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Lösungen

Multitest | PSI Penta

Neuer ERP-Standard bringt mehr Flexibilität

Nachdem die Möglichkeiten der Firmensoftware erschöpft waren, passte sich Multitest, ein Hersteller elektronischer Geräte, mit der ERP-Software Psipenta seiner dynamischen Geschäftsentwicklung an.

1980 begann die Rosenheimer Multitest Elektronische Systeme GmbH mit vier Mitarbeitern die Entwicklung und Produktion von Testautomaten für die Halbleiterindustrie. Diese Prüf- und Sortiermaschinen für Computerchips besorgen ein präzises Handling zum Testen von Halbleiterchips mit einer Geschwindigkeit von bis zu acht Chips pro Sekunde. Für realistische Testbedingungen können dabei variable Umgebungstemperaturen zwischen -60°C und +180°C erzeugt werden.

Schon nach wenigen Jahren zählten Firmen wie Siemens, Philips und ST Microelectronics zu den Stammkunden. Schließlich machten die Rosenheimer ihren Konkurrenten aus Fernost sogar vor deren eigener Haustür Marktanteile streitig. Inzwischen erzielt man 60 % des Umsatzes in Asien. In der bayerischen Zentrale, den Niederlassungen in Singapur und den USA sowie weiteren 21 Standorten erwirtschafteten im vergangenen Jahr 400 Mitarbeiter 60. Mio. Euro. Seit Juni 2001 gehört die Firma zu Everett Charles Technologies, Pomona/Kalifornien, die wiederum Teil des an der New Yorker Börse notierten Mischkonzerns Dover Corporation ist.

Unternehmensweit einsetzbar

Diese rasante Firmenentwicklung führte dazu, dass das selbstprogrammierte, auf DOS basierende PPS-System technisch und funktional an seine Grenzen gelangte. Besonders im Bereich Wertefluss und dessen Schnittstellen zu Finance & Controlling sowie der Abbildung firmenübergreifender, internationaler Prozesse war das Programm überfordert. Jan Feddern, seinerzeit stellvertretender Projektleiter und heute Teamleader ERP-Systems erinnert sich: "Aus bisherigen Selbstverständlichkeiten und neuen Wünschen aller Fachabteilungen erstellten wir ein ziemlich anspruchsvolles Pflichtenheft." Zuverlässigkeit und wirtschaftliche Stabilität des Softwareanbieters war eine Grundvoraussetzung. Das Programm sollte konzernweit in allen Subunternehmen einsetzbar sein. Da die Kunden im Fertigungsprozess häufig Änderungen bis kurz vor Auslieferung verlangen, forderte das Projekteam eine äußerst flexible Darstellung der Auftragsstücklisten in genügenden Fertigungsebenen.

nt face="Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Zurzeit setzt Multitest die Psipenta-Module Auftragsmanagement, Betriebsdatenerfassung, Personalzeiterfassung, Lohn & Gehalt sowie Kostenrechnung und einige Zusatzmodule ein. Durch die Neuorganisation aller Prozesse des Auftragsdurchlaufs konnten die Abläufe weitgehend optimiert werden. Hier hebt Feddern besonders den Bereich Wertefluss und Kostenrechnung hervor: "Erst mit der neuen Software waren wir in der Lage, die komplexen Zusammenhänge der Finanzströme transparent zu machen und in effektive Managementinformation zu überführen." Auch die modularen Produktstrukturen konnten erstmals vollständig und übersichtlich in den Kundenvorgängen dargestellt werden.

Jetzt fast 200 User

Die gesamte Projektzeit lief über zwei Jahre, herbeigeführt durch die rasante Wachstumsphase des Unternehmens. In dieser Zeit wurde an oder gar über der Kapazitätsgrenze gearbeitet, für eine konsequente Einführung neuer Systeme fand sich nicht die nötige Zeit. Die eigentliche Mitarbeiterschulung dauerte dann sechs Monate. In dieser Zeit schulte ein 10-köpfiges Kernteam die User, nach Fachgebieten eingeteilt, mit steigender Intensität bis zu insgesamt 15 Stunden. Zwischen den Schulungsterminen gab es "Hausaufgaben" zu erledigen.

"Es dauert einige Zeit, bis man sich an einen Standard gewöhnt hat, besonders wenn man von einer selbst programmierten Lösung kommt", erinnert sich Feddern. Nach der Ein- und Umgewöhnungsphase lernten aber alle Mitarbeiter die Qualitäten der neuen Software schätzen, insbesondere die Integration und Stabilität des Systems. Heute arbeiten knapp 200 Anwender mit Psipenta. Da Feddern mit seinem Team die Funktionalität und Performance der Software ständig weiter entwickelt, wird fast täglich mit den Berliner Programmierern kommuniziert: "Wir finden dort das nötige Wissen und die Kompetenz zur Lösung unserer Probleme."

http://www.psipenta.de

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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