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Netz & Telekom

Inode

Finanzpartner und geplanter Börsegang

Knapp vor Weihnachten hat sich der Internet Provider Inode mit den Finanzpartnern Global Equity Partners (GEP) und Gamma Capital Partners (GCP) und einer Finanzspritze von 10,5 Mio. Euro für die weitere Expansion 2005 gerüstet.

Die Venture Capital Firmen GEP und GCP haben eine hohe Affinität zur Telekom-Branche. GEP-Chef Herbert Herdlicka ist Gründer des Providers Eunet, Klaus Matzka von der GCP Gründer des Providers Magnet (beide Provider sind heute in der Nextra/Jordan Group "gelandet"). Beide Herren werden künftig auch dem neuen Inode-Aufsichtsrat angehören, der von Herdlicka geleitet wird. Die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrates sind Peter Augustin, Georg Chytil, ehem. Technik-Vorstand bei Tiscali/Eunet sowie Franz Janda, ehem. Geschäftsführer von Compaq. "Damit soll der neue Aufsichtsrat nicht nur als Kontrollorgan dienen, sondern auch sein langjähriges Know-how ist für Inode wertvoll", begründete Inode-CEO Michael Gredenberg die Wahl.

Mit dem finanziellen Zuschuss von 10,5 Mio. Euro (zwei Drittel von GEP, ein Drittel von GCP) halten die Beteiligungsgesellschaft HTA III von Global Equity Partners und die Gamma Capital Partners jetzt 32,5 Prozent an Inode, die restlichen 67,5 Prozent bleiben im Besitz der bisherigen Eigentümer (51,3 Prozent hält die Illuminati Privatstiftung von Michael Gredenberg und Peter Augustin, je 8,1 Prozent werden von Robert Rotman und Nikolaus Offner gehalten). Als neues Mitglied der Geschäftsführung wurde zudem Michael Haidinger als Finanzvorstand präsentiert.

Große Pläne hat Inode für die nächste Zukunft. Am 17. Dezember wurde in Liechtenstein ein Standort eröffnet, die weitere Expansion in die umliegenden Ostländer ist bereits in Planung. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt dabei nach wie vor auf Breitbandinternet. "Wir wollen uns künftig nicht nur über den Preis, sondern durch Qualität und Zusatzdienste wie z.B. Spam oder Virenschutz differenzieren", sagt Inode-Chef Michael Gredenberg damit vor allem der Telekom Austria und Tele2/UTA den Kampf an. "Inode ist die Perle der Telekom-Unternehmen der neuen Generation in Österreich", bemerkte GCP-Chef Klaus Matzka. Das Thema der nächsten Jahre sei nicht die Sprachtelefonie, sondern Breitband-Internet und Internet-Telefonie (Voice over IP), dafür sei Inode bestens gerüstet.

Inode erwartet für 2004 einen Umsatz von 40 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll bei 400.000 Euro liegen. Der Provider hat zur Zeit knapp 80.000 Kunden, davon 50.000 im Breitband-Bereich. Bisher wurden rund 150 Standorte mit einem Investitionsvolumen von knapp 6 Mio. Euro in Österreich entbündelt. Die neuen Investment-Partner haben Visionen, die an die Hochblüte des Internet-Hpyes erinnern: "Inode ist ein idealer Börsekandidat, wir werden dafür die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen", betonte GEP-Vorstand Herdlicka. In zwei bis drei Jahren ist ein Börsegang möglich und gewünscht.

www.inode.at

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MONITOR-Autoren
Dipl.-Hdl. Ing. Ernst Tiemeyer

bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. ..mehr..

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