Nach wie vor sind Frauen im IT-Bereich unterrepräsentiert. Und das nicht nur in Österreich sondern im gesamten europäischen Raum. Lange und vor allem unregelmäßige Arbeitszeiten sind die größte Belastung für Frauen in diesem Berufsfeld. Weiters entstehen für Frauen mit Kindern erhebliche Nachteile, weil sie auf Grund der mangelnden Planbarkeit, Beruf und Familie kaum vereinbaren können. Daher verlassen diese Frauen auch die Branche eher wieder beziehungsweise streben sie in geringerem Ausmaß höhere Positionen an als kinderlose Frauen.
Positive Faktoren für Frauen sind Autonomie und Selbstständigkeit, das relativ gute Einkommen in vielen Bereichen sowie der mit der IT-Branche verbundene Status. Frauen bewerten zudem den Abwechslungsreichtum der Tätigkeitsbereiche als äußerst attraktiv. Dies sind Ergebnisse des europäischen Projekts "Widening Women's Work in Information and Communication Technology" (www-ict).
An dem von der Europäischen Kommission im "Information Society Technologies" (IST) Programm geförderten Projekt waren sowohl Forschungseinrichtungen als auch PraktikerInnen aus arbeitsmarkt- und wirtschaftsnahen Organisationen in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Österreich und Portugal beteiligt. Das Datenmaterial setzt sich aus insgesamt 140 biographischen Interviews (33 davon mit Männern) und mehreren Firmen-Fallstudien zusammen.




7/2011
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Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 