Herr Gredenberg, was waren für Sie die "Meilensteine" in der rasanten Entwicklung von Inode?
Mit Sicherheit, dass wir Ende 1999 schon als erster alternativer Anbieter in Österreich Breitband-Internet angeboten haben. Ab Anfang 2000 war Breitband groß im Angebot, und schon im Jahr darauf 2001 haben wir mit der Entbündelung begonnen. Heute sind wir komplett auf Internet und vor allem maßgeschneiderte Breitband-Angebote spezialisiert und haben so viel Know-how wie kein anderer alternativer Provider. Auch die Kundenzahlen lassen sich sehen, wir haben mit Ende Oktober 53.000 Breitbandkunden, mehr als die Hälfte davon Geschäftskunden. Unser Schwerpunkt heuer und auch nächstes Jahr liegt daher ganz klar bei Breitband-Internet.
Wie erklären Sie sich Ihr rasantes Wachstum bzw. wie lautet Ihr Erfolgsrezept?
Erstens, wir sind ein rein österreichisches Unternehmen und nicht abhängig von internationalen Konzernen. Wir können daher schnell, flexibel und marktorientiert sehr gut agieren. Zweitens, wir besitzen eigene Infrastruktur, da gibt es auch nicht mehr viele, die das haben. Drittens, wir kennen den Markt sehr gut. Im Gegensatz zu vielen anderen sind wir auf Internet und nicht auf Telefonie spezialisiert und bieten maßgeschneiderte, vielfältige Lösungen und viele Zusatzdienste wie z.B. Voice over IP.
Aber auch der Mitbewerb hat ja Internet im Angebot. Wie grenzen Sie sich da ab oder anders gefragt: Warum sollte sich ein Kunde für Inode entscheiden?
Unser Key-Argument ist: Wir bieten Breitbandinternet über unser eigenes Netz an. D.h. Inode Kunden nutzen unsere Dienste völlig unabhängig von anderen Anbietern. Unsere Qualität spricht für sich. Indem wir unser Netz selbst verwalten und nicht von der Qualität bzw. Ausfallsicherheit von Drittanbietern abhängig sind, ist das ein wesentlicher Punkt für die Kunden. Darüber hinaus bieten wir ein vielfältiges Angebot zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das kommt offenbar sehr gut an.
Wie sieht Ihre Strategie für 2005 aus?
Wir fokussieren uns jetzt auf den KMU-Markt. Da werden wir einige Neuerungen auf den Markt bringen. Die Zusatzdienste wie VoIP oder auch z.B. ein Fax-Gateway werden dabei entscheidend sein, warum sich kleinere Unternehmen für einen Anbieter entscheiden. Wir wollen noch mehr Unternehmen ansprechen und uns ganz klar als Infrastruktur-Anbieter mit Breitband-Lösungen positionieren.
Wie sehen Sie ganz allgemein die Entwicklung des österreichischen Telekom-Marktes 2005?
Es geht jetzt darum, wie die Regulierung der 18 Teilmärkte vorgenommen wird. Die Regulierungsbeschlüsse werden ja vermutlich im ersten Quartal 2005 vorliegen. Insgesamt, denke ich, wird Breitband weiter sehr stark wachsen. Da wird erst 2006 oder 2007 eine Marktsättigung erreicht sein. Danach wird der Markt über Qualität, Zusatzdienste und Preise entschieden.
Stichwort Preise: Werden die Preise für Breitband-Internet weiter fallen?
Am stärksten fallen die Preise immer vor Weihnachten. Aber auch jetzt im neuen Jahr steht fest: Breitband-Internet ist und wird für die Kunden deutlich erschwinglicher.
Weil Sie Zusatzdienste erwähnt haben: Welche Rolle wird z.B. VoIP 2005 spielen?
Eine immer größere. Bei unseren entbündelten Kunden nutzt bereits jeder fünfte VoIP. Ziel ist es natürlich, diesen Anteil noch zu erhöhen. Wir haben bemerkt, es besteht keine Hemmschwelle mehr für Internet-Telefonie, das war anfangs sicher schlimmer. Jetzt haben die Unternehmen eher einen Informationsbedarf. Aber jeder, der sich mit der Thematik beschäftigt, ist daran interessiert, VoIP auch einzusetzen. Denn damit spart er schließlich Geld.
Was wünschen Sie sich in punkto Telekom-Markt persönlich für das nächste Jahr?
Eine faire Regulierung, die es ermöglicht, auch als alternativer Anbieter am Markt neben der Telekom Austria zu existieren.
Und was haben Sie sich persönlich für 2005 vorgenommen?
Natürlich weiter Geschäftsführer von Inode bleiben (lacht). Nein im Ernst, mein Leben ist Inode. Freizeit gibt es keine, das Wort kenne ich nicht.




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