Mit der ERP-Software SoftM Suite lassen sich die Geschäftsprozesse mittelständischer Unternehmen in einem durchgängigen System abbilden. SoftM Suite bietet integrierte Anwendungen für Supply Chain Management, Customer Relationship Management, Financials, Human Resources, Business Intelligence und e-Business. Auf Basis einer 3-Tier-Architektur mit klarer Trennung zwischen Präsentationsschicht, Programmlogik und Datenbank kann das System plattformübergreifend auf den Serverplattformen OS/400, i5/OS, Microsoft Windows und Linux mit unterschiedlichen Datenbanksystemen (DB2/400, Oracle u.a.) zum Einsatz kommen. Die moderne Technologie und offene Architektur sollen die Umsetzung innovativer betriebswirtschaftlicher Konzepte ermöglichen.
In SoftM Suite Release 2.0 (seit Jahresbeginn 2005 verfügbar) sorgen neue Kontrollzentren für die Steuerung der Supply Chain. Diese unterstützen die Anwender mit zusammengefassten Sichten für bestimmte Arbeitsbereiche. Ein solches Cockpit bietet zum Beispiel das "Kontrollzentrum Kundenauftrag", in dem alle für dieses Aufgabengebiet wichtigen Funktionen und Informationen zusammengeführt sind. Damit können die verschiedenen Prozess-Schritte - von der Erfassung bis zur Fakturierung des Auftrags - von einem zentralen Punkt aus aufgerufen werden. Die Prozess-Überwachung wird durch eine Reihe von Abfrageoptionen unterstützt. Analog bietet das "Kontrollzentrum Fertigungsauftrag" zentralen Zugang zu den wesentlichen Informationen und Funktionen zur Bearbeitung von Produktionsaufträgen.
Workflow-Integration
Ein weiteres Highlight der neuen Softwareversion ist die Workflow-Integration. Dadurch lassen sich Geschäftsabläufe sehr effizient unterstützen und vor allem auch Bearbeitungszeiten reduzieren. SoftM Suite unterstützt eine Vielzahl von Prozessen durch ein integriertes Workflow-System, den "Aufgabenmanager". So können beispielsweise im Bereich der Stammdatenwartung neue Objekte schneller und komfortabler angelegt werden. Das Workflow-System benachrichtigt die Sachbearbeiter in den einzelnen Bereichen, wenn ein Objekt zu bearbeiten ist. Dabei werden die User durch maßgeschneiderte Dialoge unterstützt, die nur die jeweils für sie relevanten Felder anzeigen.
Prozessindustrie: Validierung und Chargenmanagement
Als ERP-System für die Prozessindustrie ist SoftM Suite nach den in den Branchen der Life Sciences (Food, Pharma, Biotechnologie) geltenden Qualitätsanforderungen entwickelt. Eine wesentliche Anforderung in der Pharmaindustrie ist die Validierung: Die Software muss den strengen Sicherheitsanforderungen gerecht werden, die in den so genannten GxP-Grundsätzen der Branche niedergelegt sind. Aufgrund dieser strengen Vorgaben sind nur wenige ERP-Systeme "pharmatauglich". SoftM Suite durchläuft regelmäßig Pharma-Audits.
In der chargenorientierten Produktion der Prozessindustrie wird zunehmend Rückverfolgbarkeit der Chargen (Rohstoff- und Produktionseinheiten) gefordert, wie etwa im Bereich der Lebensmittelbranche durch die EU-Verordnung 178/2002. Dies setzt eine durchgängige Chargenverwaltung voraus. SoftM Suite bietet sowohl die rückblickende (up-stream) als auch die vorausschauende (down-stream) Sicht auf alle eine Charge betreffenden Vorgänge, unterstützt Rückverfolgbarkeit (Traceability) ebenso wie Rückruf (Tracking). Dadurch wird im Fall einer schadhaften Charge frühzeitiges Eingreifen im Sinne des Verbraucherschutzes und der Minimierung betriebswirtschaftlichen Schadens ermöglicht.




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8/2011
7/2011


Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 