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Andreas’ Tech Watch

Kleiner Hitzkopf

Fujitsu Siemens Lifebook P7010 - ein heißblütiges aber elegantes Mini-Notebook

Andreas Roesler-Schmidt

Putzig oder zu heiß gekocht sieht Fujitsu Siemens Lifebook P7010 aus, durchaus sympathisch in seinem weißen Gehäuse. Es hat überaus angenehm kompakte Abmessungen und fällt mit 1,4 Kilo im Overnight-Gepäck auch gewichtsmäßig angenehm wenig auf.

Sein Gehäuse wirkt durchaus robust, lediglich eine Stelle an der Unterseite macht stutzig. Hier pickt ein Velours-artiges Stoff-Fetzerl am Gerät. Ob es nach 1-2 Jahren noch da pickt, und wie viel Dreck dann aufgesaugt ist, ist die unbedeutendere Frage, die sich mir stellte. Die andere (Wozu ist das bitte gut?) war beim Mitschreiben in einem Vortrag mit dem Notebook am Schoß nach einer halben Stunde beantwortet:

Das Notebook wird an dieser Stelle sehr heiß, das Fetzerl soll wohl Verbrennungen vorbeugen. Es ist dort dennoch so heiß, dass ich mich dabei erwischte, das Gerät temperaturbedingt weitgehend am linken Oberschenkel zu lagern - eine etwas wackelige Angelegenheit, die die Tippsicherheit nicht sonderlich erhöhte.

Die Anschlussfreudigkeit hält mit großen Geräten mit: Neben LAN, Modem, USB, Firewire, VGA sogar ein S-Video-Ausgang - alles direkt, ohne Dockingstation. Bei den Speicherkarten übertrifft das Lifebook sogar die meisten Großen: PC-Card, CF-Card, SD-Card und MemoryStick - viel Steckplätze für einen Winzling, der damit auch zum idealen Begleiter für Digitalkameras wird. Der Bildschirm im 15:10-Format (10,6") zeigt Bilder auch ziemlich brillant an. Er arbeitet anscheinend ähnlich wie aktuelle Sony- oder Toshiba-Displays, die zugunsten von Brillanz und Kontrast, etwas Spiegelung in Kauf nehmen. Ganz deren Niveau erreicht das P7010 nicht, übertrifft aber die meisten althergebrachten Displays deutlich. Sofern man einen Platz im Schatten findet, kann man damit selbst bei sonnigem Wetter draußen arbeiten.

Die Akkulaufzeit ist mit bis zu 7,5 Stunden angegeben - das scheint etwas großzügig ausgelegt. In der Praxis kommt man aber mit vernünftigen Energieeinstellungen sicher auf gut über fünf Stunden, was einen - auf einen realen mobilen Arbeitstag verteilt - durchaus ohne Aufladen durchkommen lässt. Wer unterwegs durchgehend am PC tippt, kann mit Zweitakku statt DVD-Laufwerk auf über zehn Stunden kommen. Der Wechselschacht ist ein lobenswertes Feature in der kleinsten Notebookklasse. Reichhaltiger könnten die Softwarebeigaben sein: Gerade mal Nero CD Creator, Norton Ghost und WinDVD wirken etwas lieblos für ein ansonsten schmuckes Gerät.

www.fujitsu-siemens.at

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Dunja Koelwel

Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. ..mehr..

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