Andreas Rösler-Schmidt
Das kanadische Unternehmen Smart Technologies lieferte 1991 das weltweit erste interaktive Whiteboard ("Smart Board") aus und schuf damit eine damals völlig neue Produktkategorie. Seitdem setzt Smart die Entwicklung fort und erweiterte die Technologie um Funktionen wie Handschrifterkennung, Anmerkungen über Video und der Möglichkeit, Daten-Präsentationen synchron mit gesprochenen Kommentaren aufzuzeichnen. Smart Board war das erste interaktive Whiteboard, das über eine Berührungssteuerung für Computeranwendungen sowie eine Funktion zum Schreiben von Notizen über die Windows-Standardanwendungen verfügte. Das an einen LCD-Bildschirm und einen Computer angeschlossene interaktive Whiteboard war das erste Produkt dieser Art, das die Verwendung interaktiver Technologien in Klassenzimmern, Gruppen-Meetings und Präsentationen ermöglichte.
Anwendungen lassen sich direkt auf der berührungsempfindlichen Oberfläche des Boards steuern. Nimmt man einen Stift aus dem Smart Pen Tray, kann man Notizen und Anmerkungen über jede Anwendung verfassen, sowohl mit dem Stift als auch einfach mit dem Finger. Der Clou dabei: Das interaktive Whiteboard Smart Board benötigt keine speziellen elektronische Eingabegeräte. Dass man schreiben will, erkennt das Gerät durch einen optischen Sensor, der misst, ob "irgendetwas" in der Stiftablage liegt. Nimmt man es dort heraus, weiß die Software, dass man schreiben oder zeichnen möchte. Legt man es wieder hinein, kann man mit der Hand direkt am Whiteboard den Computer bedienen. Die Farbe wählt man einfach aus, indem man die entsprechende der drei Stiftablagen wählt.
Smart Technologies Inc. wurde 1987 gegründet. Sitz ist Calgary, Alberta, Kanada, mittlerweile existieren Zweigstellen in Deutschland, England, Japan und den USA. Die Produkte werden in Kanada hergestellt. Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 380 Mitarbeiter.
Initiative für den Bildungsmarkt
"Zwei Drittel der Käufer kommen aus dem Bildungsmarkt, der Rest sind Firmenkunden", erzählt Mitgründerin Nancy Knowlton. Die Geräte finden sich bei den Großunternehmen wie Gerneral Electrics oder Shell im Einsatz. In Österreich zählen unter anderem Die Donau-Universität Krems sowie die ÖBB zum Kundenkreis.
Ein spezielles Förderprogramm soll den Verkauf an Österreichs Schulen ankurbeln: Die ISA (Initiative Smart Austria) Förderung beträgt bis zu 75 Prozent des Anschaffungspreises für das erste Smart Produkt, das eine weiterführende Schule anschafft. Smart Board interactive Whiteboards werden weltweit in mehr als 100.000 Klassenräumen eingesetzt und auch in Österreich setzen immer mehr Schulen auf die Lernwerkzeuge, die lehren und lernen effektiv und spannend machen.




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8/2011
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Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 