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Hard & Software

Andreas` Tech Watch

Ende einer Odyssee und zweier Dogmen

Und die eierlegende Wollmilchsau gibt es doch - Treo 650 im Test

Andreas Roesler-Schmidt

Ich lege hiermit ein kleines Versprechen ab. Für die nächsten paar Ausgaben belästige ich an dieser Stelle niemanden mehr mit meiner persönlichen Palm OS Odyssee (die Geschichte der schwierigen Suche nach einem würdigen Nachfolger für meinen Uralt-Palm und warum ihn bisher kein Gerät ablösen konnte). Sie hat nämlich ihr vorläufiges Ende gefunden. Aber das ist noch nicht alles.

Nachdem ich jahrelang dogmatisch an der strikten Trennung von PDA und Handy, lose verbunden nur durch Bluetooth, festgehalten habe, muss ich nun doch gestehen, erstmals von einem Smartphone beeindruckt zu sein - also von jenem Konzept, das ich bisher immer als misslungenen Kompromiss betrachtete. Der Grund für beides liegt in einem Gerät: Dem PalmOne Treo 650 Smartphone.

Zum ersten Mal sehe ich ein Telefon, das einen wirklich vollwertigen PDA integriert hat, aber dennoch in erträglichen Abmessungen bleibt und alle notwendigen Features bietet. (Das Vorgängermodell Treo 600 kam wegen schlechtem Display und fehlendem Bluetooth nicht in Frage). Denn der Treo läuft nicht mit irgendeinem langsamen Smartphone-OS wie etwa Symbian, sondern enthält einen kompletten Palm.

Freilich, der Bildschirm ist weitaus kleiner geraten als bei einem reinen PDA. Aber durch seine hohe Auflösung und Schärfe gleicht das fabelhafte Display das absolut aus. Ich bin über kein Programm gestolpert, bei dem mir irgendwas am Schirm zu klein erschien. Die Abmessungen erreichen so ziemlich das Maximum, das ich noch mit mir herumtragen will. Das Mehr an Größe und Gewicht ist nun mal der Preis dafür, den PDA im Handy stets dabei und damit alle Daten auch im Handy verfügbar zu haben, sowie nicht mehr drei Geräte miteinander synchronisieren zu müssen.

Das Gerät lässt sich dank 5-Wege-Taste wunderbar einhändig bedienen, nur selten muss man wirklich den Stift für den Touchscreen zücken. Als Palm-Veteran fand ich zunächst die fehlende Schrifterkennung unangenehm, habe mich aber schnell an die Tastatur gewöhnt (noch ein Dogma aufgegeben - PDAs brauchen doch keine Schrifterkennung und dürfen sogar eine Tastatur haben), die für E-Mail und SMS ohnehin ideal ist.

Zwei Nachteile hat der Treo: Selbst für einen genügsamen Palm sind 22 MB Speicher heute zu wenig. Da er eben nicht nur Smartphone, sondern vollwertiger PDA ist, hätte auch WLAN integriert werden sollen, allein schon um im Ausland günstiger Daten zu übertragen (Treiber für eine SD-WLAN-Karte kursieren aber bereits im Internet). Nur die gelungene Integration von GPRS-Handy und PDA lässt das fehlende WLAN verzeihen.

http://euro.palmone.com/at/

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Christian Henner-Fehr

Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. ..mehr..

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