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Strategien

Interview mit Wolgang Heigl, SAS Austria

Intelligentes Wachstum

Die Zeiten für Business Intelligence sind gut: SAS Österreich konnte 2004 das Ergebnis um 12,3 Prozent verbessern und wird sein Team um 15% vergrößern. Gute Gründe, um mit Wolfgang Heigl, dem Managing Director von SAS Austria, den Markt für BI-Anwendungen näher unter die Lupe zu nehmen.

Rüdiger Maier

"Im Jahr 2004 generierte SAS mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar durch den Verkauf einer Vielzahl von Data-Warehousing-Technologien, Integrations-Software und BI-Anwendungen. Dadurch ist SAS eines der weltweit größten Softwareunternehmen", so der Marktanalyst Peter Goldmacher von SG Cowen & Co.

"Wir sehen ganz klar den Trend, dass in den Unternehmen die Fachbereiche die Themen definieren und auch Entscheidungen für BI-Lösungen treffen", analysiert Heigl. Vielfach seien aus der Vergangenheit verschiedene BI-Systeme im Einsatz, die man nun konsolidieren wolle, um die Wartung zu vereinfachen und schneller zu Auswertungen zu kommen. "Hier bieten wir mit der im Vorjahr vorgestellten SAS 9 Enterprise Intelligence Plattform und einer neuen Generation von Unternehmenslösungen eine ideale Plattform, die gerne gewählt wird."

Viele Innovationen

2004 war bei SAS durch herausragende Innovationen gekennzeichnet: "Wir investieren viel Geld in Forschung und Entwicklung, was uns zu dem von den Analysten bestätigten Vorsprung verhilft", ist Heigl stolz. Getrieben durch den Wunsch nach einem schnellen Return on Investment hilft die neue BI-Plattform mit ihren Fähigkeiten in den Bereichen Datenextraktion, Data Warehousing, Business Intelligence und Analyse Unternehmen dabei, mehr als bisher aus ihren Ressourcen, Daten und Systemen herauszuholen.

Außerdem erhalten mehr Mitarbeiter Zugang zu den Analyse- und Prognosefähigkeiten der Software. "So konnten wir etwa bei unserem Projekt bei der Österreichischen Sozialversicherung in einem Jahr eine Einsparung von 10 Mio. Euro erzielen", analysiert Weigl. Im August des Vorjahres einigten sich nämlich die 26 österreichischen Sozialversicherungsanstalten auf die Schaffung einer kompetenten Koordinierung- und Steuerungsstelle in Form einer "IT-Services der Sozialversicherungen GMBH" (ITSV-GmbH). Ziel dieser Gesellschaft ist es, die jährlichen IT-Kosten der Träger von insgesamt 167 Millionen Euro "drastisch" zu senken und die Qualität der Leistungen zu heben.

Nachfrage bei Finanzdienstleistern

Wie im Gesamtkonzern leisteten auch in Österreich Finanzdienstleister einen wesentlichen Beitrag zum Umsatzwachstum. "Die Banken haben derzeit aufgrund von Basel II viel mit Datenbereinigung und -archivierung zu tun." Die ERSTE Bank Gruppe entschied sich nach den positiven Erfahrungen mit den Lösungen des BI-Anbieters im Credit Scoring nun für den konzernweiten Einsatz des gesamten Basel-II-Lösungspakets. Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) wiederum nutzt die analytische Software in der Entwicklung, Validierung und Kalibrierung von Antrags-Scorecards und Verhaltens-Beobachtung im Retailbereich (Privatkunden und KMU).

"Wir analysieren im Gegensatz zu anderen Beratern auch den gesamten BI-Prozess rund um das Geschäft unserer Kunden", beleuchtet Heigl einen neuen Bereich bei SAS. Anfang des Jahres wurde dafür Mag. Dr. Jürgen Mellitzer als neuer Professional Services Manager angeworben. Er wird neben dem technologischen Bereich die betriebswirtschaftliche Beratung ausbauen - ein Aspekt, der in der erfolgreichen Umsetzung von Business Intelligence Projekten von zunehmender Bedeutung ist. "Wir wollen als technologischer und fachlicher Sparring-Partner unsere Kunden von der betriebswirtschaftlichen Konzeption bis zur Umsetzung aktiv begleiten und damit deren Erfolg nachhaltig sicherstellen", so Mellitzer.

Unter diesen Voraussetzungen ist Heigl überzeugt, auch heuer wieder mit 10-15% wachsen zu können. "Wir wollen aber nur mit Qualität wachsen, denn unsere Kunden erwarten von uns eine perfekte Umsetzung", ist er sich der Verantwortung bewusst. Gemeinsam mit sorgsam ausgewählten Partnern, die in ihren Bereichen Spezialisten sind, wird man den Markt weiter intensiv bearbeiten. "Unsere Kunden sind auf der Suche nach Geschäftspartnern, die, entsprechend den unterschiedlichen Herausforderungen ihrer jeweiligen Branche, raschen Mehrwert liefern können. Und das wollen wir ihnen auch in Zukunft bieten", so Heigl abschließend.


Termin: Das SAS Forum 2005 in Lissabon findet von 21. bis 23. Juni statt und wird Kunden und Partner über die neuesten Entwicklungen und Projekte von SAS informieren. Nähere Infos auch unter www.sas.at

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MONITOR-Autoren
Alexander Hackl

Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. ..mehr..

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