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WITEC

Frau und Technik soll kein Widerspruch sein

Initiativen, die Frauen technische Berufe schmackhaft machen wollen, gibt es bereits einige. Jetzt geht WITEC - Women in Science, Engineering and Technology, in Österreich an den Start. Das Besondere an WITEC: Zur Zeit arbeiten hier Frauen in 13 europäischen Ländern daran, den Status von Frauen in der Technik, ob Forschung oder Industrie, zu verbessern.

Frauen in technischen Berufen oder leitenden (technischen) Positionen in Forschung oder Industrie sind nach wie vor eine Seltenheit - Grund genug für eine Handvoll Frauen, den Verein WITEC auch in Österreich ins Leben zu rufen. Zu den Hauptzielen zählt, Mädchen und junge Frauen zu einer technischen Ausbildung zu motivieren, für europaweite Vernetzung und Wissens- sowie Erfahrungsaustausch zu sorgen, aber auch eigene Unternehmensgründung und Mentoring-Projekte zu fördern.

"Wir können sehr viel aus den Erfahrungen aus den einzelnen Ländern lernen", bekräftigte Cornelia Booy, Präsidentin von WITEC Europa. Ganz selbstbewusst und voller Tatendrang gab sich Hilde Schaumberger, Wirtschaftsstadträtin von Villach und WITEC-Mitglied: "Wir können auf das Potential von Frauen nicht mehr verzichten". Sie zeigte sich auch überzeugt, dass es wichtig sei, in Österreich bei WITEC drei Perspektiven zu vertreten: Universität, Industrie und öffentliche Hand. Nur so sei es möglich, mehr zu bewegen, wobei Schaumberger konkret dreierlei Aktivitäten nannte: Das Wollen der Frauen und Mädchen stärken, weiters eine gewisse Normalität bzw. Selbstverständlichkeit für technische Berufe von Frauen zu erwirken und drittens die Aufstiegsmöglichkeiten und Entlohnung für Frauen zu verbessern. "Frauen sind mehr als nur Anwender", brachte sie die Sache auf den Punkt.

Als Ziele für das kommende Jahr nannte WITEC Österreich-Obfrau Dorly Holzer-Harringer, Software Development Managerin bei Skidata, mehr Unternehmen für das Netzwerk zu gewinnen, neue Projekte zu starten, aber auch die europäische Komponente zu nützen. "Jetzt geht es auch einmal darum, die Partner von WITEC Europa kennenzulernen", so Holzer-Harringer. Konkret für Österreich gelte es vor allem dem Fachkräftemangel als Chance für Frauen zu begreifen: "Firmen müssen verstärkt auch junge Frauen für technische Ausbildungen motivieren und für Forschung und Entwicklung gewinnen", so Holzer-Harringers Aufforderung an die Unternehmer. WITEC unterstützt dies durch aktives Zugehen auf die Hochschulen, die Thematisierung von Diversity Management und Gender Mainstreaming in Unternehmen sowie durch Mentoringprobleme oder die Vermittlung von Praktika. "Wichtig ist sicher auch, dass noch viele Unternehmen bei WITEC mitmachen", sieht die WITEC-Obfrau ihre Ziele vor allem auch in der Gewinnung von MitstreiterInnen in der Industrie.

Die WITEC Frauen in Österreich sind übrigens engagiert und fleißig bei der Sache: Bereits vergangenen November wurde zum internationalen WiTEC Board Meeting nach Villach geladen, das erste (und hoffentlich nicht letzte) seiner Art in Österreich. Dass sich hierzulande etwas ändert ist jedenfalls hoch an der Zeit. Laut Bericht der Europäischen Kommission rangiert Österreich als Schlusslicht in punkto Frauenanteil in der industriellen Forschung. Der EU-Schnitt liegt bei 15 %, Spitzenreiter ist Irland mit 28 %, Österreich kommt mit 9 % auf weniger als ein Drittel.


WITEC im Überblick

WITEC - Women in Science, Engineering and Technology - wurde ursprünglich bereits 1988 als Netzwerk im universitären Bereich gegründet. Heute ist WITEC eine europaweite Initiative, deren Ziel es ist, die Position von Frauen im technischen Umfeld zu stärken. WITEC Österreich ist seit November 2003 in Österreich durch die Villacher Forschungs- und Planungsgesellschaft Technikon www.technikon.at vertreten. Im April 2004 wurde der österreichische Verein WITEC durch Frauen aus der Industrie (Skidata, Magna Steyr, Infineon, HP) gegründet. Zur Obfrau wurde DI Dorly Holzer-Harringer, Software Development Managerin bei Skidata, gewählt.

www.witec-eu.net
www.technikon.at/witec

 

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Dr. Manfred Wöhrl

Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. ..mehr..

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