Mit innovativen Lösungen aus dem IBM Forschungslabor Zürich lassen sich Gesundheitsrisiken und Medikamenteinnahme einzelner Personen via Mobiltelefon fernüberwachen und registrieren.
Patientinnen und Patienten mit spezifischen Symptomen wie beispielsweise Bluthochdruck müssen nicht nur kontinuierlich Medikamente einnehmen, sondern auch den Verlauf der Krankheit regelmäßig kontrollieren. Mit einem handlichen mobilen Blutdruck-Messgerät, dessen Werte via Mobiltelefon in eine Betreuungsstation übermittelt werden, und einem elektronischen Arzneispender, der bei jeder Entnahme einer Tablette auf dem gleichen Weg ein Signal sendet, lassen sich gefährliche Entwicklungen rasch erkennen. Ein Alarm, zum Beispiel an das Mobiltelefon des Patienten (etwa "Tablette seit zwei Stunden überfällig - Bitte sofort einnehmen" oder "Rufen Sie uns an"), kann die Situation schnell entschärfen.
Die Bedienung der um das Handgelenk gelegten Blutdruck-Manschette ist einfach. Der Patient drückt auf einen Knopf, worauf sich die Manschette von selbst aktiviert und den Blutdruck misst. Die Übermittlung der gemessenen Werte erfolgt automatisch, solange das Handy eingeschaltet ist. Wird zusätzlich ein (elektronischer) Medikamentendispenser in das System integriert, kann der medizinische Betreuer überprüfen, ob die Arzneien nach Verordnung eingenommen werden, und den Patienten auf Abweichungen aufmerksam machen. Entsprechend ließe sich die Dosierung bei Bedarf anpassen beziehungsweise sonstige Maßnahmen treffen.
Vor allem in der durchgängigen EDV-Unterstützung von klinischen Prozessen sieht Eva Deutsch, Leader Healthcare and Social Security, IBM Business Consulting Services, enormes Potenzial, "sowohl für verbessertes Service am Patienten als auch in Hinblick auf Einsparungsmöglichkeiten".




1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 