Wissensmanagement als spannendes Thema, dieser Herausforderung stellen sich Maria Wimmer, Stv. CIO des Bundes, und Josef Makolm, Finanzministerium, gemeinsam mit weiteren Autoren in dem Band "Wissensmanagement in der öffentlichen Verwaltung".
36 Autoren beleuchten auf rund 200 Seiten verschiedenste Aspekte dieses Themas und spannen dabei einen Bogen von den Grundlagen über notwendige Bausteine zu umfangreichen Praxis- und Erfahrungsberichten aus der Verwaltung. Die Herausgeber legen Wert auf die Feststellung, dass man keine Definition von Wissensmanagement an den Anfang des Buches gestellt habe, um verschiedene Sichten auf das Thema zu ermöglichen.
Im Wandel von Strukturen, die auf Maria Theresia und Josef II. zurückgehen, gilt es heute für den neuen Beamten-Typus, traditionell dezentral gespeicherte Informationen rationell verfügbar zu machen. Staatsbürger werden vermehrt als Kunden betrachtet, denen in einem 4-stufigen Prozess nicht nur statische Informationen (Stufe I), Datenbank-gestützte Informationen (Stufe II), Transaktionen (Stufe III), sondern auch Kommunikation und Datenfluss zwischen verschiedenen Verwaltungsbereichen (Stufe IV) geboten werden sollen.
Das Buch bietet eine gut strukturierte Grundlage, um sich dieses Thema zu erarbeiten, präzise Quellenangaben helfen bei der Vertiefung. Auch für Leser außerhalb der Verwaltung interessant: Neben einem schönen Einblick, wie Wandel in der Verwaltung konkret aussehen kann, ist erfolgreiches Wissensmanagement doch der "Backbone" für eine erfolgreiche E-Government-Umsetzung. Inhalts- und Autorenverzeichnis helfen bei der Orientierung, ein Stichwortverzeichnis folgt (hoffentlich) in der nächsten Auflage. (the)
Josef Makolm, Maria A. Wimmer: Wissensmanagement in der öffentlichen Verwaltung. Konzepte, Lösungen und Potentiale. Österreichische Computer Gesellschaft. Wien 2005.




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Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 