"Wenn Sie ein Geschäft betreten, freuen Sie sich, wenn Sie freundlich begrüßt und nach Ihren Wünschen gefragt werden. Auch auf Websites möchte sich der User wohlfühlen und entsprechend seinen Wünschen zum richtigen Ziel finden." Mit der Umsetzung dieser grundsätzlich recht einfachen Forderung beschäftigt sich Monitor-Autor Christian Henner-Fehr in seinem Beitrag ab S. 20. Das Webdesign ist ein entscheidender Faktor, um Besucher auf der Website zu halten. Dabei geht es nicht nur um hübsche Farben, sondern auch um technische Aspekte, wie eine Website zu gestalten ist. Die Besucher der Website haben etwa Bildschirme mit verschiedener Auflösung und erwarten, dass die einzelnen Seiten auch auf den Bildschirm passen. Wenig Interesse haben die User auch an Texten, die kaum lesbar sind, weil die Schrift entweder zu klein oder zu verschnörkelt geraten ist. Als Grundsatz darf gelten: Wer seinen Kunden das, wonach sie suchen, zu lange vorenthält, wird weggeklickt.
Monitor Online Shopping Guide
Ob Interessierte in einem Web-Shop auch zu realen Käufern werden, entscheidet gleich nach dem Preis der Waren die Benutzerfreundlichkeit. Monitor-Autorin Petra Stix hat also ab S. 22 nachgefragt, was es dabei zu beachten gilt. "Einen Kunden, der zum Einkauf entschlossen ist, abzuweisen, ist kommerzieller Selbstmord", warnt etwa Deri Jones, Geschäftsführer von SciVisum, das die Funktionalität von Webapplikationen testet. Kunden genießen ihren Einkauf oft nur bis zu dem Zeitpunkt, wo sie eine Ware auswählen und in den Einkaufskorb legen. Dann erleben sie mitunter ihre wahren Wunder: die Einkaufswagen sind unnötig kompliziert, funktionieren schlecht oder im schlimmsten Fall gar nicht.
"Benutzerfreundlichkeit bringt neben Kundenzufriedenheit aber auch noch weniger Aufwand im Backoffice des Shopbetreibers", weiß Christian Hausleitner, Marketing Analyst von BP Austria, dessen Online Shop "BP Express" von e-rating.at mit hoher Benutzerfreundlichkeit ausgezeichnet wurden. Um Ihnen die Auswahl von vertrauenswürdigen Shops zu erleichtern, arbeiten Monitor und E-rating.at derzeit an der Erstellung eines umfassenden Online Shopping Guides, der die Top 500 Internet Shops des Landes präsentieren wird.
Produkte für das Internet
Das kürzlich vier Jahre alt gewordene Wiener Unternehmen Gentics hat sich ganz auf Standardsoftwarelösungen für Content Management, Portale, Usertracking & Websiteanalyse und eCommerce konzentriert und ist damit sehr erfolgreich. Von einem der Gründer und jetzigen Geschäftsführer Mag. Alexander Szlezak erfuhr ich, wie sich das Unternehmen auf seine Java-Entwickler-Wurzeln besann. Erster Kunde war die Telekom Austria - die noch heute neben dem Bundesrechenzentrum zu den größten Kunden zählt - für die zum Börsegang in Windeseile die Unternehmens-Website erstellt wurde. Lesen Sie die ganze Erfolgsgeschichte auf S. 14.
Monitor-Autor Achim Scharf hat sich ab S. 38 den neuen Internet Security and Acceleration (ISA) Server 2004 von Microsoft genauer angesehen. Die Absicherung des Firmennetzes gegenüber dem Internet gewinnt nämlich einen immer höheren Stellenwert. "Schon heute registrieren 90 Prozent aller Unternehmen Einbrüche in ihre Netzwerke, 70 Prozent der Angriffe über das Internet finden in der Anwendungsschicht statt", erklärt Dominik Langrehr, Security Marketing Manager bei Microsoft Deutschland. Doch ließen sich 95 Prozent aller Netzwerkattacken mit der richtigen Konfiguration der Server-Betriebssysteme und der Webserver vermeiden. Damit wird aber deutlich, dass offenbar viele IT-Abteilungen mit der richtigen Konfiguration ihrer Netzwerkarchitekturen überfordert sind. Hier soll nun ISA helfen.
Kampf um KMU-Kunden
Immer mehr Klein- und Mittelbetriebe (KMU) steigen von ISDN auf die DSL-Technologie um. Breitband-Internet, bereits 2003 stark im Kommen, ist der Markt, um den alle Provider zur Zeit "rittern" - mit entsprechender Preisschlacht. Monitor-Autorin Christine Wahlmüller hat sich daher unter Österreichs Providern umgehört, welche Breitband-Strategien diese verfolgen. Bei der Zielgruppe der Kleinstunternehmer (ein bis vier Mitarbeiter) gibt es jedenfalls noch genügend Neukunden zu gewinnen. Hier gilt allerdings die Faustregel: Hat man erst eine funktionierende Internet-Verbindung, so wird erst dann gewechselt, wenn der Leidensdruck schon sehr groß ist. Daher mussten die Provider lernen, mit einer breiten Angebotspalette auf die spezifischen Anforderungen der Unternehmen zu reagieren. Lesen Sie die ganze ADSL-Marktanalyse ab S. 16.
Gründerboom
Mit gezielten Programmen gelang es Israel, eine Gründerwelle im High-Tech-Umfeld zu generieren. Etwa 100 dieser Jungunternehmen werden auf einem Gemeinschaftsstand auf der alle zwei Jahre stattfindenden Telecom Israel (8.11.-11.11., Tel Aviv) ausstellen. 1991 startete das Büro des israelischen Chief Scientist - zuständig für die Förderung der technologischen Entwicklung Israels - das Inkubatoren-Programm. Und das Interesse war groß: In der Zwischenzeit arbeiten 23 Inkubatoren im ganzen Land, jeder erhält etwa 100 Ideen jährlich, aus denen es die besten auszuwählen gilt, um die 30 Millionen Dollar Jahresbudget bestmöglich zu investieren.
Die Auswahl ist streng, gefragt sind einzigartige Ideen mit potentiell guten Verkaufsaussichten. Etwa 50% der Projekte bewähren sich auch nach der Zeit im Inkubator. Allein im Telekommunikations-Bereich wurden etwa 600 junge Unternehmen über Inkubatoren gefördert. Lesen Sie mehr über das High-Tech-Land Israel ab S. 42.
Eine informative und anregende Lektüre nach der hoffentlich erholsamen Sommerpause wünscht Ihnen Ihr
Rüdiger Maier




1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. 