Andreas Roesler-Schmidt
HP nutzt den Generationswechsel bei Notebooks nicht nur um auf die neue Intel Centrino-Plattform ("Sonoma") umzusteigen, sondern fügt den Business-Modellen auch eine Reihe neuer Funktionen hinzu. Praxisnahe Kleinigkeiten sollen den Alltag erleichtern: So lassen sich die Geräte über eine eigene Taste in den Präsentationsmodus versetzen. Die Energiesparfunktionen werden so eingestellt, dass sie eine Präsentation nicht etwa durch ungeplantes Standby behindern. Einstellungen und Bildformat werden an den Videobeamer angepasst. Auf Wunsch lässt sich sogar eine bestimmte zuvor ausgewählte Präsentation mit der Taste starten.
Damit die Präsentation sicher im Vortragssaal ankommt, gibt es einige Security-Features: Die Festplatte ist speziell gelagert, um Stöße zu absorbieren und die Festplattenköpfe werden geparkt, um zerstörerische Headcrashs zu vermeiden. Allerdings dienen dazu nicht Bewegungssensoren wie IBM und Toshiba sie einsetzen, sondern die Köpfe werden geparkt, wenn man zum Beispiel den Laptop zuklappt und er auf Standby geht. Darüber hinaus erfolgt ein lokales Backup auf einer versteckten Partition, das im Notfall ein schnelles und unkompliziertes Wiederherstellen der Daten ermöglichen soll. Die Magnesium-Gehäuse wurden neu entworfen und in Richtung höhere Widerstandsfähigkeit getrimmt. Die Tastaturen sind durch eine Folie unter den Tasten gegen verschüttete Flüssigkeiten geschützt. Der Zugriff zu den Daten lässt sich bei einigen Modellen über Smart Cards oder ein TPM (Trusted Platform) Modul kontrollieren. Die Daten sind dabei auch dann noch gesichert, wenn die Festplatte ausgebaut und an einem anderen Rechner angeschlossen wird.
Für lange Ausdauer sorgen Reiseakkus, die in Kombination mit dem internen Akku bis zu 11 Stunden Arbeiten ermöglichen. Die Reiseakkus werden an der Geräteunterseite außen aufgesteckt, auch um Wärmeentwicklung im Gerät selbst zu reduzieren. Auch ohne Reiseakkus wird die Batterielaufzeit verlängert, etwa durch den Ambient Light Sensor. "Viele Anwender drehen die Bildschirmhelligkeit rauf, sobald sie schlechtes Umgebungslicht haben", erklärt Produktmanager Rudolf Gruber. "Die wenigsten denken dann wieder daran, die Helligkeit wieder runter zu drehen, wenn man anderes Umgebungslicht hat." Dadurch wird in der Praxis viel Akkukapazität unnötig verschenkt. Die neuen Modelle übernehmen nun vom Sensor gesteuert automatisch die Anpassung an das jeweilige Umgebungslicht. Auf diese Weise kann die Akkulaufzeit um bis zu 20 Prozent verlängert werden.
Zu den neuen Notebooks erscheint auch eine Reihe von Dockingstations, die von allen neuen Modellen benützt werden können, wodurch Unternehmen leichter verschiedene Notebooks einsetzen können. Von der kleinen einfachen Docking geht es über die Advanced Docking Station mit eigenem Laufwerksschacht und PCI Express Slot zur wohl Auffälligsten: Der "Adjustable Monitor Stand" erspart den externen Bildschirm im stationären Betrieb, weil man dadurch über einen Schwenkmechanismus den Notebook-Schirm auf die richtige Augenhöhe einstellen kann, auch wenn man mit externer Tastatur und Maus arbeitet. Eine Kabelführung sorgt dabei dafür, dass beim Verstellen nichts eingezwickt wird. Die Laptops können im laufenden Betrieb an die Dockingstations angeschlossen werden. Hängt man die Docking Stations an ein Kensington-Schloss, sind automatisch auch die angedockten Notebooks gesichert.
Ergänzt wird die neue Hardware durch eine neue KMU-Strategie im Hause HP. Unter dem Dachnamen "HP+" werden die Bereiche "HP+Partner", ein "Verständlichkeits+" und das "Produkt+" zusammengefügt. Es bleibt also beim Vertrieb an KMU über zertifizierte Partner. Für weniger IT-Fachsprache, sondern für mehr Verständnis für die Produkte sollen klarere Erklärungen sorgen. So kann man auf der KMU-Website von HP Notebooks oder Pocket PCs nach den individuell wichtigsten Punkten vergleichen, etwa der Akkulaufzeit. Für "+" in den Produkten sollen weitergehende Testverfahren wie Wärme- oder Falltests sorgen.




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8/2011
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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 