Die Gebrüder Meyer Parkettindustrie GmbH mit Sitz in Güssing im Burgenland, bildete 2002 ein Joint Venture mit dem deutschen Unternehmen Parador. Die Zusammenführung von Vertriebs- und Produktions-Know-how ermöglicht den beiden Unternehmen den schnellen Zugang zu internationalen Märkten.
Das mit modernster Technologie ausgestattete Fertigparkettwerk wurde 1999 errichtet und in Betrieb genommen. In den zahlreichen Trockenkammern auf dem Betriebsgelände wird das Rohmaterial vorbereitet und danach in der über 7.500 Quadratmeter großen Fabrik zu Fertigparkett verarbeitet. Hochqualifizierte Facharbeiter und Techniker sowie das über hundert Jahre entwickelte und weitergegebene Fachwissen des Meyer-Holz Familienbetriebes tragen dazu bei, dass man mit Fertigparkett ein qualitativ hochwertiges, beständiges und umweltfreundliches Produkt erhält.
Das Fertigparkett ist in 74 Varianten (die sich durch Holzart und Sortierungen, lackiert oder gebrauchsfertig geölt unterscheiden) lagernd. Das ohnehin bereits umfangreiche Sortiment wurde um neue interessante Holzarten wie Jatoba, Doussie, Eiche "Antik" oder Merbau erweitert.
Erweiterung mit mySAP All-In-One
Nach der Einführung der SAP-Module für Finanzbuchhaltung und Controlling durch die konzerneigene IT der deutschen Parador beschloss das Unternehmen, auch in der Fertigung, in der Lagerwirtschaft und im Vertrieb die bestehende Individualsoftwarelösung durch die mySAP All-In-One Module Materialwirtschaft, Produktionsplanung und Vertrieb mit Hilfe eines externen Beratungshauses zu ersetzen. Man entschied sich dabei für den SAP Business Partner itelligence, das unter anderem auch auf die Holzindustrie spezialisiert ist und bereits auf zahlreiche Referenzen sowie auf eine eigenentwickelte und SAP-zertifizierte Branchenlösung "it wood" verweisen kann.
Gemeinsam mit den verantwortlichen Mitarbeitern bei Meyer wurden diese Module in nur drei Monaten eingeführt. Dabei wurden sämtliche Prozesse gemeinsam analysiert und optimiert. Stamm- und Bewegungsdaten wurden aus dem Altsystem unter Linux übernommen. Das Bestellwesen wurde samt einem Freigabefahren implementiert und besondere Beschaffungsformen wie die Lohn- und Fremdbearbeitung und Umlagerungsbestellungen berücksichtigt.
Variantenvielfalt ist gefragt
it.wood erleichtert den Umgang mit einer der größten Herausforderungen der Holz- und Möbelindustrie - der Variantenvielfalt. Liefertermine werden automatisch generiert und die Verfügbarkeit der Produkte überprüft - in Abhängigkeit der Produktvariante können Aufträge terminiert werden und Fertigungs- und Bestellstatus angezeigt werden. Spezielle Anforderungen der Holzbranche werden dabei berücksichtigt: So sind die Abbildung der Furnierfeuchtigkeit und technischer bedingter Liegezeiten im Materialstamm implementiert.
In einem weiteren Schritt wurde itelligence Österreich mit der Einführung von SAP HR - Human Resources beauftragt. Die Realisierung der Customizing Einstellungen erfolgte gemeinsam mit den Key-Usern von Meyer Parlett/Parador im Rahmen eines frühen Prototyping mit Musterdaten am System. Reports und Formulare wurden erstellt und Key-User bei geschult. Diese gaben ihr Wissen dann an die übrigen Anwender im Unternehmen weiter.
"Durch die Implementierung der logistischen Module können wir verlässliche Informationen über die aktuellen Fertigungsaufträge gewinnen und die Produktionskosten dadurch nachhaltig senken. Durch die gute Planbarkeit der Kapazitätsauslastung erhalten wir größere Flexibilität", zeigt sich Hendrik Voss, IT-Manager von Meyer Parkett/Parador zufrieden. "Die optimierte Produktionssteuerung führt auch zu einer Reduzierung der Durchlaufzeiten in der Fertigung. Übereinstimmung von Planung und tatsächlichem Aufwand erlauben eine bessere Nutzung unserer Kapazitäten und sorgen für mehr Transparenz - im gesamten Unternehmen".




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8/2011
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Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 