Vor der Einführung einer integrierten betriebswirtschaftlichen Standard-Software arbeitete man bei J.A. Becker & Söhne mit vielen, individuell erstellten Insellösungen. Einzig für den Vertrieb hatte man eine Standard-Software im Einsatz. Da nur wenige Schnittstellen vorhanden waren, erfolgte der Datenaustausch überwiegend von Hand.
Tobias Kellermann, IT-Leiter bei J. A. Becker & Söhne: "Eigentlich haben wir nur ein CRM-Programm für unser Abwicklungszentrum gesucht. Als wir uns dann intensiver mit der Materie beschäftigten, erkannten wir das hohe Optimierungspotenzial einer integrierten betriebswirtschaftlichen Komplettlösung. Transparenz, Zeitersparnis und deutlich geringere Fehlerquoten sind hier nur einige Vorzüge."
Mittelstand für den Mittelstand
Nach einer erste Auswahlphase wurden von J.A. Becker & Söhne insgesamt vier Anbieter zur Präsentation nach Erlenbach-Binswangen eingeladen. "Den besten Eindruck hinterließ ABAS, nicht zuletzt wegen der überaus gelungenen Software-Präsentation des abas-Software-Partners, der in Langen bei Frankfurt ansässigen ABAS Projektierung Rhein-Main GmbH & Co. KG", so Tobias Kellermann. Und weiter: "Für uns war auch wichtig, dass ABAS selbst aus dem Mittelstand kommt und daher die Anforderungen eines mittelständischen Unternehmens sehr genau kennt."
Die Entscheidung für ein neues System war gefallen. Ziel war es jetzt, die ERP-Software bei Becker & Söhne effizient, kostengünstig, sicher und schnell einzuführen. Tobias Kellermann: "Die Implementierung der Software dauerte rund ein halbes Jahr. Alles verlief reibungslos, die vorher definierten Projektziele und der Kostenrahmen wurden dank des methodischen Einführungskonzepts, dem abas-Projektmanagement, eingehalten."
Alles läuft "runder"
Seit der Einführung des ERP-Systems läuft alles "runder" bei Becker & Söhne. Über Schnittstellen sind die Lohnbuchhaltung von VEDA und das BDE/PZE-System ISGUS-ZEUS angebunden. Auch ein Faxprogramm und die Export-Abwicklung "BEO-EXPOWIN" wurden an angekoppelt.
Das CAD-System ist über das PDM-System ebenfalls angebunden. "Durch diese neue Prozess-Organisation sind wir flexibler in der Produktion", so Kellermann und: "Unsere Auskunftsfähigkeit hat sich durch die jetzt im Unternehmen vorhandene durchgängige Transparenz verbessert. In der Buchhaltung konnten durch das Wegfallen der doppelten oder dreifachen Datenpflege, Einsparungen realisiert werden. Es gibt so gut wie keine Fehler mehr beim Datenaustausch und die Rechnungskontrolle im Einkauf ist einfacher geworden."
Durchgängig mit Linux
Als nächstes wird der in abas-ERP integrierte Variantenkonfigurator angebunden. Da die abas-Business-Software wahlweise durchgängig unter dem Betriebssystem Linux lauffähig ist, ist bei J.A. Becker & Söhne geplant, alle Arbeitsplätze in der Produktion auf das Open-Source-Betriebssystem umzustellen.
Das Projekt
120 Mitarbeiter von J.A. Becker & Söhne fertigen Kolbenkompressoren sowie Reparatur- und Wartungshebebühnen. 40 User arbeiten bei der J.A. Becker & Söhne mit der abas-Business-Software. Im Einsatz sind alle Software-Module des ERP-Systems.
Die Umstellung auf die abas-Business-Software erfolgte von einem Individual-System. Die Software läuft auf einem IBM OpenPower 720 Server. 4 Prozessoren der POWER5 Architektur mit 1,65 GHz Taktfrequenz, 5 GB Hauptspeicher, 72MB Cache, RAID 1 mit 70 GB, 6 Harddisk á 73 GB, unter dem Betriebssystem Suse-Linux. Über Schnittstellen sind das Exportprogramm BEO-Expowin und das BDE Programm ISGUS-Zeus angebunden.




1/2012
8/2011
7/2011


Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 