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Netz & Telekom

Hitachi

Storage wird virtuell

Nach bisheriger Zurückhaltung rund um das Thema Storage-Virtualisierung, stellt Hitachi Data Systems nun genau dieses Thema in den Mittelpunkt. Die Kernfunktion der neuen Gerätegeneration: Virtualisierung.

Andreas Roesler-Schmidt

Zeitgleich stellte Hitachi Data Systems in New York, Barcelona und Frankfurt seine neue Universal Storage Platform (USP) TagmaStore vor - eine Kombination aus Hard- und Softwareentwicklungen. Hitachi verspricht mit dieser universellen Speicherplattform die Gesamtbetriebskosten für unternehmensweite Speicherlösungen radikal zu senken - vor allem durch Virtualisierung. Ein Jahr zuvor hieß es bei Hitachi noch, Virtualisierung sei zwar ein heißes Thema aber noch nicht ausgereift - diesmal steht die Virtualisierung im Zentrum der Ankündigungen und spielt nach Hitachi-Sicht eine Schlüsselrolle in der Zukunft des Enterprise-Storage. "Wir haben damals zur Virtualisierung gesagt, wir werden nichts machen, bis wir es ordentlich machen können", erklärt Roger Turner, Director Storage Systems EMEA den scheinbaren Sinneswandel.

Virtualisierung sieht nicht nur Hitachi als wichtigste Storage-Strategie: "Der zukünftige Weg des Enterprise-Storage ist Virtualisierung und Partitionierung von Arrays, die die exakte Anpassung an den Speicherbedarf der einzelnen Anwendung ermöglicht. Diese Entwicklungen verwandeln die Disk Control Unit in einen universellen Storage Server, der heterogene Speichersysteme unterstützt", meint Josh Krischer, Vice President und Research Director von Gartner.

Zu den Merkmalen von TagmaStore gehören die logische Partitionierung der Speicherressourcen, das Management von extern angeschlossenen, heterogenen Speichersystemen und eine universelle Replikation von Daten. Der Unternehmensbereich Global Solution Services von Hitachi Data Systems wird dafür entsprechende Implementierungs- und Beratungsservices anbieten.

"Die universelle Speicherplattform TagmaStore repräsentiert innerhalb der Speicherbranche eine ganz neue Kategorie. Ihre leistungsfähige Architektur liefert in punkto Virtualisierung und Replikation ganz neue Möglichkeiten, die mit vorherigen Generationen von unternehmensweiten Speichersystemen nicht möglich waren. Auf diese Weise unterstützt TagmaStore die Einführung eines neuen Paradigmas für den Systembetrieb - mit dem Ziel, unternehmensweit ein einheitliches Konzept für anwendungsoptimierte Speicherlösungen (Application Optimized Storage) zu implementieren", erklärt Scott Genereux, Senior Vice President Global Marketing. "Als Ergebnis erhalten die Kunden einen kostengünstigen Rahmen für Informationsinfrastrukturen, der Kosteneinsparungen in Millionenhöhe ermöglichen kann."

Die TagmaStore-Technologie ist ausschließlich mit neuen Storage-Boxen erhältlich. "Wir glauben nicht, dass das ein Nachteil ist", sagt Roger Turner. "Speicher ist entweder neu oder voll - die Unternehmen müssen ohnehin Speicher kaufen." Mit einem der drei neuen Modelle (USP100 mit bis zu 77 TB intern, 17 GB/s Bandbreite; USP600 bis zu 154TB, 34GB/s sowie das Highend-Modell USP1100 mit bis zu 332TB interner Bruttokapazität und einer Bandbreite von 68GB/Sekunde) erhalten Kunden die Virtualisierungsfunktionen - auch für die bereits vorhandene Hardware - sofern sie von Hitachi stammen: "Derzeit unterstützen wir alle über Fibre Channel angeschlossenen Hitachi Geräte", gesteht Turner ein. "Aber das Ziel ist ganz klar, auch Dritthersteller zu unterstützen. Das wird mit IBM sicher kein Problem sein, aber mit EMC müssen wir erst reden. Als Mitbewerber konnten wir vor dieser Ankündigung natürlich noch nicht mit ihnen reden." Gegen Jahresende, spätestens aber zu Beginn des nächsten Jahres erwartet Turner erste Einigungen mit Drittherstellern. Weitere werden dann schrittweise folgen, wenn der Support sichergestellt werden kann.

Gegenüber anderen bereits existierenden Virtualisierungs-Technologien sieht Turner Hitachi im Vorteil: "Sie können nicht wirklich zentral gemanagt werden. Sie müssen immer noch für jedes Gerät physisch LUN-Space bereitstellen und so weiter. USP wird das können." - sobald die Dritthersteller dies auch unterstützen.

http://hds.com

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Dunja Koelwel

Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. ..mehr..

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