Immer mehr Menschen müssen für ihren Traumjob lange Fahrtwege in Kauf nehmen oder gar die Stadt wechseln. Damit einher gehen oftmals längere Trennungsphasen vom Partner oder steigende Lebenshaltungskosten. Über 8.000 Beschäftigte aus 11 europäischen Ländern nahmen an einer jobpilot-Umfrage zum Thema "Wovor hätten Sie am meisten Angst, wenn Sie für einen neuen Job die Stadt wechseln müssten?" teil. Das Ergebnis war signifikant und lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Die Europäer hängen sowohl an ihrem Partner als auch an ihren Freunden.
Die größten Bedenken haben die Österreicher bei der Vorstellung, dass sie aufgrund des Jobs vom Partner getrennt wären: 46 Prozent fürchten sich davor. In diesem Punkt die meisten Sorgen machen sich die Polen. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) könnte es nicht ertragen, sich tage- oder wochenweise vom Lebenspartner verabschieden zu müssen. Weit weniger trifft dieser Umstand unsere deutschen Nachbarn, die Italiener und die Schweizer.
An zweiter Stelle liegt die Angst vor einer unfreiwilligen Rückkehr: Ein Nicht-Bestehen der Probezeit jagt 26 Prozent der Europäer einen Schrecken ein. Davor am meisten graut den Italienern (36 Prozent) und Niederländern (35 Prozent). Eher relaxt sehen das die Polen (12 Prozent) und Österreicher (18 Prozent).
Ebenfalls ein Thema: 18 Prozent der Arbeitnehmer in Europa bereitet es ein ungutes Gefühl niemanden an der neuen Arbeitsstätte zu kennen. Nur die Niederländer fallen hier mit nur 8 Prozent aus dem Rahmen. Auch der bestehende Freundeskreis spielt eine große Rolle: 20 Prozent der Österreicher und Deutschen möchten ihn durch einen Umzug nicht verlieren.



1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. 