelesyn.at

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