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Netz & Telekom

Hewlett-Packard

Sicherheit auch unterwegs

HP hilft beim Sicherheitsmanagement mobiler Geräte.

Andreas Roesler-Schmidt

Handys, Handhelds oder Notebooks sind aus dem Geschäftsalltag nicht mehr wegzudenken, das "mobile Büro" ist längst Realität. Allein in Österreich existiert einer Studie von T-Mobile zufolge ein Potenzial von etwa 800.000 mobilen Nutzern. Telearbeit und mobiler Zugriff auf Datenbestände werden auch im Bereich der Verwaltung zunehmend unverzichtbar. Sicherheit ist dabei die zentrale Herausforderung. Denn es muss hundertprozentig sichergestellt sein, dass sensible Bürger- oder Gesundheitsdaten nicht in falsche Hände geraten. Ca. 150.000 Anwender haben Interesse an mobilen E-Mail-Lösungen.

Die drahtlose Übertragung von E-Mails und Dokumenten aus dem Firmennetzwerk auf mobile Endgeräte stellt kaum mehr ein Problem mehr dar. Verschiedenste Netztechnologien mit unterschiedlichen Übertragungsraten wie Bluetooth, GSM, GPRS, UMTS, WLAN oder HSDPA sind in aller Munde. Die große Auswahl jedoch schafft auch Schwierigkeiten, denn nicht alle Endgeräte unterstützten auch jeden Übertragungsstandard. Die Entscheidung für die Wahl der richtigen Kombination allein auf die Geschwindigkeit der Übertragung zu beschränken, wäre jedoch nicht Ziel führend. Das Problem sind hierbei nicht nur die anfallenden Kosten, sondern vor allem die flächendeckende Verfügbarkeit der Technologien und die Sicherheit.

Wer behält den Überblick?

Doch je mobiler und unabhängiger die Mitarbeiter eines Unternehmens werden, desto schwieriger wird es auch, den Überblick zu behalten - nicht nur über die von verschiedenen Personen benutzten unterschiedlichsten Endgeräte mit verschiedensten Betriebssystemen von verschiedensten Herstellern, sondern auch über die mobilen Zugängen bzw. die Authentifizierung zum Firmennetzwerk. Kommen beispielsweise mobile Geräte in falsche Hände, besteht die Gefahr, dass Unbefugte Zugriff auf sensible Unternehmensdaten oder interne Dokumente bekommen. Der Sicherheit muss daher höchste Priorität eingeräumt werden.

Besonders gefährdet sind Übertragungen im WLAN, wie auch das Ergebnis der WLAN-Studie von HP im Jahr 2004 bewiesen hat. So werden immer noch 52 Prozent der drahtlosen Netzwerke im Großraum Wien ohne jegliche Sicherheitseinstellungen betrieben. Noch stärker wiegen die Zahlen, wenn man bedenkt, dass sich die Anzahl der georteten und untersuchten Netzwerke bei dieser "War Driving"-Studie im Vergleich zur Vorjahresstudie mit 3007 Access Points mehr als verdoppelt hat. Schon kleine Konfigurationen würden die Sicherheit immens erhöhen. So würde schon der Sicherheitsstandard WEP, ein ursprünglich standardisierter, aber schwacher Sicherheitsmechanismus, ausreichen, um WLAN-Netze wenigstens vor den schlimmsten Angriffen schützen zu können. Doch weder dieser noch deutlich bessere Sicherheitsstandards wie EAP-SIM sind - zumindest in Wiener WLAN-Netzwerken - verbreitet im Einsatz.

Minimierung von Sicherheitsrisken

HP Services Consulting & Integration liefert speziell für Unternehmensnetzwerke mit mobilen Anschlüssen sichere Device-Client-Security-Gesamtlösungen. Jegliche Sicherheitsrisiken können nur minimiert werden, wenn man Hardware, Operation System und verschiedenste Security-Software-Tools umfassend im Netzwerk integriert. Für jedes Unternehmen müssen zuerst eigene Sicherheitsregeln festgeschrieben werden, die sogenannte Security Policy. Darauf basierend analysiert HP Services das Firmennetzwerk, die Struktur und die daran angebundenen mobilen Devices, deckt Schwachstellen auf und erarbeitet gemeinsam mit dem Unternehmen Optimierungen.

Das Sicherheitsmanagement muss sich Veränderungen im Unternehmen schnellstmöglich anpassen. Integriertes Lifecycle Management basiert auf speziellen Regeln beim Konfigurationsmanagement und verteilt und überwacht automatisch Änderungen im Netzwerk, gleich ob es sich um den Anschluss neuer mobiler Endgeräte oder um Software-Downloads handelt. HP bietet mit HP OpenView Radia eine web-basierte Software-Management-Lösung, die den gesamten Software-Life-Cycle aller IT-Endgeräte begleitet. So können beispielsweise Anwendungen und Inhalte verteilt und durch spezielle Schnittstellen auf die mobilen Endgeräte wie PDAs übertragen werden.

www.hp.com/austria


"Stecken noch in den Kinderschuhen"

Christoph Heimerl, Vertrieb an Öffentlichen Sektor, Hewlett-Packard Österreich, im Gespräch mit dem MONITOR

Was sind die großen Herausforderungen mit mobilen Geräten?

Bisher kommen sie vom User und nicht von der IT. Es herrscht eine Vielzahl an Geräten vor, die meist nicht von einer Security-Policy abgedeckt sind.

Sehen Sie hier eine Veränderung?

Ja, es zeichnet sich ab, dass zunehmend die IT verantwortlich dafür wird und mobile Geräte entsprechend ebenfalls zentral betreut und gemanaged werden. In unserem Fall geschieht dies mit HP OpenView. Man kann hier Geräte sogar nur dann ins Netz lassen, wenn sie einem "desired state", also dem gewünschten Zustand entsprechen. So haben weder durch einen Angriff oder durch User-Installationen veränderte Geräte eine Chance, ins Firmennetz zu kommen.

Wie weit sind mobile Anwendungen fortgeschritten?

Wir stecken eigentlich noch in den Kinderschuhen. Alleine die Netto-Bandbreiten sind noch nicht berauschend. Aber es müssen auch Themen wie die Sicherheit diskutiert werden, gerade im Gesundheitsbereich oder der öffentlichen Hand spielt das eine außerordentliche Rolle. Diese Fragen müssen geklärt werden, bevor man mobile Applikationen einsetzt.

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MONITOR-Autoren
Lothar Lochmaier

Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. ..mehr..

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