Waren Storage Area Networks (SAN) bis vor kurzem auf Grund der hohen Initial-Investitionen nur für Großunternehmen interessant, stellen sie heute auch eine wichtige Option für mittelständische Unternehmen dar. Wie diese Tatsache vom Markt - dem österreichischen Mittelstand - angenommen wird, sollte diese Umfrage erhellen. Zielgruppe waren Mittelstandskunden mit mindestens drei Servern. Die Ergebnisse unterscheiden sich erheblich von den Aussagen aus dem Highendbereich und lassen einen massiven Aufklärungsbedarf erkennen.
Nicht einmal zehn Prozent der Befragten haben eine zentrale Storagelösung. Knapp die Hälfte der Kunden mit dezentraler Speicherlösung hat sich noch nie mit dem Thema Storage beschäftigt. Der Rest hat sich nach eigener Aussage bereits einmal mit dem Thema auseinandergesetzt.
Davon steht jeder zehnte der befragten IT-Leiter dem Thema grundsätzlich positiv gegenüber; rund 57 Prozent aber haben konkrete Einwände dagegen, wie z.B. Budget, Größe der Lösung etc. Für ein Drittel der Befragten ist die Thematik unklar. Hier besteht massiver Aufklärungsbedarf. Es herrscht einiges an technischer Verwirrung und Berührungsangst. Als Gründe, die vermeintlich gegen zentrale Storagelösungen sprechen, wurden z.B. folgende Aussagen getroffen: "dezentral ist ausfallsicherer" oder "zentrale Storagelösungen sind den Anforderungen der verschiedenen Abteilungen nicht gewachsen".
75 Prozent der befragten Kunden mit dezentraler Storagelösung sind sich bewusst, dass in ihren Servern Plattenkapazitäten freiliegen. Über 35 Prozent dieser Kunden geben an, dass dies 40 Prozent oder mehr sind. Bei kurzfristig benötigtem Speicherplatz würde die Hälfte der Befragten ihre Daten bereinigen, ein Drittel würde Festplatten kaufen.
27 Prozent der Befragten denken, dass eine qualitativ hochwertige Einstiegslösung mit 1 TB Speicherkapazität über € 8.000 kostet. Ebenso viele konnten den Preis nicht einmal schätzen. Tatsächlich beträgt der Marktpreis weniger als die Hälfte.
Fazit der Studie: Storage ist im Mittelstand noch nicht verankert. Eine differenzierte Marktbearbeitungsstrategie zum klassischen Storage-Umfeld ist notwendig. Data Systems Austria wird mit einer speziellen Taskforce diese Initiative in enger Partnerschaft mit HP nun verstärken.




1/2012
8/2011
7/2011


Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 