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Business Intelligence & CRM

Interview mit Clemens Prändl - MicroStrategy Deutschland

"Das Glück der späten Geburt"

Clemens Prändl, Geschäftsführer von MicroStrategy Deutschland und zuständig für Zentraleuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz), erläutert im Gespräch mit dem MONITOR den aktuellen Business Intelligence-Markt und neue Produkte.

Adolf Hochhaltinger

Was ist der spezielle Vorteil, den MicroStrategy seinen Kunden bietet?

Der Unternehmer erhält durch uns ständig alle Geschäfts-relevanten Informationen aus allen Bereichen seines Unternehmens wie Finanzen, Produktion, Abverkauf. Er sieht dadurch sofort, wo er Geld verdient und wo er Geld verliert und ist immer up-to-date.

So sieht er beispielsweise auch, wenn ihm ein Geschäftsbereich zwar hohe Umsätze bringt, hier aber z.B. wegen zu niedriger Preise trotzdem kein Gewinn generiert wird. Damit wird seine unternehmerische Entscheidung durch präzisere Information unterstützt; er kann dadurch bessere und erfolgreichere Entscheidungen treffen.

Gerade wenn es wirtschaftlich nicht so gut geht, erlebt Business Intelligence meist eine große Renaissance, weil es dem Unternehmer zusätzliche Informationen über seinen wirtschaftlichen Stand in jedem einzelnen Bereich des Unternehmens erschließt: er kann dadurch effizienter agieren.

Wie sehen Sie heute Ihre Position am Markt?

MicroStrategy ist derzeit - sowohl in Europa als auch in Österreich - der am schnellsten wachsende Anbieter im Bereich "Business Intelligence". Insbesondere letztes Jahr sind wir sehr stark gewachsen. Aus diesem Grund sind wir sehr zuversichtlich bezüglich der kommenden Entwicklung.

Wir haben außerdem im Vergleich zu unseren Mitbewerbern das "Glück der späten Geburt": wir konnten als junges Unternehmen auf inzwischen weltweit gewonnenen Erfahrungen aufbauen und dadurch schon von Anfang an einige grundlegende Sackgassen und Fehler vermeiden.

Und was heißt das in der Praxis?

Wir verwenden grundsätzlich eine Server-zentrierte Architektur, hier muss nicht mehr ein eigener (und eventuell komplizierter) Client auf dem PC eines jeden einzelnen Anwenders installiert werden. Alleine dadurch ersparen sich größere Organisationen bereits eine Menge Zeit und Administrationsaufwand.

Und der Zugriff auf alle Informationen erfolgt mit einem ganz normalen Web Browser. Dadurch ersparen wir dem Kunden Server-seitig die Anpassung unseres Produkts an unterschiedliche Hard- und Softwareplattformen der Clients.

Das macht es auch für Anwender leichter: Schon in vergleichsweise kleinen Projekten von zehn bis hundert Usern ist in historisch gewachsenen Umgebungen oft eine Vielfalt unterschiedlichster Server anzutreffen. Wir dagegen bauen in einem einzigen Account ein ausreichend leistungsfähiges Data Warehouse auf, wo wir sämtliche Unternehmensdaten zentral zur Verfügung stellen und alle Benutzer damit bedienen.

Bei vielen Mitbewerbern dagegen sind derartige Business Intelligence Lösungen aus mehreren Elementen "zusammengestückelt", teilweise müssen einzelne Teile sogar auf unterschiedlicher Hardware installiert werden - und genau diesen Aufwand erspart MicroStrategy seinen Kunden. Bei unserer Lösung liegt die gesamte entscheidungsrelevante Information grundsätzlich in einer einzigen großen, relationalen SQL-Datenbank. Dadurch gibt es bei uns in jedem Unternehmen immer nur einen einzigen Business Intelligence Server.

Zudem ergibt sich hieraus auch ein finanzieller Vorteil: Ein Server läuft etwa nach drei Jahren aus dem Leasing, dann muss er ersetzt werden. Und dann braucht der Kunde bei uns nur einen einzigen Server zu tauschen. Das macht einen großen Unterschied, insbesondere bei den TOC.

Wie sehen Sie den österreichischen Markt?

Gerade in Österreich wird ja der Preis ganz besonders genau beachtet. Hier bietet MicroStrategy alle Möglichkeiten, für den kleinen ebenso wie für den großen Kunden. Zu diesen "Großen" zählen immerhin Unternehmen wie Rewe, Metro, C&A, die dm-Drogeriemarkt-Kette, die deutsche Börse, die deutsche Telekom, die Anker-Versicherung in Österreich, usw.

Jeder Kunde kann - ganz nach seinen Vorstellungen - entweder "klein" beginnen, beispielsweise auf einem Windows- oder Unix-Server - oder er kann gleich von Anfang an ein großes Data Warehouse mit einigen Terabyte aufbauen.

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MONITOR-Autoren
Mag. Dominik Troger

Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. ..mehr..

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