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Telekommunikation

Kommentar von Conrad Gruber

REBOOT

Mit dem E-Business ist das so eine Sache. Der Vertrauensvorschuss für diese - oberflächlich betrachtet - durchaus nützliche Angelegenheit ist durch zahlreiche Hasardeure der New Economy in den letzten Jahren zunichte gemacht worden. Was da nicht alles unter dem Motto "E-Business" gelaufen ist!

Conrad Gruber

Manche versuchten es mit virtuellen Tierfutter- und Katzenstreuversand, andere mit gebrauchten Mietautos, andere wieder mit einem erfolglosen Spielzeug-Megastore im Netz. Allen gemeinsam ist, dass sie weder Kunden noch Investoren überzeugen konnten.

E-Business ist wirklich wirkungsvoll am ehesten im B2B-Bereich einzusetzen. Hier gibt es zahlreiche Beispiele funktionierender Lösungen - angefangen vom Beschaffungswesen bis zu Handelsplattformen für Zulieferfirmen -, die auch die Versprechungen, effizient zu sein und Kosten zu sparen, durchaus einlösen. Aufs intelligente Geschäftsmodell kommt es also an, und das schüttelt man nicht so aus dem Ärmel.

Nachdem sich also die Spreu vom Weizen getrennt hat, kann man dem Begriff E-Business jetzt wieder mit einer gewissen Ernsthaftigkeit begegnen. Hat sich einmal die Überzeugung festgesetzt, dass E-Business wirklich zum integrativen Bestandteil einer Geschäftsstrategie werden kann, werden sich immer mehr Firmen zu diesem Schritt entschließen. Und die Anbieter von Software- und Netzwerklösungen sind aufgerufen, dem klingenden Schlagwort E-Business mit nachvollziehbaren geschäftlichen Prozessen Inhalt und Mehrwert einzuhauchen.

Die nächste große Herausforderung dabei ist das mobile E-Business, auch M-Commerce genannt. Dieses wird vor allem von den neuen UMTS-Anbietern in Österreich getrommelt. Abgesehen davon, dass die Kundschaft in der letzten Zeit ein Grundmißtrauen gegenüber den meisten UMTS-Verheißungen aufgebaut hat, zeichnet sich ab, dass hier die gleichen Anfangsfehler wie im "Festnetz-E-Commerce" gemacht werden. Es wird verzweifelt nach einer Consumer-"Killerapplikation" gesucht, die man trotz aufwändiger Lösungen wie "ZIB1"-Videos am Handy und downloadbaren Playboy-Häschen partout nicht findet. Business-Lösungen sind weit und breit keine zu entdecken - abgesehen vorerst vom naheliegendsten, einer UMTS-Datenkarte. Hier muss doch noch was nachkommen, oder etwa nicht?

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Dr. Manfred Wöhrl

Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. ..mehr..

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