Das MONITOR-Autorenteam Georg Lankmayr und Justus Hammer widmen sich mit ihrem Beratungsunternehmen INSET ganz dem Geschäftsfeld "Mobile and Wireless". Sie stellen gleich zum Start der Mobilitäts-Serie fest, dass Mobile Business der nächste evolutionäre Schritt im Bereich Business Automation und Mobile Working ist. Dabei gilt die Maxime: Erweitere deine Geschäftsabläufe auf den mobilen Mitarbeiter und den mobilen Kunden. Aufbauend auf den aktuellsten Trends stellen die Autoren in der Serie die interessantesten Einsatzszenarien und ausgewählte Anbieter und Produkte vor.
Es ist ja inzwischen unbestritten, dass der Einsatz von mobilen Datenlösungen im Rahmen von organisatorischen Optimierungsprozessen erhebliche Potenziale bietet. Die Frage dabei ist allerdings, für wen bzw. wo eine mobile Lösung eingesetzt werden soll. Für ein gezieltes Vorgehen definieren die Autoren drei Entwicklungsstufen im Mobile Business. Aktuell konzentrieren sich die Marktaktivitäten primär auf Lösungen wie "Mobile Office" (Stufe 1) und Prozesslösungen wie "Sales Force Automation" oder "Service Automation" (Stufe 2). Um von den mobilen Wertpotenzialen voll zu profitieren sollten zuvor jedoch gewisse organisatorische Hausaufgaben erledigt worden sein. Dazu zählt neben dem Einsatz von integrierten Informationssystemen auch die Nutzung von E-Mail als Standardkommunikationsmedium. Weitere Soll-Voraussetzungen sind etwa flexible Bürokonzepte und flache Hierarchiestufen, wie das in vielen modernen Unternehmen häufig der Fall ist. Stufe 3 hat ein Unternehmen dann erreicht, wenn eine klar definierte Mobilitätsstrategie verfolgt wird, die messbar ist und auf die verschiedensten Organisationsbereiche Einfluss nimmt. Erst in dieser Phase können maximale Verbesserungen erzielt werden, indem Geschäftsprozesse (unternehmensübergreifend) neu gestaltet werden und eine möglichst optimale Auslastung des intellektuellen bzw. physischen Kapitals erzielt wird. Machen auch Sie Ihr Unternehmen mit MONITOR mobil und lesen Sie den ersten Teil unserer dreiteiligen Serie ab S. 14.
Verkehrstelematik: Mobilitätssysteme der Zukunft
In einen speziellen Bereich der Mobilität hat sich MONITOR-Autor Conrad Gruber vertieft: Die Verkehrstelematik ist ein vielversprechendes Zukunftsthema. Er zitiert dabei etwa Holger Ochs vom Karten- und Navigationsanbieter Falk mit der Beobachtung, dass in den deutschen Autos der Oberklasse 2004 weit weniger fix eingebaute Navigationssysteme geordert wurden als 2003: "Das zeigt klar den Trend weg vom vorinstallierten hin zum mobilen Telematik-Endgerät". Und das Schöne dabei: Trotz der höheren Nachfrage nach mobilen Navigationsgeräten (PDAs mit Navi-Software) hält sich der Preis dieser Lösungen stabil. Der derzeitige Durchschnittspreis von rund 400 Euro für einen PDA plus Navigationssystem sei ein Preispunkt, an dem sich nicht viel ändern werde. Wie wichtig dieser neue Trend auch in Österreich ist, zeigt sich etwa daran, dass auch Wissenschaft und Lehre nicht schlafen: Am Technikum Wien werden ab Oktober dieses Jahres zukünftige Experten für Intelligente Transportsysteme (ITS) im Studiengang "Verkehrstechnologien und Transportsteuerungssysteme" ausgebildet. Der Schwerpunkt des Studienganges liegt bei der Telematikausbildung für Transport- und Verkehrswesen. Und an der Donau Uni Krems ist schon seit Februar 2003 ein berufsbegleitender Lehrgang namens "Verkehrstelematik-Management" im Gange, der vier Semester dauert und sich an Raumplaner und Telekom-Experten richtet. Erfahren Sie alles über Verkehrstelematik ab S. 20.
In den Apfel gebissen
Unterstützt werden alle Bestrebungen zu mehr Mobilität natürlich auch durch entsprechend Platz sparende Hardware-Angebote. Daher hat sich MONITOR-Autor Andreas Roesler-Schmidt in seiner doppelseitigen Kolumne "Andreas' Tech Watch" (ab S. 44) den neuen Mac Mini näher angesehen, mit dem Apple PC-User konvertieren will. Noch nie war jedenfalls ein Apple so günstig (ab 500 Euro) zu haben. Bewusst weggelassen wurden Bildschirm, Tastatur und Maus, denn die haben Windows-Anwender ja meist schon. Der Mindest-Preis relativiert sich allerdings schnell. Das getestete Modell (mit 1,42 GHz und 80 GB) kostet bereits 600 Euro. Praktisch notwendig ist die Erweiterung auf 512 MB Hauptspeicher, sinnvoll Bluetooth und WLAN. Wegen der guten Multimediafähigkeiten drängt sich der DVD-Brenner (statt CD-Brenner) auf. So hochgerüstet endet der "günstige" Mac bei 880 Euro - weniger als andere Apple-Rechner, aber in einer Kategorie, in der man auch brauchbare PCs bekommt.
Aber jetzt kommt's: Der Mac Mini ist für unseren Autor "der schönste Desktop-Computer, den ich bisher gesehen habe." Die Höhe des im eleganten Aluminium-Band eingefangenen Macs entspricht exakt einem Stapel von 5 CD-Hüllen, und der Umfang ist kaum größer. Für die Ohren angenehm: Der Lüfter ist außer unter Volllast sehr dezent. Neben dem Mac Mini hat unser Autor übrigens auch noch die Nokia Communicatoren 9300 und 9500 (S. 45) für Sie ausgiebig getestet.
Eine spannende und nutzbringende April-Lektüre wünscht Ihnen Ihr
Rüdiger Maier




1/2012
8/2011
7/2011


Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 