Im Rahmen der Initiative "Anwender-Zufriedenheit ERP-/Business Software" werden die Erfahrungen in der Praxis regelmäßig untersucht. Mit einer Stichprobe von weit über 300 Anwendern und einer Anzahl von 280 auswertbaren Fragebögen liegen erstmals für Österreich statistisch untermauerte Informationen vor. Die Teilnehmer verteilen sich dabei über alle Branchen und Unternehmensgrößen, so dass man von einem umfassenden Überblick sprechen kann. Das Ergebnis ist deutlich: Die Zufriedenheit ist im Allgemeinen hoch. Wie auch in Deutschland und der Schweiz können sich eher kleinere und klar regional ausgerichtete Anbieter besser positionieren.
Im Zentrum der Studie stand die Frage nach der Zufriedenheit. Anhand von 28 Merkmalen wurde die Zufriedenheit der Anwender mit dem angewendeten System bewertet. Die Teilnehmer an der Studie - in der Regel IT-Leiter oder ERP-Fachverantwortliche - hatten die Möglichkeit, ihre Zufriedenheit auf einer Skala von 1 (schlecht) bis 5 (sehr gut) zum Ausdruck zu bringen. "Zufriedenheit" ist dabei eine durchweg subjektive Größe und die Bewertung damit in erster Linie persönlich und individuell.
Wie schon in den im Vorjahr durchgeführten Studien in der Schweiz und Deutschland sind die Anwender im Allgemeinen "zufrieden" (Mittelwert 3.9, entspricht "gut") mit den von ihnen eingesetzten Systemen. Qualität prägt den etablierten Markt. Gleichzeitig zeigt sich eine große Vielfalt von Systemen mit vergleichsweise kleiner Kundenbasis: Im Rahmen der Durchführung der Studie wurden über 200 ERP-Anbieter in Österreich eruiert. An der Studie teilgenommen haben immerhin 52 verschiedene Systeme! Finden Sie die wichtigsten Aussagen der ERP-Z-Studie - die jährlich durchgeführt werden wird - ab S. 14. MONITOR wird sich natürlich weiter intensiv mit dem Thema ERP beschäftigen und Sie über entsprechende Initiativen rechtzeitig informieren.
Tipps und Tricks
MONITOR-Autor und ERP-Z-Studienleiter Christoph Weiss gibt in seinem Artikel ab S. 18 Tipps zur Evaluierung von ERP- und Business-Software, die er in 15 IT-Jahren gesammelt hat. Sein Arbeits-Schwerpunkt liegt in erster Linie in der Auswahl, Einführung und stetigen Weiterentwicklung von ERP- und Business Software-Systemen. Auch verfügt er über langjährige Erfahrung in Führung und Management der IT und des QM sowie im internationalen und multinationalen Projektmanagement.
Ein erfolgreiches ERP-Projekt steht und fällt jedenfalls mit der Evaluation der Software. Verschiedene Studien zeigen, dass eine gute und ausführliche Auswahl im ersten Moment zwar mehr Ressourcen bindet, später aber um das mehrfache an Zeit für die Implementierung gespart werden kann und das Risiko drastisch minimiert wird. Bei der Auswahl einer neuen ERP-Lösung müssen zahlreiche Kriterien beachtet werden. An vorderster Stelle stehen die Software an sich und damit der Abdeckungsgrad in Bezug auf die funktionalen Anforderungen. Daneben ist der Implementierungspartner von besonderer Wichtigkeit.
Mobile Business
MONITOR-Autor Dipl.-Ing. Georg Lankmayr beleuchtet im dritten und letzten Teil seiner Mobilitäts-Serie die Veränderungen, die "intelligente Dinge" in Wirtschaft und Gesellschaft auslösen. Ubiquitous Computing (UbiComp) musste sich nämlich 1991, als der Begriff von Mark Weiser begründet wurde, nicht nur den Vorwurf der Unaussprechlichkeit, sondern auch einer technologischen Utopie gefallen lassen. Heute sind die entsprechenden Entwicklungen aber an einem Punkt angelangt, an dem diese Technologie bereits bei vielen Unternehmen mit kostspieligen Prozessen zur Problemlösung beitragen.
Die Bereiche, in denen UbiComp in nächster Zeit in das Wirtschafts- und Alltagsleben eingreifen wird, sind fast unüberschaubar. Produktion, Logistik, Verkehr, Wohnen, Gesundheitswesen und Freizeitgestaltung könnten tiefgreifend umgestaltet werden. In vielen wirtschaftlichen Geschäftsprozessen lassen sich Szenarien finden, in denen sich Vorteile aus der neuen Technologie ziehen lassen. Lesen Sie mehr über die Zukunft des Mobile Business ab S. 53.
Vom Suchen und Finden
MONITOR-US-Korrespondent Erich Bonnert hat sich diesmal im Bereich der Suchmaschinen-Anbieter umgesehen und mit Blinkx ein vielversprechendes Startup-Unternehmen in San Francisco gefunden. Bei den meisten Computeranwendern verschwinden nämlich nach wie vor viele Informationen und Dateien auf dem eigenen Rechner.
Das junge Unternehmen hat die Desktop-Suche damit als unbestelltes Feld für sich entdeckt und will es beackern, bevor die Größen im Suchgeschäft wie Google, Yahoo und MSN dort zuviel Wasser abgraben. Denn seit Microsoft und Apple angekündigt haben, die Desktop-Suche in ihren Betriebssystemen zu verankern, sind auch die schlafenden Riesen tätig geworden. Blinkx hat einen ganz neuartigen Suchansatz entwickelt, der nicht mehr - wie bei den klassischen Suchmaschinen - auf der Eingabe von Schlüsselwörtern und Bool'schen Operationen beruht. Lesen Sie die spannende Geschichte ab S. 8.
Eine anregende Lektüre wünscht
Ihnen Ihr
Rüdiger Maier



1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 