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Storage-Systeme

Kommentar von ThomasEhrlich, Network Appliance

Storage-Markt im Aufschwung

Für, Thomas Ehrlich, Director North-East Europe bei Network Appliance, ist vor allem beim Mittelstand im Storage-Segment eine verstärkte Nachfrage vorhanden.

Herr Ehrlich, wie beurteilen Sie derzeit den Storage-Markt in Österreich?

Der österreichische Storage-Markt befindet sich deutlich im Aufschwung. Vor allem der Mittelstand fragt vermehrt Storage-Lösungen nach. Der Wunsch nach einer Komplettlösung ist dort aufgrund der knapperen Ressourcen wesentlich stärker ausgeprägt als in anderen Marktsegmenten. Nicht ohne Grund ist unsere Unified Storage-Technologie, die SAN und NAS in einem System kombiniert und zudem iSCSI unterstützt, so erfolgreich. iSCSI setzt auf vorhandenen Infrastrukturen auf und ist deshalb kostengünstig. Der User kann die Option wählen, die er gerade braucht und andere bei Bedarf dazu nehmen. So können auch kleine und mittlere Unternehmen ihre Daten kostengünstig und zuverlässig speichern.

Welche Trends können Sie für diesen Markt ausmachen?

Stark im Trend liegen Storage-Konsolidierung und Zentralisierung von Services etwa beim Filial-Backup. Hochverfügbarkeit und die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sind weitere Themen, die unsere Kunden beschäftigen. Was die Technologie anbelangt, ist iSCSI oder IP SAN ein vorrangiges Thema. Generell erwarten wir eine verstärkte Nachfrage nach kostengünstigen Technologien. Seit Mai bieten wir eine SATA-Option für unsere Storage-Systeme an. Damit eignen sich jetzt diese kompakten und kostengünstigen Festplatten für typische Primärspeicherapplikationen - ohne Datenintegrität oder -sicherheit zu opfern.

In welchen vertikalen Märkten sehen Sie derzeit das stärkste Wachstum? Und warum?

Vor allem boomt Healthcare. Der parallele IT-Betrieb vieler Bereiche - etwa Verwaltung, Forschung, Pflege etc. - wird in Zukunft in den Spitälern nicht mehr finanzierbar sein. Der Kostendruck wird immer größer. Auch bei Storage finden wir hier noch viel Redundanz - der Schritt hin zur Konsolidierung wird gegenwärtig vollzogen. Auch staatliche Einrichtungen haben einen immensen Nachholbedarf, weil die Umsetzung der so genannten Bürgernähe eine Vielzahl spezifischer Daten erfordert, die es zueinander in Bezug zu stellen gilt. Das bringt große Datenmengen mit sich, die verwaltet werden müssen.

Wen sehen Sie als wichtigsten Mitbewerber? Und warum?

Immer noch die klassischen Serverhersteller. Statt sich mit dem Storage-Thema ernsthaft zu beschäftigen, war es für viele Entscheider speziell bei knappen Budgets oft einfacher, einen weiteren Server mit Festplatten zu kaufen. Die Folge ist eine immer aufwändigere und teurere Administration, da die Datenmengen steigen. Daneben gibt es noch andere Storagehersteller, die ebenfalls in Österreich aktiv sind, aber für jeden Einsatzbereich eine eigene Plattform mit separatem Betriebssystem, spezifischen Managementtools und Applikationsanbindungen benötigen. NetApp hat den umfassendsten Lösungsansatz, weil alle Systeme unter dem einheitlichen Betriebssystem Data ONTAP laufen. Das gewährleistet Benutzerfreundlichkeit und Skalierbarkeit.

Wie wollen Sie weitere Marktanteile gewinnen?

Wir haben in den vergangenen drei Jahren den Partnerbereich in Europa und speziell in Österreich aufgebaut wie kein anderer Hersteller auf dem Markt. Darauf sind wir stolz. Wir können unsere Kunden gemeinsam mit unseren Partnern intensiv betreuen.

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MONITOR-Autoren
Alexander Hackl

Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. ..mehr..

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