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Wirtschaft

Studie: SBS

Großes Marktpotential für Outsourcing in Österreich

Laut einer Outsourcing-Studie von Pro Success Management Consulting im Auftrag von Siemens Business Services soll das Marktpotenzial in Österreich liegt 30 bis 40 Prozent des IT-Marktes liegen.

Die Studie zum Thema "Best Practices in IT-Outsourcing" wurde bei den Top 150 Unternehmen in Österreich durchgeführt. Daraus geht hervor, dass IT-Outsourcing in Österreich einen Marktanteil von 30 bis 40 Prozent des IT-Marktes erreichen kann. Der gegenwärtige Anteil von Outsourcing am Gesamtmarkt liegt bei 12 bis 15 Prozent. Die Barrieren für die Marktentwicklung liegen bei Problemen bei der Initiierung von IT-Outsourcing, mangelnder IT-Governance und unzureichender Realisierung von Synergien. Abhängig von der Standardisierung und Wettbewerbsintensität der jeweiligen Branche lassen sich 80 bis 90 Prozent aller IT-Services auslagern.

Die Studie zeigt, dass 26 Prozent der österreichischen Top 150 Unternehmen echtes IT-Outsourcing nutzen, 24 Prozent haben ihre IT in Tochterunternehmen ausgelagert. 42 Prozent der Top 150 planen in Zukunft IT-Outsourcing stärker zu nutzen. Die wichtigsten Interessenschwerpunkte dabei sind Desktop Services, Software-Entwicklung und Rechenzentrums-Dienstleistungen. 20 Prozent aller Unternehmen, die noch kein Outsourcing betreiben, planen in den nächsten 18 Monaten Outsourcing-Angebote zu evaluieren.

In der Initiierungsphase von IT-Outsourcing reduzieren emotionale Barrieren Erfolgschancen und Synergien. 31 Prozent der befragten IT-Outsourcing-Kunden hatten Probleme bei der Initiierung, die vor allem auf Angst vor falschen Entscheidungen, Abhängigkeit vom IT-Dienstleister, Kontrollverlust über die IT und Know-how-Verlust zurückzuführen sind. Diese Probleme führen dazu, dass viele Outsourcing-Projekte in Österreich bereits in der Anfangsphase stecken bleiben.

Die gesamten Synergiepotenziale von Outsourcing-Projekten werden oft erst während des Betriebes erkannt. Die wichtigsten Synergieziele bei IT-Outsourcing-Projekten - Einsparungen bei den IT-Kosten, Freispielen des IT-Personals von Routine-Aufgaben und die Verbesserung der Verfügbarkeit - übertreffen aber meist die Erwartungen der Kunden.

Für österreichische Unternehmen ergeben sich aus der Studie mehrere Empfehlungen. IT-Outsourcing ist als Bestandteil der Gesamtstrategie zu sehen und sollte strategisch und stufenweise umgesetzt werden. Outsourcing ist dabei als Change Management Prozess zu sehen. Vor einer Auslagerung von Services sollte die IT-Governance ausgebaut bzw. eine IT-Governance-Organisation als "Aufsichtsrat" eingerichtet werden.

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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