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Systems 2004

Trovarit: Studie

Anwender-Zufriedenheit ERP 2004

"Branchenspezialisten haben die Nase vorne" ergibt eine Studie der Trovarit AG - Auszüge aus dieser Studie werden auf dem ERP-Forum zur SYSTEMS 2004 präsentiert.

Wie gut sind ERP-Lösungen in der Praxis? Auf diese Frage hin haben fast 1.500 ERP-Anwender aus Deutschland mehr als 1.700 ERP-Installationen bewertet. Das Ergebnis mag manchen überraschen: Wenn es um die Zufriedenheit der Anwender geht, liegen ERP-Lösungen mit klarem Branchenfokus und/oder solche Lösungen vorne, die vorwiegend bei kleinen und mittleren Unternehmen im Einsatz sind.

Darunter finden sich Branchenlösungen wie z.B. "Sivas", "ABS?" bzw. "Unipps" (Maschinen-/Anlagenbau) oder "b2wincarat" (Kunststoffspritzguß). Von kleinen und mittleren Unternehmen mit guten Noten versehen werden u.a. "WINLine", "abas", "Steps Business Solutions", "SQL-Business" oder "Mitan". Von den Lösungen, die vor allem bei mittleren und größeren Unternehmen verbreitet sind, liegen u.a. "Oxaion", die Finanz-Software "CSS", "PSIPENTA" oder "proAlpha" relativ gut im Rennen. Den Club der "Großen" führt schließlich "SAP R/3" vor "IFS" an.

Dieses Ergebnis provoziert die Frage, ob die kleinen Lösungen wirklich besser sind als SAP, SoftM oder P2plus? Eine tiefergehende Analyse zeigt deutlich, dass die Zufriedenheit insgesamt mit der zunehmenden Komplexität einer Software-Installation sinkt. Dabei werden die größeren Lösungen in aller Regel bei wesentlich komplexeren Aufgabenstellungen eingesetzt - und zwar sowohl im Hinblick auf die Größe der Projekte (Anzahl Arbeitsplätze) als auch bzgl. des abzudeckenden Leistungsspektrums in der Form einer breiten Palette installierter Software-Module. Man sollte hier also vorsichtig sein und nicht "Äpfel mit Birnen vergleichen". Dagegen geht das bessere Abschneiden der Branchen-Lösungen nicht so sehr auf die Projektgröße zurück. Vielmehr honorieren die Anwender offenbar die starke funktionale Ausrichtung der Software auf ihre jeweiligen Belange. Durch eine zielgruppenspezifische Vorkonfiguration reduziert sich meist der Anpassungsaufwand. Aufgrund ihrer Branchenerfahrung sprechen die einschlägigen Anbieter gleichzeitig auch die Sprache ihrer Kunden.

Insgesamt wurden im Rahmen der Studie rund 197 ERP-Lösungen identifiziert, von denen für 47 eine ausreichende Datenbasis für eine fundierte Analyse erzielten. Dabei zeigt die Studie, dass sich die allgemeine Zufriedenheit der Anwender mit ihrer ERP-Lösung und dem jeweiligen Einführungspartner bei Noten zwischen einem knappen "sehr gut" und "befriedigend" insgesamt auf einem recht hohen Niveau bewegt. Demnach ist die Branche der Standard-Software offensichtlich besser als ihr Ruf. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Zufriedenheit mit der Software-Lösung sehr stark von der Zufriedenheit mit dem Dienstleister abhängt. Demnach wird ein ERP-System dann gut bewertet, wenn auch die Leistung des Implementierungspartners stimmt und umgekehrt. Insofern ist auch nachvollziehbar, dass in der Regel die Bewertungen von Software-Lösungen schlechter ausfallen, deren Anbieter in der jüngeren Vergangenheit mit wirtschaftlichen Turbulenzen, Übernahmen etc. zu kämpfen hatten - wie etwa "Baan", "BrainAS", Ifax-Open oder infor.com

Das gute Gesamturteil darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es durchaus Kritikpunkte gibt: Regelrecht unzufrieden sind viele Unternehmen mit der Unterstützung durch das Formular- und Berichtswesen der ERP-Systeme. In diesem Punkt zeigen sich sehr große Unterschiede von System zu System bzw. sogar von Projekt zu Projekt. Hier scheinen demnach Möglichkeiten für Anwender bzw. Anbieter zu bestehen, das Ergebnis aktiv zu beeinflussen. Erstaunlich ist zudem, dass einerseits über 70% der Anwender ihr ERP-System aufgrund der relativ guten funktionalen Passung ausgewählt haben und andererseits trotzdem ca. 30% den großen Anpassungsaufwand im Rahmen des Einführungsprojektes kritisieren. Angesichts knapper Personalkapazität klagt folglich fast ein Viertel der Unternehmen über fehlende Ressourcen im Projektteam.

Handlungsbedarf bescheinigen die Anwender auch in Puncto "Flexibilität bzw. Anpassbarkeit" (ca. 22,5% der Teilnehmer), "Offenheit der Systeme" bzw. der Möglichkeit zur Anbindung von anderen Systemen über Schnittstellen (ca. 17% der Teilnehmer) sowie hinsichtlich der "Benutzerführung und Ergnonomie" der Software (ca. 19%). Schließlich bemängelt mehr als die Hälfte der Anwender den großen Aufwand, der z.B. durch die Datenaufbereitung bzw. -migration während der ERP-Einführung verursacht wird.

Infos zur Studie

Die Studie "Anwenderzufriedenheit ERP/Business Software Deutschland 2004" wurde von der Trovarit AG gemeinsam mit den Partnern i2s GmbH/Zürich, MQ Result AG/Konstanz, und der Computerwoche in der Zeit von März 2004 bis Juli 2004 durchgeführt.

Die deutsche Studie ist Teil einer internationalen Untersuchung, deren Startschuss im Jahr 2003 in der Schweiz gefallen ist und die im deutschsprachigen Raum künftig jährlich durchgeführt wird. Der Auftakt für die Untersuchung in Österreich ist für Anfang 2005 geplant. Initiator dieser Studienreihe ist Dr. Eric Scherer, Geschäftsführender Gesellschafter der i2s GmbH.

Der umfassende Studienbericht (ca. 190 Seiten) kann im Internet unter www.it-matchmaker.com/awz für 300,00 EURO bestellt werden. In dem Bericht werden detaillierte Bewertungsprofile für mehr als 70 ERP-Lösungen ausgewiesen. Gleichzeitig werden typische Projektkenngrößen, etwa Investitionsbudgets, Bearbeitungszeiten und Personalaufwand analysiert.

Auszüge aus der Studie werden in einer Vortragsreihe auf dem ERP-Forum zur Systems 2004 (München, 18.-22.10.2004, Halle A1, Stand 303-11) dem interessierten Publikum vorgestellt (vgl. http://www.erp-area.de).

MONITOR ist offizieller Medienpartner für die "ERP-Zufriedenheitsstudie Österreich", die Anfang 2005 von Trovarit durchgeführt werden wird.

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ERP-Zufriedenheitsstudie (ERP-Z)

Wie beurteilen Österreichische Kunden ihre ERP-Anbieter? Eine Österreichweite Studie von i2s in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) und der IT-Zeitschrift Monitor geht der Frage auf den Grund.

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MONITOR-Autoren
Mag. Christoph Weiss

Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) ..mehr..

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