PoE bezeichnet eine Technologie, mit der netzwerkfähige Geräte über das 4-paarige Twisted-Pair-Kabel (CAT-5, CAT-6, CAT-7) mit Strom versorgt werde können. Dieser IEEE-802.3af Standard wurde im Juni 2003 verabschiedet. Power over Ethernet ist nur für 10/100BaseT gedacht (Gigabit Ethernet braucht alle 4-Adernpaare). Vor der Standardisierung gab es einige herstellerspezifische Implementationen, die auch unter dem Namen "PoE" auf den Markt kamen.
PoE ist ideal für Geräte im Computernetz, die wenig Leistungsbedarf haben. Man spart sich die 230V Zuleitung mit den typischen Netzadaptern. Die Stromversorgung der Endgeräte erfolgt über die vorhandene Twisted-Pair-Verkabelung. Sollen in einem Netzwerk mehrere Power-Over-Ethernet-Endgeräte versorgt werden, ist ein Power Hub nötig, der dann beim Switch installiert sein sollte.
Typische Anwendungen sind:
- IP-Telefone (Voice-over-IP); sonst ist für jedes Telefon ein Netzadapter nötig,
- WLAN-Access-Points,
- Webcams,
- Print-Server,
- Handheld-Computer,
- sparsame Notebooks.
Bei der Ausarbeitung des Standards wurden die physikalischen Grenzen des Kabels berücksichtigt. Twisted-Pair-Kabel eignen sich wegen ihres geringen Leitungsquerschnittes und der RJ45-Stecker nur für eine Leistung von rund 15 Watt. Es wird deshalb eine Spannung mit dem Mittelwert von 48 V verwendet, was den Anforderungen an eine Schutzkleinspannung entspricht. Es ist ein maximaler Dauerstrom von 350 mA für die Endgeräte vorgesehen. Durch diese relativ hohe Spannung bleibt die Verlustleistung und damit die Wärmeentwicklung in den Kabeln und an den Steckerübergängen gering.
Hauptvorteile von PoE
- Die 230V Leitung mit Steckdose und Netzadapter entfallen
- Die Verkabelung ist wesentlich reduziert und vereinfacht
- Reduzierte Installationskosten
- Starkstrom im Freien ist immer mit Problemen behaftet
- Durch die Einsatzmöglichkeit einer zentralen USV wird die Ausfallsicherheit der angeschlossenen Geräte massiv erhöht
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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 