Andreas Roesler-Schmidt
Auf der Media Experience in Bordeaux zeigte sich Sony nach langem Winterschlaf nun in Sachen MP3 aktiv. Man will das Feld nicht länger Apples iPod überlassen. Den Beginn machen der Festplattenplayer NW-HD5, dessen Display dank G-Sensor immer in die richtige Richtung zeigt, und die feuerzeuggroßen Flash-Player mit 1 bis 2 GB wie der NW-E400-Serie, die vor allem durch ihr elegant hinter Glas integriertes OLED-Display hervorstechen. Zahlreiche weitere "Network Walkmans" sollen folgen.
Wirklich ins Staunen versetzte aber Sonys neue Luxus-Serie "Qualia", die einer zahlungskräftigen Käuferschicht Geräte ohne marktübliche Einschränkungen liefert: "Unsere Techniker haben die absolute Freiheit und müssen keine Kompromisse eingehen. Sie können absolute Perfektion verfolgen", hieß es. Nicht Produktionskosten sind für das Resultat ausschlaggebend, sondern das was technisch machbar ist. Und das beeindruckt: Der rund 30.000 Euro teure High Definition Projektor Qualia 004 setzt als erstes Heimkino-Gerät eine Xenon-Lampe ein, um das Bild an die Wand zu werfen. Das dem Sonnenlicht ähnliche Licht reproduziert Farben genauer und natürlicher. Neu entwickelte Panels reduzieren den unangenehmen Pixel-Effekt auf der Leinwand, der durch Ränder um die einzelnen Pixel am Panel entsteht, nicht wie bisher üblich durch Unschärfe. Es wurde "schlicht" der tatsächliche Abstand zwischen den Pixel verkleinert.
Der Super Audio CD Player Qualia 007 unterhält nicht nur musikalisch: Wie von Geisterhand werden irgendwo auf die ebene Fläche des Players abgelegte CDs in die richtige Position für den Laserkopf gehoben. Der spielt sie dann zur Hälfte in der Luft schwebend ab. Für rund 12.000 Euro erfreut das Gerät Augen und Ohren. Damit nicht nur Krösus in den Genuss der Prestige-Marke Qualia kommt, gibt es die ultra-leichten High-End Kopfhörer Qualia 010 zum - für Audiophile - fairen Preis von 270 Euro. Das Qualia-Schnäppchen kommt dabei in 18 Variationen (z.B. Kopfgröße, Farbe) - stets aber mit Polstern aus echtem Schafsleder. Rechtzeitig vor Weihnachten bei uns, wird es auch auf Stückzahlen kommen, die der Projektor hierzulande wohl nicht erreichen kann.




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Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 